Die Geschichte des Ringkampfsports in Markneukirchen von 1910-1949

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Wie alles begann:
Eine Männerriege des Turnvereins Markneukirchen unter der Leitung von Friedrich Bäcker trat aus dem Turnverein Markneukirchen aus und gründeten am 17. Oktober 1896 einen selbständigen Schwerathletikverein mit der Bezeichnung "GERMANIA".

Neben Bäcker sind die Herren Paul Weiß und Reinhold Doring als Männer der ersten Stunden zu betrachten. Wenige Jahre später vereinte man sich mit dem ebenfalls neu gegründeten Stemm- und Ringclub "Fortuna" unter der Führung von Max Hoyer und wählte diesen zum ersten gemeinsamen Vorsitzenden. Als Namen einigten sich die Athleten auf die Bezeichnung "Kampfsportverein Germania" und man trat der Deutschen Athletikunion bei.
Zur Abhaltung von gemeinsamen Übungsstunden trafen sich die Männer in der damaligen Gaststätte "Paradies". Der Verein verzeichnete zu dieser Zeit ein Aufblühen.
Die Sportler nahmen bereits damals an zahlreichen Wettkämpfen teil und errangen dabei große Erfolge. Der Markneukirchner OSCAR JACOB belegte bei den Europameisterschaften 1910 in Dresden einen herausragenden 9. Platz.
Zum Zeichen der Einheit weihte der Kraftsportverein am 12. - 14. August 1911 auf dem Gelände des Schützenhauses ein Vereinsbanner ein. Nach dem 1. Weltkrieg, den 29 Vereinsmitglieder nicht überlebten, verstanden es eifrige Funktionäre 1918 den Verein mit neu gewonnenen Sportlern wieder zu belegen.
Schon bald besuchten die Ringkämpfer der Stadt Markneukirchen wieder Kreis- und Gauturnfeste und nahmen an den damals viel beachteten deutschen Kampfspielen teil. Hervorzuheben wäre die Teilnahme von Fritz Patzig und Kurt Neudel an den Deutschen Meisterschaften vom Jahr 1923 in Erfurt.
Otto Windisch errang 1927 in Schleiz den Titel des Sachsenmeisters. Der bisherige Vorsitzende Max Hoyer wurde 1934 durch Theo Diener abgelöst.
Als zählbare Ergebnisser seiner Arbeit belegten heimische Sportler bei Sachsen- sowie Deutschen Meisterschaften wiederholt vordere Plätze. Zu einem der stärksten Ringer vor dem 2. Weltkrieg zählte zweifelsohne Erich Sammer, der in beiden Stilarten Sachsenmeister wurde.
Weitere bekannte Sportler aus dieser Zeit waren Fritz Patzig, Hans Hübner, Walter Übel, Hans Rubner und Arno Neudel.
1942 gewann Gerhard Gütter bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Prag die Silbermedaille und Günter Freidel holte Bronze. Nachdem die Schrecken des 2. Weltkrieges und ein vorübergehendes Betätigungsverbot überstanden waren, wurde im September 1947 eine neue Sportgemeinschaft gegründet.
Zusammen mit Fritz Patzig und Johannes Diener ging Rolf Puggel als neuer Leiter die Aufgabe an. Nachdem sich eine neue Mannschaft gebildet hatte, fand im Mai 1949 der allererste Nachkriegskampf gegen Ortsrivalen Zwota statt, der mit 4 : 3 gewonnen wurde.
Bereits im Jahre 1949/50 kam ein regelmäßiger Wettkampfbetrieb zustande. In der neu gegründeten Staffel standen neben Markneukirchen, Zwickau, Pausa, Falkenstein, Netzschkau und Reichenbach.

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