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Seit einigen Kampftagen steht es fest, die Ringer des AV Germania Markneukirchen sind nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen, mit der Titelverteidigung geht der Blick der Markneukirchner Verantwortlichen aber auch in Richtung DRB-Bundesliga. Über den aktuellen Stand - aber auch die Vision DRB-Bundesliga, die nun in greifbare Nähe rückt, sprachen wir mit dem sportlichen Leiter des AVG, Jörg Guttmann.

Zunächst einmal Gratulation zur vorzeitigen Titelverteidigung, zwar stehen noch zwei Kampftage aus, doch der AVG ist von der Tabellenspitze nicht mehr zu verdrängen. Wie fühlt sich der erneute Staffelsieg in der Regionalliga Mitteldeutschland an ?
Jörg Guttmann: Ein Staffelsieg fühlt sich immer gut an. Letztes Jahr war es schwerer den Titel zu gewinnen. Diese Jahr, auch durch gezielte Verstärkungen, waren wir der Favorit auf den erneuten Titelgewinn. Unser größtes Problem war der Verletzung des Ungarn Bence Fulai, der nicht ersetzt werden konnte. Ich hatte von Beginn an gesagt, dass sich Gelenau sehr gut verstärkt hat, dagegen liegt uns der RV Thalheim. In der bisherigen Rückrunde wurde es gegen Luckenwalde sehr knapp. Den Kampf hätten wir wahrscheinlich nicht gewonnen, wenn sich der gesundheitlich angeschlagene Maximilian Simon nicht in den Dienst der Mannschaft gestellt hätte, um die Spitzenkämpfe aufzugreifen“.

Ist die Saison damit bereits gelaufen ?
Jörg Guttmann: „Wir haben das Ziel auch das zweite Jahr ungeschlagen zu bleiben und das wird am kommenden Wochenende bei der WKG Pausa/Plauen sicher noch einmal spannend werden. Pausa/Plauen hat eine sehr starke Rückrunde gerungen und ist sicher heiß darauf, uns einen großen Kampf zu liefern, doch wir wollen unsere weiße Weste auch in der Erdachsenstadt behalten“.

Nachdem Markneukirchen nun zum zweiten Mal den Staffelsieg in der Regionalliga Mitteldeutschland geholt hat, wird nun die höchste Kampfklasse angepeilt ?
Jörg Guttmann: „Ja, wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist, steigen wir auf. Unser jetziger Kader ist einfach zu stark für die Regionalliga. Wir stehen hier am Scheideweg; entweder den Aufstieg mit dem Team wagen, oder falls wir diesen Schritt nicht machen, den Abgang von vielen Leistungsträgern zu interessierten Bundesligisten in Kauf zu nehmen".

Personaldecke und damit verbunden auch der Etat müssten stark erhöht werden, um dann in der wohl stärksten Vorrundengruppe Südost mithalten zu können ?
Jörg Guttmann: „Die Planungen sind bereits fortgeschritten, Gespräche mit Sponsoren laufen auf Hochtouren. Wir werden dabei keinen ‚Harakiri‘ betreiben und uns finanziell nicht aus dem Fenster lehnen. Insgesamt ist noch viel zu tun, denn wir reden dann von einem Verein, der dann in der höchsten Kampfklasse antritt“.

Trainer und Vorstand haben sich an den letzten Kampftagen schon einmal einen Eindruck bei Bundesligabegegnungen in Aue und Greiz verschafft. Geht die Schere in der Vorrundenstaffel Südost nicht viel zu weit auseinander, wie die Ergebnisse zeigen ?
Jörg Guttmann: „Die Schere geht in allen drei Vorrundengruppen weit auseinander, unser Anspruch wird es auch nicht sein vorn mitzukämpfen, wir wollen mit einer ausgeglichenen Mannschaft das Mittelfeld erreichen. Aue zum Beispiel hat starke Ausländer, aber eine schwache, deutsche Achse, aus der nur Christian John heraus ragt, während Greiz mit einer ausgewogenen Mannschaft nun gar die Play-Off‘s anstrebt“.

Wie steht die Mannschaft einem möglichen Aufstieg gegenüber, bleibt der Kern des Teams zusammen ?
Jörg Guttmann: „Der Kern der Mannschaft bleibt zusammen, die Ringer haben bereits zugesagt, auch im kommenden Jahr für den AVG anzutreten. Über entsprechende Verstärkungen entscheidet der Geldbeutel“.

Vergangene Saison wurde in der DRB-Bundesliga eine Punktregel eingeführt, bei der jeder Ringer entsprechend seinen Erfolgen bewertet wird. Die Spanne reicht dabei von - 2 Zählern für ein Eigengewächs, bis zu + 8 Punkten für einen internationalen Spitzenringer. Insgesamt darf die Punktzahl je Mannschaft 28 Punkte nicht überschreiten. Hat diese Regelung – hin zu mehr deutschen Ringern ihren Zweck erfüllt ?
Jörg Guttmann: „Es gibt für alles ein ‚Für und Wider‘, die 28-Punkte-Regel ist aus unserer Sicht in Ordnung, 8-Punkte-Ringer kommen für uns ohnehin nicht in Frage. Allerdings gibt es für diese vielen Mannschaften in der DRB-Bundesliga zu wenig gute deutsche Ringer, die dann natürlich auch teurer werden. Eine Aufstockung des Ausländeranteils von 4 auf 5 wäre derzeit wohl die beste Lösung“.

Damit hat der AVG die höchste Kampfklasse bereits fest im Fokus, bzw. führt der Umweg über die DRB-Bundesliga in die 2020/2021 neu zu bildende 2. Bundesliga ?
Jörg Guttmann: „Wir haben die Mannschaft mit die Ziel zusammengestellt aufzusteigen und alle sind trotz guter Angebote bei uns geblieben, um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen. Doch uns ist auch bewusst, dass dies nun ein völlig anderes Level ist und wir werden sehen, wo wir da stehen. Bei Bundesligatagung am 01.12.2019 in Würzburg fand sich eine sehr eindeutige Mehrheit für eine zweigleisige 1. Bundesliga mit einer zweigleisigen 2. Bundesliga darunter. Die Sollstärke hierbei soll acht Mannschaften je Gruppe betragen und die Einteilung wie bisher vorwiegend nach geographischen Gesichtspunkten erfolgen. Richtlinien sowie weitere Details werden ab Februar in Zusammenarbeit mit Bundesligaauschuss und Vereinen ausgearbeitet. Was aber schon klar ist, der Platz in der Abschlusstabelle entscheidet darüber in welcher Liga es weitergeht. Grundsätzlich bevorzugen wir eine relativ ausgeglichene Liga mit möglichst vielen Derbys.

Das Gespräch führte Jörg Richter

Bild:
Verschworene Truppe, die Ringer des AV Germania Markneukirchen peilen die DRB-Bundesliga an, der Kern der Mannschaft will zusammen bleiben.

Foto: J. Richter

Leipzig – Einen weiteren Kantersieg landeten die Ringer des AV Germania Markneukirchen am vergangenen Samstag in Leipzig, wo das Team um das Trainergespann Andre Backhaus/Andy Schubert den KFC mit 26:7 in die Knie zwang.

Es war ein Sturmlauf vor fast heimischer Kulisse, denn zahlreiche AVG-Fans waren mit der Mannschaft nach Leipzig gekommen und feuerten das AVG-Team lautstark an.


Valerij Borgoiakov (55 kg/GR) hatte den Deutschen Jugendmeister Karamjeet Holstein bereits nach zwei Minuten ausgepunktet und beendete den Kampf mit einem sehenswerten Wurf.
Über die volle Kampfzeit von 6 Minuten musste Lukasz Dublinowski im schwersten Limit gegen Leipzigs Karl Marbach gehen. Der aus Greifswald stammende Marbach ist eigentlich im griechisch-römischen Stil zu Hause und war gegen Dublinowski defensiv eingestellt, dennoch holte der AVG-Ringer am Ende mit einem 8:0-Punktsieg drei Mannschaftspunkte zum 7:0-Zwischenstand. Roman Walter (61 kg/FR) ging es gegen Moritz Langner, der wie Marbach vergangene Saison von Mecklenburg Vorpommern nach Leipzig kam, vorsichtig an, kurz vor dem Pausenpfiff dann ließ Walter seine Klasse im Bodenkampf aufblitzen und schulterte den KFC-Athleten. Auf Augenhöhe kämpften Friedrich Fouda (98 kg/GR) und Leipzigs Max Stuhr. Fouda punktete im Bodenkampf zum 8:0, der Messestädter holte sich mit einem Wurf zwei Zähler. Fouda, zusätzlich angefeuert von seiner Studiengruppe hielt das 8:2 bis zum Abpfiff des souverän leitenden Kampfrichters Peter Pippel (Potsdam) und stellte den 13:0-Halbzeitstand her.

Rene Roth (66 kg/GR) glänzte – wie gewohnt – durch unbändigen Kampfgeist, mit dem er seinen Gegner Josif Amoev sprichwörtlich nieder rang. 9:1 Punkte prangten am Ende auf der Anzeigetafel, „… es war nicht der schönste Kampf, aber ich freue mich sehr für ihn, dass er der Bilanz seiner letzten Saison nich einen Sieg hinzufügen konnte“, war AVG-Trainer Andre Backhaus stolz auf den Sieg des Routiniers, der es in dieser Saison noch einmal wissen wollte.


