N E W S
01.09.2010
Auswärtskampf der 2. Mannschaft gegen Werdau II/Altenburg
Die 18:19-Niederlage der erneut nur zu neunt antreten könnenden 2. Mannschaft des AV Germania 06 Markneukirchen bei der Kampfgemeinschaft AC Werdau II/Lok Altenburg war echt knapp. Gab es während der ganzen Woche über tiefe Sorgenfalten, um die Germania-Mannschaft überhaupt auf „Sollstärke“ bringen zu können, verdient ihr Auftreten in Werdau einfach Respekt. Da zeigte sich der 15-jährige Fliegengewichtler Bruce Bromnitz von seiner besten Seite und legte Fatos Faquiri gekonnt auf Schultern. Das gelang auch Martin Zeidler, der Thomas Bormann 4:0 besiegte. Trainer Andy Schubert ging einmal mehr mit gutem Beispiel voran und bezwang Michael Kluge mit 3:0, was auch dem 17-jährigen Schwergewichtler Franz Süß gegen Dominik Funk sowie dem 30-jährigen Renè Roth über Alexander Knuppe gelang. Christopher Geske unterlag gegen Chris Wemme mit 1:3, Patrick Schiller steckte gegen Andy Klein eine Schulterniederlage ein. Die angeschlagenen Anton Noack und Björn Hauck mussten ihre Kämpfe aufgeben.




30.08.2010
Auswärtskampf der 1. Mannschaft in Luckenwalde
Ringen, 1. Bundesliga Ost: 1. Luckenwalder SC – AV Germania 06 Markneukirchen 32:9

Von Frank Büttner
Luckenwalde. Mit der 9:32-Niederlage beim Staffelfavoriten Luckenwalde gab Germania Markneukirchen zum dritten Mal hintereinander die Punkte ab und liegt nun mit 0:6-Zählern ebenso wie der RV Thalheim am Tabellenende der Staffel Ost. Einen solchen schlechten Start gab es in der bisherigen Bundesligageschichte noch nicht. Dabei stimmt die Moral in der Truppe, aber es gibt im Moment zu viele Widrigkeiten. Nachdem bereits der bulgarische Fliegengewichtler Stoyan Tsonev Illiev von seinem Verband wegen den in einer Woche beginnenden Weltmeisterschaften in Moskau keine Starterlaubnis erhielt, mussten aus dem gleichen Grund diesmal auch die beiden Slowaken Marian Mihalik und Filip Köszeghy passen. Auch Verletzungen dezimierten die Truppe. Als dann auch noch Mattenleiter Schmidt aus Torgelow mit krassen Fehlentscheidungen André Backhaus und Akos Wöller um ihre verdienten Siege brachte, was selbst bei eingefleischten Luckenwalder Fans für Kopfschütteln sorgte, war die klare Niederlage perfekt.. Nachdem im Fliegengewicht erneut die Punkte kampflos abgegeben werden mussten und Svetoslav Lyutskanov gegen den seinen 32. Geburtstag feiernden Olympiazweiten Mirko Englich verlor, lag Germania bereits o:8 zurück. Doch dann sorgte Heiko Holzapfel für einen Paukenschlag. Vor allem im Bodenkampf glänzend, bezwang er den Luckenwalder Neuzugang Martin Lorenzen aus Dänemark sicher mit 3:0. Da Rico Piesendel gegen den Polen Mateusz Gucmann nur seine Tapferkeit in die Waagschale werfen konnte und Denny Latzke trotz gewonnener ersten Runde gegen den Dritten der Junioren-Europameisterschaften Philipp Herzog 1:3 verlor, lag Germania zur Pause bereits 4:15 zurück. Und der Rückstand wuchs weiter an, denn der angeschlagene Alexander Georgi, der sich nur stellte um die Mannschaft zu komplettieren, verlor gegen Damian Hartmann ebenso wie Ventislav Georgiev gegen den EM-Dritten Eusebio Diaconu. Beim Stand von 4:23 ging Trainer André Backhaus auf die Matte. Er führte gegen Martin Obst bereits 2:1 und lag auch im vierten Durchgang vorn, als ihm vom Mattenleiter eine sonnenklare Wertung verweigert wurde, wodurch er am Ende seine dritte 2:3-Niederlage in Folge hinnehmen mussste. Wie der sichere Sieger sah auch Akos Wöller aus, der die beiden ersten Runden mit 5:1 und 4:1 gewonnen hatte und im dritten Durchgang führend um weitere Zähler gebracht wurde, wodurch er ebenfalls noch 2:3 verlor. Die 2. Mannschaft des AV Germania unterlag im Sachsenligakampf bei der Kampfgemeinschaft AC Werdau II/Lok Altenburg mit 18:19.

Stimmen am Mattenrand:
Andreas Zabel, Luckenwalder Trainer: Es war der erwartete Sieg gegen die geschwächten Markneukirchener, denen ich bescheinigen muss, dass sie zur Freude der Zuschauer für gute Kämpfe gesorgt haben. Bei uns gibt es keine Ausfälle und nach drei Erfolgen einen Start nach Maß. Wir haben uns zum Ziel gestellt das Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft zu erreichen.
Germania-Coach Andrè Backhaus: Ich kann mich nur wiederholen, dass jeder sein Bestes gegeben hat. Wir haben uns trotz der drei Niederlagen längst noch nicht aufgegeben. Wenn wir voll stehen, werden nach den Weltmeisterschaften die Karten neu gemischt.
Jörn Schröter, Luckenwalder Betreuer: Mein Herz schlägt noch immer für Markneukirchen, denn dort habe ich Ende der 90er-Jahre die wohl schönste Zeit meiner Ringerlaufbahn erlebt. Mit welchem Zusammenhalt wir damals in die 1. Bundesliga aufgestiegen sind, das bleibt unvergessen.







23.08.2010
Heimkampf gegen SV Johannis Nürnberg


Von Frank Büttner, „Freie Presse“
Markneukirchen. Auch gegen den Aufsteiger SV Johannis Nürnberg 07 konnte der AV Germania 06 Markneukirchen nicht in voller Besetzung antreten und verlor dadurch seinen zweiten Saisonkampf mit 14:23. Der in der vergangenen Woche gegen Burghausen noch stark auftrumpfende Fliegengewichtler Stoyan Tsonev Illiev wurde schmerzlich vermisst. Er wurde von seinem Heimatverband zurück gerufen und bereitet sich mit dem bulgarischen Nationalteam auf die ab 6. September in Moskau stattfindenden Weltmeisterschaften vor. Damit stand es schon vor dem Anpfiff 0:4. Und es kam noch schlimmer. So sehr der frischgebackene Dritte der Militär-Weltmeisterschaften Filip Köszeghy auch rackerte, er hatte vor allem im Bodenkampf gegen den ungarischen Vizeweltmeister Lajos Virag keine Chance und unterlag, wenn auch knapp, mit 0:3. Als dann Heiko Holzapfel gegen den zum deutschen Nationalkader gehörenden Tim Schleicher auf die Schultern musste, drohte ein Debakel, denn Germania lag deutlich mit 0:11 zurück. Doch der bulgarische Neuzugang Svetoslav Lyutskanov zeigte bei seinem Einstand in den Germania-Reihen aus welchem Holz er geschnitzt ist. Zwar gab er die beiden ersten Runden gegen den Dritten der Junioren-Eurpameisterschaften Florian Lederer jeweils knapp mit 0:1 ab, doch dann steigerte er sich, wurde resoluter und unter dem Jubel der Zuschauer noch 3:2-Sieger. Denny Latzke kämpfte und holte erneut das Letzte aus sich heraus, verlor aber gegen den deutschen Jugendmeister Mario Besold mit 0:3, womit Germania zur Pause deutlich mit 3:16 zurück lag. Marian Mihalik, ebenso wie sein slowakischer Landsmann Köszeghy in der vergangenen Woche Dritter bei den Militärweltmeisterschaften in Finnland geworden, eröffnete die Verfolgungsjagd. Einmal mehr clever seine Qualitäten im Bodenkampf ausspielend, besiegte er in einem verbissenen Kampf Andreas Horvath mit 3:0. Das gelang auch den zu seinen zweiten Saisonsieg kommenden Krisztian Jäger, der mit resoluten Bodenrollen Mario Greifelt bezwang. Altmeister Andrè Backhaus kämpfte wie in der Vorwoche tapfer über volle fünf Runden und verlor am Ende gegen Christoph Pscherer erneut nur denkbar knapp mit 2:3. Erstbundesliganeuling Rico Piesendel schlug sich wacker, kam auch zu einer technischen Wertung, doch die Niederlage gegen Florian Dörfler konnte er nicht verhindern. So blieb es wie in der Vorwoche Martin Szabo vorbehalten, für einen versöhnlichen Abschluss zu sorgen. Mit zwei beim sachverständigen Publikum viel Beifall findenden Würfen über die Brust wurde er 3:0-Sieger über Sven Dürrmeier und gewann damit auch seinen zweiten Saisonkampf überlegen. Die 2. Mannschaft des AV Germania 06 gewann im Vorkampf zum Saisonauftakt der Sachsenliga gegen den nur mit sieben Aktiven antretenden SV Grün-Weiß Weißwasser mit 32:0.