Den einzigen, erkämpften Sieg für die Leipziger holte KFC-Neuzugang Lukas Schöffler (86 kg/FR), der Markneukirchens Dimitri Blayvas in einem von Taktik geprägtem Kampf mit 8:0 in die Schranken wieß.
Danach hatte Kampfrichter Peter Pippel ein leichtes Amtieren, denn er hob den Arm des kampflosen Bartosz Sikora (80 kg/FR), da Markneukirchen in diesem Limit keinen Gegner stellte. Gleich danach war es Justin Müller (71 kg/FR), der nicht für seinen Sieg zu schwitzen brauchte, da Leipzig in diesem Limit keinen Kämpfer zur Verfügung hatte.
Blieben die beiden Weltergewichtsbegegnungen, wobei es Serjan Simonyan (75 kg/GR) gegen KFC-Wektergewichtler Dominik Sikora kurz machte, bereits bei seinem zweiten Wurf hatte der AVG-Kämpfer die polnische Verstärkung des KFC noch in der ersten Kampfminute auf beiden Schultern.
Im letzten Duell des Kampfabends bekamen die offiziell 150 Zuschauer (die Hälfte davon aus Markneukirchen) noch einmal einen spannungsgeladenen Kampf zwischen William Stier (75 kg/FR) und KFC-Trainer Kirk Haupt zu sehen. Dier Markneukirchner Neuzugang aus Aue geriet in Rückstand, glich jedoch mit einem sehenswerten Beinangriff zum 8:8 aus. Kurz vor Kampfende setzte der Leipziger alles auf eine Karte, doch Stier passte auf und stellte Kirk Haupt in die Ringerbrücke. Nur die Schlusssirene bewahrte den Schlussringer des KFC vor der drohenden Schulterniederlage.

„Mitteldeutscher Meister, mitteldeutscher Meister, AVG…“, schallte es durch des Gegners Halle in der Sporthalle Leplaystraße Leipzig, auch die vielen Fans aus Markneukirchen waren nach dem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt und den klaren 26:7-Kantersieg ihres Teams sichtlich zufrieden mit dem Tagesausflug in die Messestadt.

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Roman Walter (61 kg/FR - blaues Trikot) machte mit Leipzigs Moritz Langner nicht viel Federlesen und schulterte den KFC-Ringer noch in der ersten Runde der Begegnung.

Foto: J. Richter

Markneukirchen – Mit einer Gala-Vorstellung glänzten die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen am vergangenen Samstag gegen den RV Lugau, die Ringer aus dem oberen Vogtland fegten den Kontrahenten mit 27:4 von der heimischen Matte der Trainings- und Wettkampfarena an der Schützenstraße.

Im Schnelldurchlauf gingen die beiden ersten Duelle von Valerij Borgoiakov (57 kg/GR) und Lukasz Dublinowski (130 kg/FR) über die Matte. Beide AVG-Ringer besiegten ihre Kontrahenten Moritz Frey und Falko Demmler noch in der ersten Runde ihrer Kämpfe durch technische Überlegenheit.
Etwas länger dauerte es beim Duell von Roman Walter (61 kg/FR) gegen den Polen Robert Dobrodziej, nach 4:31 Minuten brach Kampfrichter Thomas Hausmann (Luckenwalde) auch diese Begegnung ab, nachdem auch Walter, wie seine beiden Vorgänger mehr als 15 Wertungspunkten Vorsprung erreicht hatte. Erstmals über die volle Kampfzeit von 6 Minuten ging es beim Duell von Friedrich Fouda (98 kg/GR), der sich mit 3:1 Punkten gegen den anstürmenden Anton Vieweg durchsetzte.


Kurz vor der Pause kochten die Emotionen vor allem in der Lugauer Ecke beim Duell von Marco Stoll (66 kg/GR) gegen Frederik Esser noch einmal hoch, wobei RVL-Trainer Jens Blachut auf Grund seiner Reklamationen vom Kampfrichter den gelben Karton gezeigt bekam, nachdem Thomas Hausmann einen Angriff Essers wegen unerlaubter Beinarbeit abgepfiffen hatte, was die Gästeecke anders gesehen hatte. Stoll feierte nach 6 Minuten Kampfzeit einen 17:4-Punktsieg, der 3 Mannschaftspunkte zum 16:0-Halbzeitstand für die Gastgeber brachte.

Nach dem Pausentee dann die ersten Punkte für den RV Eichenkranz Lugau, wobei Krzysztof Sadowik (86 kg/FR) Markneukirchens Dimitri Blayvas nach einem doppelten Beinangriff quasi aus dem 2. Stock auf die Matte warf und dann im Bodenkampf weiter punktete. Ein abgefangener Beinangriff beendete den ungleichen Kampf bereits nach einer Minute und 41 Sekunden, Sadowik, der gerade erst von der U-23-Weltmeisterschaft aus Budapest zurück in die Lugauer Mannschaft kehrte, holte damit 4 Mannschaftspunkte, die auch die einzigen Pluszähler für die Gäste bleiben sollten, denn alle weiteren Duelle des Abends gingen auf das Konto der Markneukirchner Ringer.

Im Kampf zweier Eigengewächse knüpfte AVG-Ringer Justin Müller (71 kg/FR) dem Lugauer Tim Hamann 11:0 Punkte ab, wahrend sich Sejran Simonyan (80 kg/GR) mit 6:1 Zählern gegen Toni Peprny durchsetzte, der auch schon im DRB-Aufgebot um Nachwuchstrainer Maik Bullmann stand. Auch Maximilian Simon (75 kg/GR) bot einmal mehr eine souveräne Leistung beim 7:0 über den Ex-Leipziger Marco Scherf.
AVG-Schlussringer William Stier (75 kg/FR) musste diesmal für seine 4 Mannschaftspunkte zum 27:4-Endstand gar nicht erst schwitzen, denn Lugau hatte für ihn keinen Gegner mitgebracht.


Friedrich Fouda, der sich im Markneukirchner Team sichtlich wohl fühlt , erhielt die Auszeichnung als ‚Kämpfer des Tages‘,

Des Dankes voll war der Vorsitzende des AV Germania Markneukirchen, der seiner Mannschaft, sowie Teamleiter Guttmann und dem Trainerduo Backhaus/Schubert seine Anerkennung für die gezeigten Leistungen in der bisherigen Saison aussprach und zugleich die Stadtwerke Oelsnitz als neuen Sponsor des AVG begrüßte.

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Thalheim / Markneukirchen – Der AV Germania Markneukirchen ist in der Regionalliga Mitteldeutschland nicht zu schlagen, erneut ging es am vergangenen Samstag in einem weiteren Spitzenkampf gegen einen Zweitplatzierten und erneut gab es beim 20:3 in Thalheim einen Kantersieg der Musikstädter aus dem Vogtland.

Im Vorfeld gab es einige Spekulationen, wie der RV Thalheim aufstellen könnte, doch dann war allen beim Wiegen schon klar, dass es für das Markneukirchner Team nur um die Höhe des Sieges gehen wird.
Valerij Borgoiakov (57 kg/GR) machte im leichtesten Limit nicht viel Federlesen mit Fabien Martin, im Bodenkampf sammelte der für Markneukirchen kämpfende, russische Ausnahmeringer bereits nach 40 Sekunden 16:0 Punkte zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit.
Weitaus schwerer hatte es Lukasz Dublinowski (130 kg/FR), der im schwersten Limit gegen seinen Bruder Radoslaw mit 2:1 Punkten gewann. Erneut war es ein Duell der beiden Deutsch-Polen auf ‚Biegen und Brechen‘, mit dem besseren Ende für den in Markneukirchen kämpfenden Lukasz Dublinowski.


Dann war es Roman Walter (61 kg/FR), der mit einem schnellen 16:0 nach nur 47 Sekunden den noch jugendlichen Julian Rößler zurück in Thalheims Trainerecke schickte. Die ersten Punkte für den RV Thalheim sackte der tschechische Auswahlringer Ondrej Dadak ein, „… wobei mein Lob unserem Friedrich Fouda gilt, der nach den drei Zählern in der ersten Runde des Duells nichts mehr zu ließ und nach 6 Minuten Kampfzeit nur zwei Mannschaftszähler abgab“, freute sich Trainer Andre Backhaus trotz der knappen Niederlage über die starke Leistung des AVG-Neuzugangs.


Kurz vor der Pause sorgte Marco Stoll mit seinem 4:0-Punktsieg über Niclas Eichhorn für weitere zwei Punkte auf dem Konto des AVG zum klaren 11:2-Halbzeitstand.

Nach dem Pausentee war es Julian Gebhard (86 kg/FR), der beherzt gegen Benjamin Opitz kämpfte und nur mit 4:5 Wertungspunkten unterlag. Damit wanderte gerade einmal ein Punkt auf das Konto des RV Thalheim. Doch das war es dann für die Erzgebirger, die vor eigenen Fans noch vier Niederlagen hinnehmen mussten. Justin Müller (71 kg/FR) hat den RVT-Routinier Mario Koch mit den Jahren immer besser im Griff, am Samstag setzte sich das Markneukirchner Eigengewächs mit 4:0 gegen den aus Jena stammenden Koch durch, der auch schon für den AVG die Ringerstiefel schnürte.


Sejran Simonyan (80 kg/GR) legte einen 7:0-Punktsieg gegen Kevin Mehlhorn nach, der weitere zwei Punkte für Markneukirchen brachte, so dass die AVG-Ringer bereits vor den beiden letzten Weltergewichtsbegegnungen den Gesamtsieg in der Tasche hatten. Doch Maximilian Simon (75 kg/GR) ließ beim 8:2 gegen den aus Aue nach Thalheim gewechselten Niklas Ohff nichts anbrennen und auch William Stier (75 kg/FR) wieß seinen Kontrahenten Florian Pohl mit 8:0 in die Schranken und setzte mit drei Mannschaftszählern zum 20:3 einen würdigen Schlusspunkt hinter das Duell im Sportlerheim zu Thalheim.

In der Tabelle hat der AVG Markneukirchen nun 6 Punkte Vorsprung auf den RV Thalheim, der Tabellenzweiter bleibt.

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Berlin – Am letzten Hinrundenkampftag der Regionalliga Mitteldeutschland sackte Tabellenführer AV Germania Markneukirchen noch einmal einen klaren 26:7-Auswärtserfolg beim SV Luftfahrt Berlin ein.
Der AVG trat ohne ausländische Verstärkung- mit durchweg deutscher Besetzung an, hatte allerdings das leichteste Limit bis 57 Kilo/FR nicht besetzt und gab damit vier Mannschaftspunkte schon an der Waage ab.
Doch die vier Zählter glich Schwergewichtler Franz Richter (130 kg/GR) postwendend aus, Richter, der sich schon auf dem Sprung zu den U-23-Weltmeisterschaften befindet, die am 28. Oktober in Budapest (HUN) beginnt, punktete Marvin Krüger in 2:26 Minuten im Bodenkampf mit 17:0 aus.


Kämpferisch konnte Rene Roth (61 kg/GR) in seinem- wohl letzten, offiziellen Kampf für den AVG mit dem Ungarn Ferenc Kecskemeti durchaus gut mithalten, doch die Punkte machte der Ringer vom SV Luftfahrt, der den Kampf mit 12:1 für sich entschied, wobei Roth zumindest nur ein 0:3 zu ließ und einen vorzeitigen Sieg des Magyaren verhinderte.
Doch das war es dann für die Hauptstädter, Lukasz Dublinowski (98 kg/FR) – vor 5 Jahren noch für den SV Luftfahrt aktiv, bezwang Mehmed Sari vorzeitig mit 15:0, während Roman Walter (66 kg/FR) erst gar nicht schwitzen musste, da Berlin in diesem Limit keinen Gegner zur Verfügung hatte.


Alle 5 Begegnungen der zweiten Hälfte des Kampfabends gingen an den Tabellenführer aus dem oberen Vogtland, der nach dem Pausentee ordentlich durchstartete. Der ins Mittelgewicht aufgerückte Sejran Simonyan (86 kg/GR) schulterte den keineswegs schlechten Simon Papsdorf nach nicht einmal zwei Minuten und auch Marco Stoll punktete Niklas Kaltenborn in 84 Sekunden Kampfzeit mit 15:0 aus. Genau 2 Minuten benötigte William Stier (80 kg/FR) gegen Christian Schneider zur 15-Punkte-Differenz, die zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit führt.
Beim 24:7 war die Frage nach dem Gesamtsieg längst geklärt, dennoch kämpften die beiden Weltergewichtler der Gastgeber noch einmal um jeden einzelnen Punkt. Schwer erkämpfte Punktsiege damit für Markneukirchens Recken, Justin Müller (75 kg/FR) zwang Doa Küksar mit 6:5 Punkten in die Schranken, Maximilian Simon, der ebenfalls um eine Kategorie nach oben kletterte (75 kg/GR), gewann mit 2:1 Wertungspunkten gegen Tim Knobloch. Damit stellten die beiden AVG-Ringer den 26:7-Gesamtsieg her, Markneukirchen bleibt damit weiter ungeschlagen, der AVG packt die Herbstmeisterschaft in trockene Tücher.

Gleich am kommenden Wochenende geht es mit der Rückrunde weiter, dabei wechselt die Stilart in jeder der 10 Gewichtsklassen. Zum Rückrundenstart reist der AVG am kommenden Samstag zum 1. Luckenwalder SC.

Jörg Richter

Markneukirchen – Das Vogtland-Derby in der Regionalliga Mitteldeutschland zwischen dem AV Germania Markneukirchen und der WKG Pausa/Plauen endete mit 17:10 für die Gastgeber aus dem oberen Vogtland.
Doch einmal mehr war es ein Arbeitssieg für den Tabellenführer aus Markneukirchen, zudem beide Mannschaften nicht in Bestbesetzung antreten konnten. „An diesem Wochenende sind zeitgleich mehrere Trainingslager und Wettkämpfe, an denen die Leistungskader teilnehmen müssen und die haben heute wohl beiden Teams gefehlt“, so WKG-Trainer Werner Schellenberg, der auf Nils Buschner verzichten musste, der beim Bärencup im dänischen Nyköbing kämpfte, während Weltergewichtler Mateusz Kampik mit der polnischen Auswahl für die anstehenden Weltmeisterschaften der U-23 trainierte.


Auf Markneukirchner Seite fehlten Marco Stoll und Franz Richter, die beide ebenfalls in Nyköbing auf die Ringermatte traten. Doch Markneukirchen hatte gerade in den schweren Gewichtsklassen Alternativen, so reiste der unverwüstliche Marian Mihalik aus der Slowakei an und schulterte Anatolij Judin nach einem Wurf bereits nach einer Minute und 15 Sekunden. Vor Mihalik, der sich mit dem Schultersieg noch nachträglich ein schönes Geburtstagsgeschenk zu seinem 35. Geburtstag machte, wurde Valerij Borgoiakov (57 kg/FR) kampflos zum Sieger erklärt, da die WKG Pausa/Plauen im leichtesten Limit keinen Gegner stellte. Doch dann auch die ersten Zähler für die Gäste, der erst 15-jährige Maximilian Schmalfuß (61 kg/GR) zeigte gegen Markneukirchens Routinier Rene Roth sein Kämpferherz und setzte sich in seinem Regionalliga-Debüt gegen das Markneukirchner Eigengewächs mit 6:3 Punkten durch.


„Lukasz hat heute den wohl stärksten Kampf in der Saison gezeigt“, stellte der AVG-Vorsitzende Jens Berndt dem AVG-Halbschwergewichtler ein starkes Zeugnis aus, „… so stark habe ich ihn lange nicht mehr gesehen“, legte Markneukirchens Ringerchef gleich noch nach. Und das sahen auch die Mannschaftsleitung und Trainer so, die Lukasz Dublinowski das Ehrengeschenk für das ‚Match of the Day‘ durch Sponsor Marc-Gregor Storch, der selbst einst die Ringerstiefel für Markneukirchen schnürte, überreichen ließen. Lukasz Dublinowski hatte ich in einem taktisch klug geführten Kampf, mit schönen Beinangriffen gegen Dawid Peplowski mit 6:1 Punkten durchgesetzt. Im letzten Duell vor der Pause unterlag Roman Walter (65 kg/FR) nach Punkten, wobei WKG-Leichtgewichtler Eryk May den Punktestand in den Schlussekunden noch auf 10:7 schraubte. Halbzeitstand 10:4 für Markneukirchen.

Nach dem Pausentee schloss die WKG Pausa/Plauen zum 8:10 auf, Ludwig Höfer (86 kg/GR) wurde kampflos zum Sieger erklärt, da Markneukirchen bedingt durch die Verletzung von Bence Fulai keinen Kämpfer stellte und damit die 4 Mannschaftspunkte bereits an der Waage abgab.
Doch der AVG glich den Mannschaftsstand postwendend wieder aus, Maximilian Simon (71 kg/GR) punktete Tobias Knittel im Bodenkampf mit 19:4 aus, wobei der WKG-Ringer den für Markneukirchen kämpfenden Weißwasseraner mittels Kopfhüftwurf kurzzeitig in die Ringerbrücke stellte. Doch dann machte Maximilian Simon den Sack noch in Runde eins zum vorzeitigen Überlegenheitserfolg zu. Einen spannenden Kampf lieferten sich Julian Gehard (80 kg/FR) und Maximilian Kahnt, der neu ins Team der Ringer aus dem unteren Vogtland kam, in Greiz das Ringer-A-B-C erlernte und nun über den RV Thalheim zur WKG Pausa/Plauen zurück ins Vogtland wechselte. Doch wie schon Lukasz Dublinowski, so kämpfte auch Julian Gebhard mit viel Übersicht und gewann am Ende verdient mit 7:0 Wertungspunkten.


Einen furiosen Start legte auch William Stier (75 kg/FR) gegen WKG-Neuzugang Mokhmad Dadaev hin. Doch der WKG-Weltergewichtler wurde im Kampfverlauf immer stärker und drehte das Duell zu seinen Gunsten, wehrte am Ende alle Angriffe des AVG-Ringers, der aus Aue nach Markneukirchen wechselte ab und setzte sich am Ende mit 10:7 durch. Auch wenn, bedingt durch die knappe Niederlage von William Stier der Markneukirchner Gesamtsieg bereits fest stand, lieferten sich Serjran Simonyan (75 kg/GR) und WKG-Trainer Werner Schellenberg, der genau wie sein Trainerkollege selbst die Ringerstiefel schnürt, ein spannendes- und sehr ausgeglichenes Duell, das der AVG-Ringer am Ende durch einen Verwarnungspunkt mit 4:3 gewann. Serjan Simonyan erhöhte mit seinen knappen Punktsieg zum 17:10-Endstand für den gastgebenden AVG Markneukirchen.

„Wir hatten vor dem Kampf gewarnt- und das nicht zu Unrecht, denn es war dann auch der knappe, spannende Kampf gegen den Lokalrivalen“, zollte Markneukirchens Trainer Andy Schubert dem neu formierten Gästeteam Respekt.
„Beide Mannschaften hatten einige Ausfälle zu kompensieren und die bessere B-Mannschaft hat am Ende gewonnen“, gratulierte Gästetrainer Werner Schellenberg den AVG-Verantwortlichen und war trotz der Niederlage stolz auf die Leistung seines Teams.