Stimmen am Mattenrand:
Germania-Trainer Andrè Backhaus: Es nervt schon, wenn man nicht mit voller Kapelle antreten kann. Unsere Jungs haben sich gegen den starken Aufsteiger trotzdem wacker geschlagen, wobei ich Denny Latzke und Rico Piesendel trotz ihrer Niederlagen hervorheben möchte. Den Fans kann ich nur sagen, dass die Karten nach den Weltmeisterschaften neu gemischt werden.
Bernhard Rieger, Nürnberger Coach: Natürlich bin ich zufrieden mit meiner Truppe, die ihr Potential diesmal voll abgerufen hat. Ich bin auch stolz darauf, dass es Jungs aus unserer eigenen Jugend geschafft haben, in der harten Erstbundesligakonkurrenz zu bestehen. Auch unsere beiden Ungarn haben sich gut eingefügt. Was soll ich noch sagen: bei uns stimmt die Chemie.
Marian Mihalik, Germania: Vielen Dank für den Beifall der Zuschauer und das Geschenk vom Verein für die Bronzemedaillen der Militär-WM von Filip und mir. Mein Auftaktsieg freut mich natürlich, aber ich hatte Halsprobleme und habe mich dadurch ganz schön schwer getan.



25.08.2010
Heimkampf der 2. Mannschaft gegen Weißwasser
Markneukirchen. Der 32:0-Auftaktsieg der zweiten Germania-Mannschaft gegen den SV Grün-Weiß Weißwasser hört sich zwar gut an, er war es aber nicht. Er beruhte darauf, dass die Männer aus der Lausitz nur zu siebend antraten und dadurch schon von vornherein punktlos verloren hatten. Germania bekam dabei nicht die vollen 40 Punkte, weil eine Gewichtsklasse nicht besetzt werden konnte und Renè Roth trotz zwei Kilogramm Gewichtszugabe 100 Gramm Übergewicht hatte. Weißwasser erklärte sich trotzdem zu einem Freundschaftskampf bereit, in dem die mühelos zu den Punkten gekommenen Markneukirchener mit 14:21 unterlagen. Die beiden in Leipzig trainierenden Bruce Bromnitz (kampflos) und der sich gegen Mario Stanke über fünf Runden erstaunlich schwer tuende Franz Süß brachten Markneukirchen mit 7:2 in Führung. Doch dann war es vorbei mit lustig. Der noch angeschlagen einspringende Björn Hauck musste gegen Christof Petrick verletzungsbedingt aufgeben, Sebastian Opel ging gegen Kai Bollfraß auf Schultern und Martin Zeidler unterlag Roberto Donath mit 0:3, womit Germania mit 7:17 deutlich zurück lag. Das Blatt wendete sich etwas, als Anton Noack die Punkte kampflos erhielt und der 34-jährige diesmal alles andere als begeisterte Trainer Andy Schubert in einer engen und kampfbetonten Auseinandersetzung Steffen Nagorka 3:0 bezwang und auf 14:17 verkürzte. Christopher Geske hatte gegen Matthias Mückisch keine Chance und verlor in der zweiten Runde auf Schultern.