Jörg Richter

Frankfurt(O.) - „Wenn die Mannschaft der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt voll steht, dann können die uns schon sehr weh tun“, so AVG-Trainer Andy Schubert im Vorfeld des Spitzenkampfes gegen die Oderstädter. Doch Schubert und sein Trainerkollege Andre Backhaus hatten die Mannschaft gut auf den Gegner eingestellt und so legte der AV Germania Markneukirchen mit konzentrierter Leistung schon in den ersten 5 Begegnungen die Grundlage für den klaren Gesamterfolg.


Valerij Borgoiakov (55 kg) machte im ungewohnten Freistil gegen Paul Bohn schnell den Sack zum 16:0-Überlegenheitserfolg zu und auch Franz Richter stellte im schwersten Limit bis 130 kg/GR noch in Runde eins den vorzeitigen 15:0-Überlegenheitssieg her. Über die volle Kampfzeit von 6 Minuten ging es für Rene Roth (61 kg), der im griechisch-römischen Stil Erik Berger mit 7:2 Punkten bezwang. „Rene hat einen starken Kampf gemacht und jeden Fehler des Eisenhüttenstädters gnadenlos ausgenutzt“, freute sich Trainer Andre Backhaus über die Leistung des Markneukirchner Eigengewächses, der damit schon seinen zweiten Sieg in dieser Saison verbuchen konnte. Lukasz Dublinowski bekam die Punkte schon an der Waage zugesprochen, da die Oderstädter im Halbschwergewicht keinen Sportler aufboten. Im letzten Duell vor der Pause riss Roman Walter (66 kg/FR) seinen Gegner Steve Brylla in die Unterlage und rollte den Hallenser, der schon das zweite Jahr für die Oderstädter die Ringerstiefel schnürt, im Bodenkampf nach 1:27 Minuten sprichwörtlich zum 16:0-Abbruchsieg durch technischer Überlegenheit aus. Angesichts des klaren 18:0-Halbzeitstandes waren die Weichen für den AV Gerkmania Markneukirchen bereits auf Sieg gestellt.

Die ersten vier Mannschaftspunkte strich die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt zum Beginn der zweiten Hälfte des Kampfabends kampflos ein, da Markneukirchen das Limit bis 86 kg-, bedingt durch die Verletzung von Neuzugang Bence Fulai (HUN) nicht besetzen kann. Dann sorgte Maximilian Simon gleich für ein weiteres, sensationelles Ergebnis, denn beim Duell gegen EM- und WM-Teilnehmer Erik Weiß, ging der Frankfurter als klarer Favorit ins Rennen. Doch Maximilian Simon hielt dagegen, selbst als er nach einer Passivitätsverwarnung in die Bodenlage musste, hielt der Weißwasseraner, der nun schon seine zweite Saison für den AVG bestreitet, dagegen und verhinderte eine Punktwertung des KG-Routiniers. Nur Sekunden später konterte Simon eine Aktion von Erik Weiß, mit dem er am Bundes-Leistungszentrum fast täglich trainiert und hielt ihn für einen Sekundenbruchteil auf beiden Schultern fest. Das reichte Kampfrichter Andy Friedemann (Aue), um symbolisch abzuklopfen und Maximilian Simon zum Schultersieger zu erklären. „Ich muss gestehen, Erik lag noch nicht richtig, der Pfiff des Kampfrichters kam verfrüht“, so Maximilian Simon entschuldigend. „Zu zeitig, oder nicht, Maximilian Simon hat einmal mehr einen starken Kontrahenten besiegt, nach dem Tschechen Matous Morbitzer, der für Luckenwalde antrat, mit Erik Weiß nun einen zweiten WM-Teilnehmer aus dem Männerbereich bezwungen“, jubelte Mannschaftsleiter Jörg Guttmann.

Dann war es der Ex-Markneukirchner Andrzej Grzelak (80 kg/FR) der gegen Julian Gebhard für weitere zwei Punkte auf dem Mannschaftskonto der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt sorgte. Gebhard unterlag gegen die polnische Verstärkung, der in Markneukirchen noch in der 2. Bundesliga punktete, mit 0:7 Zählern.
Obwohl die Begegnung längst entschieden war, drehten die letzten beiden Kämpfer der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt vor großer, stimmungsvoller Kulisse noch einmal mächtig auf. William Stier (75 kg/Freistil) startete einen Angriff nach dem Anderen, doch nach einem Konter führte plötzlich sein Kontrahent Brian Tewes, der sich in ungewohnter Stilart sichtlich wohl fühlt. Zwar gelang es William Stier noch zum 4:4 auszugleichen, dennoch gewann Tewes den Siegpunkt, bedingt durch die höheren Punktwertungen.
Auch Sejran Simonyan (75 kg/GR) führte gegen die Iranische Verstärkung der Oderstädter Mohammad Damankhoskh bis kurz vor Kampfende. Doch der KG-Ringer ließ nicht locker, erkämpfte in den letzten Sekunden noch das 6:5 und riss damit den Sieg aus dem Feuer. Auch da gab es auf Grund des knappen Resultates nur einen Mannschaftspunkt für die Gastgeber zum 8:22-Endstand.

„Das Ergebnis war überraschend hoch, einige Kämpfe wie der von Rene Roth, aber auch der Schultersieg von Maximilian Simon verliefen unerwartet, aber die Punkte nehmen wir gerne mit“, so Markneukirchens Mannschaftsleiter Jörg Guttmann zufrieden.

Jörg Richter

Bild:
Die nächste Sensation ist perfekt, Markneukirchens Maximilian Simon hält EM- und WM-Teilnehmer Erik Weiß nach einem Konter auf beiden Schultern fest.

Markneukirchen – Das die Regionalligasaison 2019/2020 trotz guter Verstärkungen kein Spaziergang für den Titelverteidiger AV Germania Markneukirchen wird, wurde am vergangenen Samstag deutlich, als der bislang ungeschlagene Tabellenführer vor heimischer Kulisse gegen den RSK Gelenau nur knapp mit 16:14 gewann.


Der Favorit wankte, aber erfiel nicht – Serjan Simonyan (75 kg/GR) rettete im letzten Kampf des Abends trotz einer knappen Niederlage gegen DRB-Auswahlringer Erik Löser den AVG-Sieg. Beim Punktstand von 6:6 entschied die Anzahl der höheren Wertungen zu Gunsten des Gelenauers, der bei den Weltmeisterschaften der Junioren in Tallinn (EST) vor wenigen Wochen den 7. Platz belegte. Damit wanderte nur ein Punkt auf das Konto der Erzgebirger zum 16:14-Endstand für den AVG.
Kurz vorher war es der Mannschaftskapitän des AVG Justin Müller, der mit einem 8:0-Punktsieg Markneukirchen in Führung brachte und die Aufholjagd des RSK Gelenau beendete.

Zum Beginn der Begegnung wurde Valerij Borgoiakov (57 kg/FR) vom Kampfrichter Peter Pippel (Potsdam) kampflos zum Sieger erklärt, da Gelenau im leichtesten Limit erst keinen Gegner für den starken russischen Ringer mitgebracht hatte. Franz Richter (130 kg/GR) schob den defensiv eingestellten Martin Hettler von Einer Seite der Matte auf die Andere, am Ende holte der 21-jährige AVG-Schwergewichtler mit dem 11:0 Punktsieg drei wichtige Mannschaftszähler auf das Konto des AVG.

Rene Roth (61 kg/GR) musste gegen den erfahrenen Gelenauer Daniel Franke eine 0:16-Niederlage hinnehmen und auch Lukasz Dublinowski (98 kg/FR) hatte trotz starker Gegenwehr mit 1:2 Punkten das Nachsehen gegen Kamil Woiciechowski.
Erst Roman Walter (66 kg/FR) punktete erneut für die ‚Germanen‘ aus dem oberen Vogtland, der Hofer zwang Hassan Ismail, der vor zwei Jahren von Jena nach Gelenau gekommen war, mit 5:2 Zählern in die Knie. Mit 9:5 für die Gastgeber ging es in die Pause.

Zum Beginn der zweiten Halbzeit erklärte Kampfrichter Peter Pippel den RSK-Mittelgewichtler Lukas Kästel kampflos zum Sieger, da bei Markneukirchen Bence Fulai noch immer verletzungsbedingt fehlt und laut Mannschaftsleiter Jörg Guttmann nach überstandener Knieverletzung wohl erst zur Rückrunde wieder fit sein wird.


Doch Maximilian Simon (71 kg/GR) glich die kampflosen vier Mannschaftspunkte, die damit an Gelenau gingen postwendend aus. Gegen Felix Franke, der bei denGästen Neuzgang Marius Megier vertrat, benötigte Simon zwei Mituten zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit (16:0). Neuzugang William Stier hatte sich seinen Einstand vor heimischer Kulisse anders vorgestellt, doch gegen den starken Polen Cezary Sadowski war an diesem Abend kein Kraut gewachsen, Stier unterlag mit 2:18 Punkten vorzeitig. 13:13 stand es damit vor den beiden Weltergewichtskämpfen und Justin Müller sorgte mit seinem 8:0 über Tillmann Germar schon für eine gewisse Vorentscheidung, während Markneukirchens Schlussringer Serjan Simonyan den AVG-Sieg trotz knapper Niederlage das 16:14 für Markneukirchen fest hielt. Markneukirchen damit weiter seit dem 9. Dezember 2017 ungeschlagen, als der AVG beim Finalkampf in Greiz mit 13:16 unterlag.

„Das war ein ganz knappes Ding, Kompliment an beide Teams, die für einen spannenden Kampfabend gesorgt haben“, atmete AVG-Trainer Andy Schubert auf und freute sich am Ende über den Sieg seines Teams.

Jörg Richter

Bilder: Patricia Berndt

Rene Roth feiert eindrucksvolles ‚Come Back‘

Lugau – Die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen haben nach zwei Heimsiegen nun auch den ersten Auswärtserfolg in der noch jungen Saison gelandet. Beim RV Eichenkranz Lugau gewannen die Musikstädter deutlich mit 29:6.

Beim Kampf im Erzgebirge feierte AVG-Eigengewächs Rene Roth (61 kg/GR) ein eindrucksvolles ‚Come Back‘, nach einer Minute und 18 Sekunden hatte der 39-jährige Routinier seinen jungen Gegner Moritz Frey auf beide Schultern gedrückt.
„Ich bin verletzungsfrei, habe Spaß am Ringen“, so der Antrieb des Ringers, der in Markneukirchen das Ringer-A-B-C erlernte, nach vielen Verletzungen und einem Jahr Auszeit in der Regionalliga noch einmal anzugreifen. „Zudem musste ich zuletzt viele Niederlagen hinnehmen, so will ich nicht aufhören“, so Roth bei der Mannschaftsvorstellung im Mai. Eigentlich ist Rene Roth ‚gelernter Freistilspezialist‘, doch in Lugau zeigte der AVG-Kämpfer, dass er auch im ungewohnten griechisch-römischen Stil gut zurecht kommt. 


Als Rene Roth im dritten Duell des Abends seinen schnellen Schultersieg einfuhr, war der AV Germania schon so gut wie auf der Siegerstraße, denn Valerij Borgoiakov (57 kg/FR) hatte den Polen Robert Dobrodziej kurz nach Beginn der zweiten Kampfrunde im ungewohnten Freistil mit 20:2 ausgepunktet und Franz Richter (130 kg/GR) machte nicht viel Federlesen mit Patrick Thiel, den er nach einer Minute und 42 Sekunden mit 16:0 ‚ausgerollt‘ hat.

Nach dem Schultersieg von Rene Roth gab es erstmals auch Jubel bei den Lugauer Fans, denn Lukasz Dublinowski (98 kg/FR) fand gegen Lugaus polnischen Neuzugang Krysztof Sadowik nicht in den Kampf und unterlag nach sechsminütiger Kampfzeit mit 0:5 Punkten. Für den AVG war es die erste Niederlage in einem ausgetragenen Kampf in dieser Saison überhaupt, was die diesjährige Stärke der Musikstädter unterstreicht, denn gegen die Spitzenteams hat man ja schon in den ersten, beiden Kämpfen gesiegt.


Ein Highlight gab es noch vor der Halbzeitpause, Roman Walter stand im Limit bis 66 Kilo Lugau‘s Tim Hamann gegenüber, der an der Sportschule in Leipzig lernt und gemeinsam mit Walter am Leistungszentrum trainiert. Beide kennen sich genau und so wurde es eine Entscheidung auf Messers Spitze, wobei der AVG-Ringer am Ende die Nase beim knappen 6:5-Sieg vorn hatte. Nach 5 von 10 Begegnungen führte Markneukirchen bereits deutlich mit 13:2.

Nach der Pause hob Kampfrichter Benjamin Stark (Pausa) die Hand von Anton Vieweg zum Zeichen des Siegen, der Lugauer strich damit 4 Punkte kampflos ein, da Markneukirchen im Limit bis 86 Kilo keinen Kämpfer aufbot.
Doch dann gab es nur noch Markneukirchner Siege; Maximilian Simon (71 kg/GR) ließ Frederik Esser keine Chance, bereits nach 1:46 Minuten hatte Maximilian Simon, der wie Franz Richter im Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainiert, seinen Gegner auf beiden Schultern. Auch Julian Gebhard (80 kg/FR) setzte seine Siegesserie fort und erzwang gegen Toni Peprny mit der letzten Sekunde des Kampfes den 18:2-Sieg und damit ebenfalls 4 Mannschaftspunkte für den AVG.

Neuzugang William Stier (75 kg/FR) wollte da nicht nachstehen und zeigen, dass ihn Mannschaftsleiter Jörg Guttmann nicht zu Unrecht verpflichtet hat. In nur 58 Sekunden brannte der AVG-Neuzugang aus Aue ein technisches Feuerwerk ab und besiegte Martin Richter mit technischer Überlegenheit (18:0) vorzeitig. Im letzten Duell des Abends verletzte sich Lugau‘s Schlussringer Marco Scherf bei einem Wurf von Serjan Simonyan (75 kg/GR) und gab den Kampf nach nur 33 Sekunden auf.

„Es war ein doch recht einseitiger Kampf, bei dem wir den Sieg frühzeitig in der Tasche hatten“, hakt AVG-Trainer Andy Schubert die Begegnung ab und blickt bereits auf den nächsten Gegner, wobei es gegen den RSK Gelenau – dann wieder vor heimischer Kulisse, deutlich schwerer werden dürfte.

Jörg Richter

Markneukirchen – Die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen verzeichnen einen furiosen Saisonstart, nach dem deutlichen 24:4-Sieg gegen den Vorjahres-Dritten 1. Luckenwalder SC, gelang den Ringern aus dem oberen Vogtland am vergangenen Samstag ein ebenso klarer 23:4-Erfolg gegen den RV Thalheim.

An der Waage hatte AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann noch leise Zweifel, denn Thalheims Trainer Steffen Richter hatte bis auf Neuzugang Tamas Török alle seine Stars mit nach Markneukirchen gebracht. Das Trainergespann des AVG mit Andy Schubert und Heiko Holzapfel, der Andre Backhaus vertrat, hatte sich für den Spitzenkampf einen Wechsel in der Mannschaft ausgedacht. „Wir wussten wie Thalheim in den unteres Gewichtsklassen steht und stellten Valerij Borgoiakov im Papiergewicht bis 57 Kilo im ungewohnten Freistil auf, Neuzugang Marco Stoll rückte im Limit bis 61 Kilo in die Mannschaft“. Der Plan ging auf, der erst 16-jährige Marco Stoll gewann im Schnelldurchlauf, kam mit schönen Techniken 15:0 und auch Borgoiakov siegte vorzeitig. Im schwersten Limit bis 130 Kilo kehrte Franz Richter nach hartem Trainingscamp in Finnland zurück in die Mannschaft und hatte mit dem tschechischen Auswahlringer Ondrej Dadak gleich einen ganz schweren Brocken vor der Brust. Eine Rolle im Bodenkampf entschied die Begegnung zu Gunsten des AVG-Schwergewichtlers, der mit seiner Freundin Jule Hake zum Kampf gekommen war, die erst kürzlich Weltmeisterin im Kanu-Rennsport in der U-23 über 1000 Meter wurde und die von Mannschaftsleiter Jörg Guttmann zum Beginn des Kampfes herzlich begrüßt wurde. 


Nachdem auch Lucasz Dublinowski (98 kg/FR) den Bruderkampf gegen Thalheims Radoslaw Dublinowski mit 3:1 gewonnen hatte, und wie Richter einen Mannschaftspunkt auf das Konto des AVG holte, siegte Roman Walter (66 kg/FR) mit 5:1 Punkten über Florian Pohl. In diesem Duell standen sich zwei Athleten gegenüber, die beim ASV Hof das Ringer-A-B-C erlernt hatten.

Mit 12:0 für die Gastgeber ging es in die Pause, doch Thalheims Steffen Richter hatte noch einige Asse im Ärmel.

Der RV Thalheim bis dato nicht unbedingt mit Fortune im Bunde -, doch dann kam auch noch Pech dazu, denn mit dem bärenstarken Benjamin Opitz (80 kg/FR) und Tobias Löffler (75 kg/GR) verletzen sich die beiden, tragenden Säulen des RV Thalheim im Kampfverlauf, in Führung liegend. Julian Gebhard, der sich bis dahin tapfer gewehrt hatte, aber auch Serjan Simonyan mussten vom insgesamt gut amtierenden Unparteiischen Thomas Hausmann (1. Luckenwalder SC) zu Aufgabesiegern erklärt werden, da die beiden Erzgebirger nicht weiter kämpfen konnten.

Maximilian Simon (66 kg/GR) hatte den bundesligaerfahrenen Niklas Ohff zum Gegner, der kurz vor Wechselschluss aus Aue zum RVT gerückt war. Abgezockt und clever holte sich der Deutsche Juniorenmeister die Führung, die er stetig ausbaute und den Kampf am Ende unter dem Jubel der 221 Fans mit 7:1 für sich entschied. Im vorletzten Kampf des Abends, war es ein Wurf von Justin Müller (75 kg/FR), der das Duell zu Gunsten des Markneukirchner Eigengewächses entschied. Der Endspurt seines Kontrahenten Lucas Kahnt brachte nur noch den Verwarnungspunkt, sowie einen Zähler, als Müller aus der Kampffläche geschoben wurde. Der AVG-Mannschaftskapitän blieb nach dem knappen 4:4-Punktsieg, auf Grund der höheren Wertung über Lucas Kahnt erschöpft am Boden liegen und reckte die Arme zum Zeichen des Sieges zur Hallendecke, ehe er mit den Fans feiern konnte, denn zu diesem Zeitpunkt stand der Gesamtsieg bereits fest.


So blieb es bei den 4 Mannschaftspunkten für Thalheim durch Chris Schneider (86 kg/GR), der seine Punkte allerdings kampflos erhielt, da Markneukirchen in diesem Limit keinen Kämpfer zur Verfügung hatte. „Neuzugang Bence Fulai laboriert noch an seiner Knieverletzung, Marian Mihalik und Friedrich Fouda wurden für die schwersten Gewichtsklassen verpflichtet, die schaffen das Gewichtslimit nicht“, so Jörg Guttmann, der neben dem Limit bis 57 Kilo/Freistil eine weitere Lücke im Team hat, die er schließen muss. 