16.08.2010
Heimkampf gegen Wacker Burghausen


Von Frank Büttner, „Freie Presse“
Markneukirchen. Der Saisonauftakt in der 1. Bundesliga Ost ging für den AV Germania 06 Markneukirchen mit der deutlichen 14:27-Niederlage gegen den vorjährigen Halbfinalisten SV Wacker Burghausen zwar voll „in die Hose“. Doch die Männer um Andrè Backhaus erhielten vom sachverständigen treuen Publikum trotzdem viel anerkennenden Beifall. Der Grund: Germania konnte durch mehrere unverschuldete Ausfälle quasi nur mit einem Rumpfteam antreten. Neben der Verletzung von Robert Gütter, fehlten auch die beiden Slowaken Marian Mihalik und Filip Köszeghy, die am Wochenende an den Militär-Weltmeisterschaften in Finnland teilnahmen. Das Schwergewicht musste sogar ganz unbesetzt bleiben, da der vorgesehene Neuzugang in letzter Minute die Mannschaft von SV Siegfried Hallbergmos vorzog, wodurch der nun nach Markneukirchen kommende 23-jährige mehrfache bulgarische Juniorenmeister Svetoslav Lyutskanov seine Wechselfrist nicht einhalten konnte und erst ab kommenden Wochenende dem Germania-Team zur Verfügung stehen wird.
Trotzdem war der Auftakt in der stimmungsvollen Atmosphäre der Gymnasium-Sporthalle nach Maß. Der bulgarische Fliegengewichts-Rückkehrer Stoyan Tsonev-Iliev knüpfte an seine tollen Leistungen von vor zwei Jahren an und wurde nach energischen Bodenrollen verdienter 3:1-Punktsieger über seinen Landsmann Ivan Djorev, der immerhin auf zwei Bronzemedaillen bei Europameisterschaften blicken kann. Heiko Holzapfel begann im ungeliebten klassischen Stil gegen Andreas Maier wie die Feuerwehr, konnte aber am Ende die 1:3-Niederlage nicht verhindern. „Aushilfe“ Rico Piesendel kam zu seinem ersten Kampf in der 1. Bundesliga und hatte naturgemäß im Halbschwergewicht gegen den 40 Pfund schwereren ungarischen Topmann Gergely Kiss keine Chance und verlor auf Schultern. Auch Denny Latzke konnte gegen den ausgekochten bulgarischen WM-Fünften Nikolay Kurtev nur seine Tapferkeit in die Waagschale werfen und verlor klar. Das traf nach dem 4:16-Pausenrückstand auch auf Neuzugang Alexander Georgi zu, der gegen den ehemaligen deutschen Juniorenmeister Eugen Ponomartschuk deutlich unterlag. Erst Krisztian Jäger beendete die Niederlagenfolge, denn er wartete klug ab und kam mit Rollen vom Feinsten zum technischen Überlegenheitssieg über den deutschen Juniorenmeister Thomas Hohendorf. Altmeister André Backhaus gab im Kampf zweier Routiniers gegen den Bulgaren Miroslav Geshev auch nach einem 0:2-Rückstand nicht auf, kam unter dem Jubel der Zuschauer auf 2:2 heran und unterlag zum Schluss nur knapp mit 2:3. Der am Ende untröstliche Ungar Akos Wöller stand nach zwei gewonnenen Runden und einer 1:0-Führung im dritten Durchgang vor einem klaren Sieg. Doch dann lief er gegen den diesjährigen deutschen Juniorenmeister Christian Maier in einen Konter und verlor noch unglücklich auf Schultern. Für den versöhnlichen Abschluss sorgte sein Landsmann Martin Szabo, der gegen Florian Allerberger mit einem blitzsauberen Wurf über die Brust für das Sahnehäubchen des Abends sorgte und technischer Überlegenheitssieger wurde.

Stimmen am Mattenrand:
Germania-Trainer Andrè Backhaus: Unter den gegeben Bedingungen bin ich nicht unzufrieden. Die Jungs haben sich teuer verkauft und die Zuschauer sind mit ordentlichen Kämpfen auf ihre Kosten gekommen. In der kommenden Woche gegen Nürnberg sind wir komplett, da sieht es hoffentlich anders aus.
Wacker-Coach Siegfried Seibold: Wir waren in diesem Auftaktkampf zwar der Favorit, doch wenn Markneukirchen voll gestanden hätte, wäre es sicher enger geworden. Wir wollen auf alle Fälle wieder ins Halbfinale einziehen.
Heiko Holzapfel, Germania: Ein Klassiker werde ich sicher nie werden, aber durch den Ausfall von Robert Gütter musste ich in dieser Stilart einspringen. Es ging zwar gut los, aber ab der zweiten Runde lief einfach nichts mehr.
Germania-Altvorsitzender Werner Geske: Die Truppe hat sich gut aus der Affäre gezogen, das ist einfach anzuerkennen.







02.08.2010
Kader des AV Germania für die Saison 2010/2011 in der Landesliga
55 kg Bromnitz Bruce 16 Jahre
55 kg Schiller Patrick 18 Jahre
60 kg Zeidler Martin 20 Jahre
66 kg Roth Rene 30 Jahre
66 kg Tiepmar Christian 18 Jahre
74 kg Piesendel Rico 22 Jahre
74 kg Teschauer Nick 17 Jahre
74 kg Geske Christopher 23 Jahre
84 kg Schubert Andy 33 Jahre
84 kg Opel Sebastian 31 Jahre
96 kg Hauck Björn 29 Jahre
120kg Süß Franz 17 Jahre



02.08.2010
Kader des AV Germania 06 für die Saison 2010/2011 in der 1. Bundesliga
55 kg Tsonev Stojan 22 Jahre Bul
60 kg Gütter Robert 23 Jahre D
60 kg Holzapfel Heiko 29 Jahre D
66 kg Georgiev Ventislav 24 Jahre Bul
66 kg Jäger Krisztian 23 Jahre Ung
66 kg Latzke Denny 21 Jahre D
66 kg Roth Rene 30 Jahre D
74 kg Szabo Martin 21 Jahre Ung
74 kg Georgie Alexander 25 Jahre D
74 kg Piesendel Rico 22 Jahre D
74 kg Wöller Akos 24 Jahre Ung
74 kg Noack Anton 24 Jahre D
84 kg Mihalik Marian 26 Jahre Slowakei
84 kg Backhaus Andre 40 Jahre D
96 kg Köszeghy Filip 27 Jahre Slowakei
96 kg Hauck Björn 29 Jahre D
120kg Lyutskanov Svetoslav 22 Jahre Bul





07.05.2010
Interview mit Andre Backhaus


Markneukirchen. Am 14. August beginnt mit dem Heimkampf gegen den SV Wacker Burghausen für den AV Germania 06 Markneukirchen die von den Anhängern längst sehnsüchtig erwartete neue Erstbundesligasaison. Sachsens auflagenstärkste Zeitung „Freie Presse“ führte dazu mit dem 40-jährigen Trainer Andrè Backhaus, einst Welt-, zweifacher Europa- sowie fünffacher Deutscher Meister und selbst in der in der vergangenen Saison noch erfolgreichster Germania-Akteur, ein Interview.

„Freie Presse“: Es ist nicht zu übersehen, dass die Trainingsarbeit in der Ringerhalle an Intensität zugenommen hat.

Andrè Backhaus: Wenn das nicht so wäre, würden wir wohl auch etwas falsch machen. Es wird schließlich nicht leicht werden, in der zehnköpfigen Staffel Ost mit solchen favorisierten Vereinen wie Luckenwalde, Burghausen, Hallbergmoos oder Hof mithalten zu können. Aber auch gegen die anderen Mannschaften wie Lichtenfels, Frankfurt, Aufsteiger Nürnberg, Thalheim oder Neueinsteiger Luftfahrt Berlin muss erst einmal bestanden werden.

„Freie Presse“: Ist die neue Germania-Mannschaft schon in Sack und Tüten?

Backhaus: Im Prinzip ja, das Gerippe steht erst einmal. Aber es wird auch noch daran gebastelt, Meldeschluss ist ja auch erst Ende Mai.

„Freie Presse“: Die vielen vogtländischen Ringkampfanhänger würden sicher schon jetzt gern etwas über das sogenannte Gerippe erfahren.

Backhaus: Auf alle Fälle bleiben die beiden Slowaken Marian Mihalik und Filip Köszeghy sowie die drei Ungarn Akos Wöller, Krisztian Jäger und Martin Szabo. Die haben in der vergangenen Saison zusammen 27 Siege für unsere Mannschaft erkämpft, passen rundum in unsere Truppe und kommen auch beim Publikum gut an.

„Freie Presse“: Nun müssen in der kommenden Saison in jedem Punktkampf vier deutsche Ringer in der Mannschaft stehen. Wer werden die sein?

Backhaus: Da wir auch Abgänge haben, werden wir in dieser Beziehung auf unsere Eigengewächse wie Heiko Holzapfel, Robert Gütter, Denny Latzke, Anton Noack, nach seiner Verletzung auch Björn Hauk und mich zurückgreifen müssen.