Zufrieden zeigte sich AVG-Trainer Andy Schubert; „… wir haben in den ersten, beiden Begegnungen die Verfolger des letzten Jahres klar bezwungen, damit ist uns ein guter Start in die neue Saison gelungen“. Genesungswünsche gingen an Benjamin Opitz und Tobias Löffler, während die Fans das AVG-Team feierten, welches in den ersten beiden Mannschaftskämpfen keinen, einzigen Einzelkampf verloren hat und nur die beiden unbesetzten Gewichtsklassen kampflos abgeben musste.

Jörg Richter

Markneukirchen – Mit einem 24:4-Kantersieg läuteten die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen die neue Meisterschaftsrunde ein, die jungen Ringer des 1. Luckenwalder SC konnten dem Staffelsieger des Vorjahres vor 250 begeisterten Fans nicht das Wasser reichen.

Die einzigen Pluspunkte für die Gäste aus Teltow-Fläming gab es gleich zum Beginn des Kampfes, als Kevin Siegert (57 kg/FR) bekam die 4 Mannschaftspunkte kampflos zugesprochen bekam, da Markneukirchen keinen Gegner stellte.

Doch dann warf der AVG den Motor an; Neuzugang Friedrich Fouda vertrat Franz Richter, der noch mit der Auswahl des Deutschen Ringer- Bundes im finnischen Kourtane weilt, im schwersten Limit. Gegen den 20 kg schwereren Philipp Atorf sorgte der Plauener gleich in der ersten Minute für klare Verhältnisse. Kurz vor Kampfende legte Fouda noch einmal zum 9:0-Endstand nach.

Den Kampf des Tages machte Maximilian Simon (71 kg/GR), der gegen den tschechischen Auswahlringer Matous Morbitzer antreten musste. Doch der AVG-Ringer zeigte keinerlei Respekt, zum Beginn der 2. Kampfrunde konterte der Weißwasseraner, der am Stützpunkt Frankfurt(O.) trainiert, einen Wurf des Tschechen und drehte den Kampf mit 5:2 zu seinen Gunsten. Eine weitere Passivitätsverwarnung besiegelte die Niederlage des Tschechen, der seit 2010 bei 12 Welt- und Europameisterschaften internationale Kampferfahrung sammeln konnte. Riesen Jubel dagegen bei Maximilian Simon, der am Beginn einer hoffentlich langen und erfolgreichen Laufbahn steht und erst zweimal bei Europameisterschaften im Nachwuchsbereich kämpfte.

Insgesamt 81 Jahre standen beim Kampf zwischen dem 33-jährigen AVG-Papiergewichtler Valerij Borgoiakov und Thomas Berger auf der Matte, der LSC-Ringer gehört mit knapp 48 Jahren zu den erfahrensten Athleten der gesamten Regionalliga-Staffel. Borgoiakov spielte seine Kampfkraft aus, der LSC-Routinier konnte dieses Tempo nicht mithalten und unterlag nach viereinhalb Minuten mit 2:17, als das Duell vom insgesamt sehr souverän amtierenden Kampfrichter Ron Hartenstein wegen technischer Überlegenheit des russischen AVG-Gastringers abgebrochen wurde.

„Das klare Ergebnis täuscht etwas über den Kampfverlauf hinweg, denn Justin Müller (75 kg/FR) und Julian Gebhard (80 kg/FR) hatten harte Kämpfe zu überstehen, bevor der Sieg feststand und auch Lukasz Dublinowski hatte zunächst große Probleme mit dem jungen LSC-Neuzugang Oliver Kock, erst in der Schlussphase verschaffte er sich einen klaren 6:1-Punktsieg“, so AVG-Trainer Andy Schubert erleichtert über den Sieg, der dem Team Selbstvertrauen und Sicherheit geben sollte.

Roman Walter (67 kg/FR) und Serjan Simonyan (75 kg/GR) erkämpften klare Siege, Anton Noack (86 kg/GR) musste nur zur Siegerverkündung auf die Matte, da Luckenwalde in diesem Limit keinen Gegner mitgebracht hatte.
„8 Kämpfe, 8 Siege, dass ließt sich gut“, war auch Andre Backhaus zufrieden mit der Mannschaft, blickt aber schon auf die kommende Woche, wo der AVG im zweiten Heimkampf den Mitfavoriten RV Thalheim empfängt.

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Den Durchblick behalten haben die Mannschaft des AV Germania Markneukirchen und deren Fans beim Auftaktkampf der Regionalliga Mitteldeutschland, zu jeder Eintrittskarte gab es einen Fanartikel dazu und auch die Mannschaft wurde mit Sonnenbrillen (Sponsor Schrott - Stark) ausgestattet, die das Logo des AVG auf dem Bügel trugen.

Foto: Jörg Richter

Markneukirchen – Die neue Meisterschaftsrunde steht vor der Tür, der scharfe Start in die Regionalligasaison erfolgt für die vogtländischen Vereine am 31. August, also in nicht einmal mehr zwei Wochen.
Im die Athleten schon einmal richtig auf die Kämpfe einzustimmen, wurden in den vergangenen Wochen gleich mehrere Trainingslehrgänge angesetzt.

Die Ringer aus dem oberen Vogtland reisten dazu zum SC Anger, wo sich zahlreiche Athleten aus der dortigen Region trafen, um Kraft und Kondition für die lange Saison zu tanken, die bis Mitte Dezember Aktive, aber auch Funktionäre und Fans in Atem halten wird.

„Es waren sehr anstrengende-, aber auch schöne Tage in herrlichem Ambiente an der Grenze zu Österreich, ich denke dieses Trainingscamp hat unseren Jungs sehr viel gebracht, „so Mannschaftsleister Jörg Guttmann über das Training, bei dem vor allem Ausdauer im Vordergrund stand. Trainer Andy Schubert hatte den Großteil der Mannschaft im Schlepptau, während er Marco Stoll frei gab, der zuletzt noch international bei den Wettkämpfen des European Youth Olympic Festival‘s (EYOF) in Baku (AZE) zum Einsatz kam. Auch Franz Richter fehlte, der Schwergewichtler trainierte zeitgleich mit der DRB-Auswahl in einem internationalen Trainingscamp in Hennef und reist mit den WM-Teilnehmern Ende der Woche weiter zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung, die in Finnland stattfinden wird.

„Alle Teilnehmer des Trainingscamp‘s wollen zukünftig enger zusammen rücken, das Vorbereitungs-Wochenende soll jedes Jahr bei einem anderen-, der teilnehmenden Vereine sein“, hat Jörg Guttmann bereits signalisiert, das der AVG bereit steht, da im kommenden Jahr auch der Ausbau der Ringerhalle abgeschlossen sein wird.

Jörg Richter

Bildmaterial von Tim J. Janßen Photography und Jörg Guttmann

Markneukirchen – Die Saison 2018/2019 ist beendet, der Blick der Verantwortlichen beim AV Germania Markneukirchen liegt bereits auf den Planungen für die neue Saison. Für die DRB-Auswahlkader ist der Übergang allerdings fließend – und noch nie stellte der Verein aus dem oberen Vogtland so viele DRB-Auswahlkader, die die deutschen Farben international vertreten, wie derzeit.

Mit dem Griechisch-Römisch-Ringer Franz Richter feierte der AVG im Vorjahr mit Europameisterschafts-Silber und Weltmeisterschafts-Bronze bei den Junioren gleich zwei internationale Medaillen. 2019 stieg der 21-jährige in die Altersklasse U-23 auf, wo die Trauben deutlich höher hängen. Bei den Europameisterschaften stellte Richter im Frühjahr in Novi Sad (SRB) schon einmal den Fuß in die Türe, die Weltmeisterschaften 2019, die der Schwergewichtler trotz Verletzung und immensen Trainingsausfall im Fokus hat, stehen noch aus. 


In Novi Sad schnupperte auch Justin Müller erneut internationale Luft, jeweils einen Sieg und eine Niederlage – so die Bilanz des Musikstädters bei den Europameisterschaften der U-23, an der auch schon Ringer teilnehmen, die 2020 in Tokio (JPN) ein Wort um die Medaillenvergabe mitreden möchten. Mit Rang 7 in seiner sehr stark besetzten Gewichtsklasse, kämpfte sich Justin Müller dennoch unter die Top-Ten. Seinen größten, internationalen Erfolg feierte das Markneukirchner Eigengewächs 2014 mit Platz 5 bei den Europameisterschaften der Kadetten.

In der jüngsten-, bei internationalen Meisterschaften zugelassenen Altersklasse der Kadetten, griff Markneukirchens Neuzugang Marco Stoll bei den Europameisterschaften an, es war sein Debüt bei internationalen Titelkämpfen und Stoll erhielt auch ein Ticket zum jüngst ausgetragenen European Youth Olympic Festival (EYOF) in Baku (AZE). Marco Stoll, der bei seinem ersten Auftritt für den AVG, Anfang Januar das DRB-Ranglistenturnier gewann und bei den folgenden, Internationalen Wettkämpfen glänzte, steigt nun in den Juniorenbereich auf und will auch dort international angreifen.

Kevin Lucht wechselte im Frühjahr mit seinem Einzelstartrecht vom KSV Pausa ins obere Vogtland nach Markneukirchen. Im Vorjahr feierte der aus Stendal stammende Freistilringer mit dem 5. Platz bei den Europameisterschaften der Junioren, seinen bislang größten Erfolg. In diesem Jahr blieb der Wahl-Markneukirchner, der sein Zweitstartrecht in der DRB-Bundesliga für den RV Lübtheen ausübt, ohne internationalen Einsatz, da er im DRB-internen Ausscheidungskampf um den EM-Startplatz der U-23 knapp unterlag.