„Freie Presse“: Kommen da nicht auch Probleme auf die in der Landesliga Sachsen startende 2. Mannschaft zu?

Backhaus: Unsere 2. Mannschaft hat mit dem 6. Tabellenplatz in der vergangenen Saison eine gute Entwicklung genommen. Auch hier bauen wir auf unsere alten Haudegen wie Andy Schubert oder Renè Roth und die jungen Leute wie die nachstrebenden Franz Süß und Bruce Bromnitz.

„Freie Presse“: Welches Ziel geht die 1. Mannschaft in der neuen Saison an?

Backhaus: Das ist kompliziert zu beantworten, denn wir müssen erst einmal abwarten, wie sich die anderen Mannschaften präsentieren. Der Rückzug von Anger hat ja bewiesen, dass es mehr oder weniger überall finanzielle Probleme gibt, die aktuelle Wirtschaftskrise auch nicht spurlos an unserem Sport vorbei geht. Aus diesem Grund möchte ich deshalb an dieser Stelle all unseren Sponsoren, Helfern, Mitgliedern und Zuschauern für ihre langjährige Treue herzlich danken. Wir gehen erst einmal einen Mittelplatz an und wollen auf alle Fälle unseren Anhängern spannende Ringkampfkost bieten..

„Freie Presse“: Da Mario Willomeit aus privaten Gründen sein Traineramt niederlegte, kommt sicher eine Menge mehr Arbeit auf sie zu. Haben sie nicht Angst davor?

Backhaus: Es wird sicher nicht leicht werden, wir müssen ganz einfach die Arbeit auf noch breitere Schultern verteilen. Aber ich bin optimistisch. Ich möchte da nur die umfangreiche Unterstützung durch die beiden zweiten Vorsitzenden unseres Vereins Jens Berndt und Sven Weigelt nennen. Auch dass solche jungen Aktive wie Robert Gütter, Denny Latzke, Heiko Holzapfel und Björn Hauck sich liebevoll um unseren jüngsten Nachwuchs kümmern finde ich einwandfrei.

„Freie Presse“: Wird die 1. Mannschaft vor dem Saisonstart noch einen vorbereitenden Kampf bestreiten?

Backhaus: Ja, wir werden am 10. Juli in Bonn-Duisdorf antreten. Gegen die Mannschaft des früheren Markneukirchener Ringer und Trainer Dirk Holzapfel hatten wie im vergangenen Jahr daheim ja 14:24 verloren. Diese Verbindung möchten wir gern aufrechterhalten.










21.02.2010
Einladung Jahreshauptversammlung
Einladung

Hiermit laden wir alle Vereinsmitglieder zu unserer Jahreshauptversammlung,am 12.03 2010 im Alpenhof (Breitenfeld)ganz herzlich ein. Beginn 19.00 Uhr.Tagesordnung: 1. Begrüßung 2.Feststellung der form.-fristgemäßen Einberufung der Jahreshauptversammlung 3.Feststellung der Beschlussfähigkeit der Jahreshauptversammlung 4.Wahl eines Versammlungsleiters 5.Entgegennahme der Tätigkeitsberichte 6. Bericht der Kassenprüfer 7.Entlastung des Vorstandes 8.Entscheidung eingegangener Anträge 9.Vorstandswahlen 10. Satzungsänderung 11. Diskussion 12. Sonstiges
Der Vorstand



06.01.2010
Interview mit den Trainern Andre Backhaus und Mario Willomeit


Markneukirchen. Die Saison 2009/2010 der 1. Bundesliga Ost ist Geschichte. Germania Markneukirchen landete nach je neun Siegen und Niederlagen mit 18:18 Punkten hinter Staffelsieger Luckenwalde (31:5), Anger (30:6), Burghausen (28:8) und Hof (21:15) auf dem fünften Tabellenplatz. Frank Büttner von der „Freien Presse“ unterhielt sich dazu mit den beiden Germania-Trainern Mario Willomeit und Andrè Backhaus.

„Freie Presse: Beginnen wir mit der Frage der sich jeder Trainer zum Saisonschluss stellen muss – wie zufrieden sind sie?

Mario Willomeit: Wir sind nach der mit dem Insolvenz vor vier Jahren zusammenhängenden Rückstufung in die Regionalliga über den Sieg dort sowie im zweiten Anlauf mit dem Staffelsieg in der 2. Bundesliga wieder in die deutsche Eliteklasse aufgestiegen und haben uns mit dem fünften Tabellenplatz ordentlich etabliert. In Markneukirchen gab es wieder spannende und hochklassige Kämpfe zu sehen, die die Zuschauer begeisterten.

Andrè Backhaus: Wobei auf alle Fälle hinzuzufügen ist, dass wir auch endlich wieder eine aus alten und jungen Eigengewächsen bestehende 2. Mannschaft haben, die sich nicht nur mit dem Mittelplatz in der Oberliga Sachsen wacker schlug, sondern die eine entscheidende Rolle für die Zukunft unseres Vereins spielt.

„Freie Presse“: Das Saisonziel, am Ende einen Platz zwischen vier und sechs im Zehnerfeld der 1. Bundesliga Ost zu erreichen, ist erreicht. So richtig zufrieden sehen Sie in diesem Zusammenhang aber beide trotzdem nicht aus.

Backhaus: Stimmt. Obwohl einiges nicht so ganz rund lief, war auf alle Fälle mehr drin. Ich denk da nur an die knappen Niederlagen gegen Burghausen, Lichtenfels oder Hof und auch daran, dass es bei einigen unserer Aktiven hier und da doch etwas am Willen fehlte, das Letzte zu geben.

Willomeit: Die Probleme im Fliegen- und Schwergewicht taten ihr Übriges, denn die Mannschaft musste dadurch ja ständig umgestellt werden. Durch das Aufrücken in höhere Gewichtsklassen hatten unsere Starter naturgemäß oft keine Chance.

„Freie Presse“: Es ist eigentlich ein kleines Wunder, dass der eigentlich für die 84-Kilogrammkategorie vorgesehene André Backhaus sogar in den Klassen bis 96 und 120 Kilogramm aushelfen musste und trotzdem Saisonbester wurde.

Backhaus: Vielen Dank für die Blumen, aber normal ist das schon nicht. Aber was wollten wir anders machen.

„Freie Presse“: Hinterher ist man immer schlauer, aber das Germania in der Rückrunde neben den Verletzungsproblemen im Schwergewicht von vornherein keinen Fliegengewichtler hatte, war doch gerade so, als ob eine Fußballmannschaft ständig ohne Linken Verteidiger auflaufen würde und es schon vor Anpfiff 0:1 heißen würde.

Willomeit: Der Vergleich ist nicht schlecht, denn er stimmt. Dazu sei gesagt, dass wir für die Rückrunde im klassischen Stil im Fliegengewicht einen jungen Polen hatten, der sogar einen deutschen Pass besitzt, doch der verletzte sich kurz vor Saisonbeginn so schwer, dass nichts mehr ging.

„Freie Presse“: So mancher Außenstehende wird dazu darauf verweisen, dass die 1. Bundesliga einfach eine doppelte Absicherung verlangt.

Willomeit: Das wäre sicher nicht schlecht, denn größere Vereine können sich das ja auch leisten, aber ehrlich gesagt ist das für uns finanziell gar nicht machbar.

„Freie Presse“: Welche Gedanken bewegen sie jetzt unmittelbar nach Abschluss der Saison?

Backhaus: Wir tun in der Vereinsführung gut daran in aller Ruhe eine gründliche Analyse vorzunehmen, um dann die richtigen Maßnahmen für das vor der Tür stehende neue Jahr zu treffen.

„Freie Presse“: Wird der dann 40-jährige Andrè Backhaus wieder mit auf der Matte stehen?

Backhaus: So lange ich nicht nur Aushilfe, sondern eine feste Größe bin, werde ich weiter machen und von Jahr zu Jahr entscheiden.

„Freie Presse“: Die letzte Antwort in diesem Gespräch haben sie frei.

Willomeit: Wir möchten sie nutzen, um uns bei all unseren Aktiven, Mitgliedern, Trainern und Funktionären, dem Nachwuchs, Freunden, Helfern und Angehörigen sowie nicht zuletzt den Sponsoren für ihre tatkräftige Unterstützung ganz herzlich zu danken. Ohne ihre Mithilfe hätten wir unseren Namen als vogtländische Ringerhochburg längst verloren.







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