Mit Maximilian SimonJulian Gebhard und William Stier (Wil Liam) stehen im Markneukirchner Regionalligateam drei weitere Ringer, die Ihr Erststartrecht jedoch nicht beim AVG haben, sondern für ihre Heimatvereine starten.
Maximilian Simon wurde im März Deutscher Juniorenmeister, die sächsischen Ringkampfanhänger feierten den großartigen Erfolg des aus Weißwasser stammenden Nachwuchsringers in der Einheit-Arena Plauen. Bei seinem internationalen Debüt, den Europameisterschaften der Junioren in Pontevedra (ESP) schied er allerdings vorzeitig aus.


Julian Gebhard startet für seinen Heimatverein SC Isaria Unterföhring und wurde 2018 für die Europameisterschaft der Junioren in Rom nominiert, wo er über Rang 20 nicht hinaus kam. Auf nationaler Ebene bietet sich der junge Ringer weiter mit guten Leistungen Bundestrainer Jürgen Scheibe an, allerdings ist der Sprung von den Junioren zu den Männern riesengroß.

Das spürt auch William Stier, der sein Zweitstartrecht für Mannschaftskämpfe vom FC Erzgebirge Aue nach Markneukirchen übertrug, Einzelmeisterschaften jedoch weiter für die Erzgebirger bestreitet. Bei Internationalen Wettkämpfen bietet sich der aus Berlin stammende Ringer- genau wie Julian Gebhard dem Bundestrainer für Meisterschaften an, allerdings reichten die Leistungen nicht ganz für eine Nominierung.
Dimitri Blayvas, der bei Einzelwettkämpfen die Ringerstiefel für den SV Halle schnürt, stand zuletzt 2017, bei den Europameisterschaften der Junioren in Dortmund, sowie den Weltmeisterschaften, die im gleichen Jahr in Tampere ausgetragen wurden im DRB-Team um Jürgen Scheibe, wo er jeweils den 9. Rang belegte. Nach seiner langwirigen Knieverletzung will sich der Sportsoldat der Bundeswehr-Sportfördergruppe in Bruchsal wieder an alte Leistungen heran- und zurück ins DRB-Team kämpfen.

Aus dem Internationalen Wettkampfreigen ist Serjan Simonyan ausgestiegen, der zuletzt für Armenien International aktiv war. Der Grand Prix von Deutschland 2018 in Dortmund war einer der letzten Auftritte des Wahlmarkneukirchners, der in Leipzig mit seiner Frau und zwei Söhnen lebt. Die Mannschaft des AVG steht nun für Serjan Simonyan, der große, internationale Wettkämpfe bestritt, das Poddubny-Turnier gleich drei Mal gewann und in Mainz Erstligakämpfe bestritt, nunmehr im Vordergrund.

„Für unseren Verein ist natürlich die Männermannschaft – und deren Ergebnisse von enormer Wichtigkeit, doch für die Außendarstellung des Vereins, ja des Ringkampfsportes in der Region überhaupt, sind es auch die internationalen Auftritte unserer Athleten, die für eine positive Ausstrahlung sorgen, aber auch Vorbildwirkung für unsere jungen Nachwuchsringer haben“, unterstreicht der AVG-Vorsitzende Jens Berndt die nationalen- und internationalen Erfolge seiner AVG-Kämpfer. So wurden mit Franz Richter und Marco Stoll gleich zwei AVG-Ringer als Vogtlandkader berufen, Franz Richter gar ins sächsische Olympiateam für 2020 in Tokio.

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So viele Athleten aus dem Regionalligateam des AVG wie noch nie stehen in den Auswahlmannschaften des Deutschen Ringer- Bundes. Ab 31. August geht es wieder um Punkte, aber auch die Weltmeisterschaften der Männer in Nursultan (Kasachstan) und der U-23 in Budapest (Ungarn) stehen dann noch aus.

Foto: J. Richter

Marco Stoll holt sich in Finnland

den Feinschliff für

European Youth Olympic Festival

Kourtane (FIN) – Während die meisten Nachwuchsringer nach langer Saison der Einzelmeisterschaften die Ferien genießen, geht es für Markneukirchens Neuzugang Marco Stoll noch einmal auf einen Jahres-Höhepunkt zu, der 16-jährige bereitet sich mit der Kadetten- und Juniorenauswahl bei einem Internationalen Trainingslehrgang im finnischen Kourtane auf das European Youth Olympic Festival vor, dass kommende Woche in Baku (AZE) stattfinden wird.

Innerhalb des Trainingscamps in Kourtane trugen die beteiligten 7 Verbände mit den Junioren einen internationalen Mannschaftsvergleich aus, Marco Stoll kämpfte als einziger Ringer aus dem Kadettenbereich im deutschen Team mit und schlug sich achtbar. Mit in der Juniorenauswahl des Deutschen Ringer- Bundes stand mit Eric Löser (RSK Gelenau) ein weiterer sächsischer Ringer, der den Blick auf die Weltmeisterschaft der Junioren vom 11.-18. August in Tallin (EST) gerichtet hat. Nach dem Cerro Pelado International in Havanna (CUB), wo er die Silbermedaille gewann und den Europameisterschaften der Junioren (Platz 14), sind die Weltmeisterschaften der Junioren in Estland für den Deutschen Juniorenmeister 2019 aus Gelenau bereits der dritte Jahres-Höhepunkt.

In Markneukirchen drückt man vor allem Marco Stoll die Daumen für diesen hochkarätigen Wettkampf in der Hauptstadt Aserbaidschans. „Am Dienstag geht es wieder nach Hause, Koffer packen und dann am Wochenende starten bereits die Wettkämpfe in Baku“, so der AVG-Neuzugang vom RC Hürth, der nach dem Sieg beim Ranglistenturnier in Bindlach zum Beginn des Kalenderjahres 2019, Bronze bei den nationalen Titelkämpfen der Kadetten, aber überraschenderweise auch bei den Männern gewann. Nun will Marco Stoll in Baku auch auf internationaler Bühne punkten.

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Marco Stoll (AVG Markneukirchen) bereitet sich auf das European Youth Olympic Festival in Baku (AZE) vor

Vilnius – Zu einem Internationalen Trainingscamp weilt die Deutsche Ringerauswahl vom 12. bis 17. Juli in Vilnius (LIT). Dabei lud Bundestrainer Michael Carl, der sich für den griechisch-römischen Stil verantwortlich zeigt, auch Maximilian Schwabe (KSV Pausa) und Franz Richter (AVG Markneukirchen) nach Litauen ein – allerdings mit unterschiedlichen Blickrichtungen.

So bereitet sich Maximilian Schwabe auf den Grand Prix von Deutschland vor, der am 3.- und 4. August in Dortmund ausgetragen wird. Dort geht es dann um einen WM-Startplatz, denn der dreifache Weltmeister Frank Stäbler (KSV Musberg) wird dann wohl in die olympische Kategorie 67 kg wechseln, damit wäre das Limit bis 72 kg neu zu besetzen und der KSV-Ringer aus Pausa will sich um dieses Ticket bewerben. Der Grand Prix in Dortmund ist dafür eine wichtige Hürde.

Für Franz Richter geht es um einen Neustart, nachdem er sich Ende April einen doppelten Kieferbruch beim Traditionsturnier in Warnemünde zugezogen hatte. Bundestrainer Michael Carl will den 21-jährigen Schwergewichtler möglichst rasch wieder auf der Matte haben und nahm den AVG-Ringer schon vor drei Wochen mit ins Trainingscamp nach Moskau (RUS), wo er noch unter großer Vorsicht- und mit Kopfschutz ein Sonderprogramm absolvierte. Leise Hoffnungen auf eine Teilnahme Richters an den Weltmeisterschaften der U-23, Ende Oktober in Budapest (HUN) keimen bereits bei Trainer Maik Bitterling, der den Markneukirchner Schwergewichtler am Stützpunkt Frankfurt(O.) betreut.

Weitaus härter geht es nun in Vilnius für die beiden Vogtländer zur Sache, denn viele Ringer aus den 13 teilnehmenden Nationen haben ebenfalls schon die Weltmeisterschaft in Nursultan (KAZ) im Blick, wo es dann auch schon um die ersten Olympiatickets geht. Auch wenn Maximilian Schwabe dann in einer nichtolympischen Klasse starten würde, allein die Teilnahme an Welttitelkämpfen wären ein weiterer, großer Schritt für den Vogtländer.

Jörg Richter

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Zwei Vogtländer im Trainingscamp der Ringer-Nationalmannschaft in Vilnius (LIT) - Maximilian Schwabe (KSV Pausa) und Franz Richter (AVG Markneukirchen) trainieren mit unterschiedlichen Maßgaben.

Ihre Mannschaft für die neue Regionalligasaison haben die Ringer des AV Germania Markneukirchen zu Pfingsten vorgestellt. In einer Gewichtsklasse wird es voraussichtlich Probleme geben.

Mit der Mannschaftsvorstellung beim traditionellen Knoblauchfest haben die Ringer des AV Germania Markneukirchen am Samstagnachmittag den Startschuss für die Saison 2019/20 gegeben. Die Verantwortlichen haben es geschafft, das Team aus dem Vorjahr zusammenzuhalten und zusätzlich weitere Ringer zu gewinnen, um die dünne Kaderdecke aus dem Vorjahr zu verstärken. Nur Denny Latzke verlässt den Verein. Er wird künftig wieder für den ASV Plauen in der Landesliga Sachsen antreten.

"Nachdem wir beim letzten Saisonduell des vergangenen Jahres in Frankfurt gar keine kampffähige Mannschaft mehr hatten und nur durch den Kampfgeist des kleinen zusammengewürfelten Häufchens gewannen, soll es in der kommenden Saison weniger nervenaufreibend zugehen", so Trainer André Backhaus.

Erste gute Nachricht für ihn: Mit René Roth meldete sich ein Eigengewächs im Team zurück. Zuletzt verletzungsbedingt außer Gefecht und arbeitsbedingt eingeschränkt, musste der Markneukirchener, der nun in Hof zu Hause ist, auf Einsätze verzichten. "Ich trainiere fleißig, will es noch einmal wissen", gibt sich Roth kämpferisch.

Etwas enttäuscht waren die vielen Zuschauer, als Mannschaftsleiter Jörg Guttmann den Neuzugang im Limit bis 86 Kilogramm im griechisch-römischen Stil verkündete. Hatte man auf einen bekannten Athleten gehofft - Namen wie der des ungarischen Ex-Weltmeisters Peter Bacsi machten schon die Runde - so konnte keiner der Anwesenden mit dem Namen des Ungarn Bence Fulai etwas anfangen. Doch immerhin wurde er Meister seines Landes in dieser stark besetzten Kategorie.

Vorfreude herrscht bei Zugang Friedrich Fouda, den die Germania-Verantwortlichen schon im Vorjahr im Visier hatten. Nun erhielt er vom ASV Plauen das Gaststartrecht für Markneukirchen, wo er nach langer Verletzungspause ein Comeback anstrebt. Der Deutsche Juniorenmeister von 2018 musste wegen einer Schulterverletzung lange pausieren. Mit Nachwuchsringer Marco Stoll verstärkte sich Germania im Limit bis 66 Kilogramm im klassischen Stil. Dafür rückt Maximilian Simon in die höhere Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm auf. Simon meldete sich per Videoübertragung von der Europameisterschaft der Junioren aus dem spanischen Pontevedra, wo er allerdings nach seiner Niederlage ausschied. Auch Zugang William Stier sowie Marian Mihalik und Lukasz Dublinowski konnten nicht anwesend sein und grüßten die Fans per Video.

Warum stark umworbene Ringer wie Roman Walter oder Franz Richter lukrative Angebote anderer Teams ausschlugen und in Markneukirchen bleiben, begründet Walter mit der Atmosphäre bei den Heimkämpfen und der Markneukirchner Fanszene, auf die sich auch der erst 16-jährige Sportschüler Marco Stoll freut, der von seinem Leipziger Trainingsgefährten Justin Müller angeheuert wurde. Ob Schwergewichtler Franz Richter nach seinem im Frühjahr erlittenen doppelten Kieferbruch in der kommenden Saison einsatzfähig ist, ließ der Vizeeuropameister der Junioren von 2018 offen. Er hofft auf eine schnelle Genesung und hat auch schon die erste Matteneinheit hinter sich.

Eng wird es auch mit Einsätzen für Tim Bitterling und Lukas Bast, die beide im Endstadium ihres Studiums stehen, auf das sie sich in diesem Jahr konzentrieren. "Im Notfall stehen sie bereit", so Jörg Guttmann. Ein Loch in der Mannschaft konnte nicht geschlossen werden: Die Kategorie bis 57 Kilogramm im Freistil bleibt auch in der kommenden Saison die Achillesferse des AV Germania. Dennoch: Mit dieser Mannschaft ist Markneukirchen Favorit in der Regionalliga Mitteldeutschland. "Doch auch die anderen Teams haben sich gut verstärkt, geschenkt wird uns nichts. Die Fans können sich auf eine spannende Saison freuen", schürt Trainer Andy Schubert die Vorfreude auf die Ende August beginnende Meisterschaftsrunde in der zweithöchsten deutschen Kampfklasse.

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Bronze für Markneukirchens Neuzugang Marco Stoll / Maximilian Simon nach Niederlage auf Rang 7

Kaufbeuren – Markneukirchens Neuzugang Marco Stoll (63 kg) hat es geschafft, der erst 16-jährige, der noch im Kadettenbereich kämpft und sich derzeit auf das European Youth Olympic Festival vorbereitet, dass vom 21.-23. Juli in Baku (AZE) ausgetragen wird, gewann bei den Deutschen Meisterschaften der Männer in Kaufbeuren die Bronzemedaille.

„Marco war der jüngste Teilnehmer, er hat sich wacker geschlagen und sich den Bronzerang verdient“, so der AVG-Vorsitzende Jens Berndt und sein Stellvertreter für sportliche Belange Jörg Guttmann einmütig, die das Geschehen vor Ort verfolgten.
Marco Stoll stieg im Viertelfinale ins Turnier ein, setze sich mit technischer Überlegenheit (9:0) gegen Stefan Weller vom SV Ebersbach durch. Im Halbfinale musste der AVG-Ringer eine Niederlage gegen den späteren Meister Christopher Kraemer (TSV Westendorf) hinnehmen, doch im Kampf um Bronze war der Neu-Markneukirchner, der vom RC Hürth ins Vogtland rückte, gegen Philipp Riese (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) mit einem Schultersieg wieder oben auf.

Unter seinen eigenen Erwartungen blieb Maximilian Simon (67 kg) der auch im kommenden Jahr die Kämpfe in der Regionalliga Mitteldeutschland für den AVG bestreiten wird, aber die Einzelmeisterschaften weiter für seinen Heimatverein SV Grünweiß Weißwasser absolviert. Maximilian Simon verlor gleich seinen Auftaktkampf gegen Can Öszgün (SC Kleinostheim) mit 2:2 Punkten, bedingt durch die höhere Wertung, die der hessische Ringer erzielte.
„Maximilian hat zwar Druck gemacht, doch er konnte keine technische Wertung erzielen“, so Jörg Guttmann, der den Offensivgeist des Weißwasseraners vermisste.

„Insgesamt waren es sehr schöne Meisterschaften der Rahmen hat gestimmt, es war nur schade, das viele Stars, die zuletzt international erfolgreich waren, in Kaufbeuren fehlten“, so Jens Berndt, der auch das Fehlen von Franz Richter im Schwergewicht bedauerte, der mit einem doppelten Kieferbruch pausiert und erst im August wieder ins Mattentraining einsteigt.

Jörg Richter

Riegelsberg – Die Ringer des AV Germania Markneukirchen blieben bei den Deutschen Meisterschaftenn der Männer in Riegelsberg ohne Edelmetall und schieden vorzeitig aus dem Titelrennen aus. 


Justin Müller (65 kg) traf in seinem Auftaktduell auf Enes Akbulut vom ASV Hof, gegen den er noch in der ersten Runde des Kampfes mit 0:10 Wertungspunkten unterlag. Da der ASV-Ringer aus Hof, der in der DRB-Bundesliga für den Deutschen Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen kämpft, eine Runde später gegen Valentin Seimetz (KSV Köllerbach) unterlag und damit das Finale verfehlte, konnte Justin Müller auch nicht über die Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen. 


Kevin Lucht (79 kg) gewann seinen ersten Kampf gegen Pius Moosmann (AB Aichhalden) mit 12:4 Punkten, der Neu-Markneukirchner zog jedoch schon eine Runde später gegen Andreas Walter vom SC Isaria Unterföhring mit 0:11 Zählern den Kürzeren und schied aus,da auch Walter das Finale nicht erreichte.


William Stier (70 kg) hatte nur einen kurzen Auftritt in Riegelsberg, der Markneukirchner Neuzugang, der sein Erststartrecht allerdings beim FC Erzgebirge Aue hat, unterlag gegen Tino Rettinger (SC Kleinostheim) vorzeitig mit 2:12 Punkten. Damit war das Turnier für William Stier beendet.


Auch Dimitri Blayvas (86 kg) musste bereits im Achtelfinale eine klare 2:12-Niederlage hinnehmen, wobei die 10-Punkte-Differenz im freien Ringkampf zum Abbruch durch technische Überlegenheit führt. Blayvas, der bei Einzelmeisterschaften für den SV Halle kämpft schied aus, da auch sein Kontrahent Shamil Kasumov vom AC Mühlheim am Rhein im Viertelfinale unterlag und damit das Finale nicht mehr erreichen konnte. „Für Dimitri war es das erste Turnier nach seinem Kreuzbandriss, da spielt sicherlich auch noch der Kopf eine Rolle", nimmt AVG-Trainer Andre Backhaus den Sportsoldaten aus Halle in Schutz.

„Das war nicht die Meisterschaft für unsere Ringer, sie hatten vor allem konditionelle Nachteile waren nicht auf ihrem besten Leistungsstand, wobei es insgesamt gute Kämpfe gab, wobei vor allem der Ex-Markneukirchner Johann Steinforth mit starker Leistung glänzte“, so Markneukirchens Mannschaftsleiter Jörg Guttmann.

Jörg Richter

Bilder: Silke Schneider

Vom 17. bis 19. Mai tragen die Freistilringer und Frauen in Riegelsberg ihre nationalen Titelkämpfe aus. Dafür testete auch Markneukirchens Neuzugang Kevin Lucht sein Können beim internationalen Turnier in Landgraf. Nach dem Titelgewinn bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Markneukirchen und dem dortigen Sieg über Vize-Europameister Martin Obst (1. Luckenwalder SC) erreichte Lucht, der in Leipzig am Stützpunkt trainiert, in Landgraf den 5. Platz. 


Kevin Lucht startete im Limit bis 86 kg mit einer 4:12-Niederlage gegen Pouria Tarkhani (SV Fellbach) ins Turnier, kämpfte sich dann jedoch mit Siegen gegen Max Otto (SV Eintracht Walheim) und Herdeke Mehdiskahsavavi (TuS Gerresheim) wieder in Medaillennähe. Nach einer erneuten Niederlage gegen Schaman Kasumov (AC Mühlheim am Rhein) stand der Wahlmarkneukirchner im Kampf um Platz 5, den er gegen Balerii Toderici (RE Büdesheim) mit 8:6 Wertungspunkten gewann.

William Stier (65 kg), der für die kommende Saison ins Regionalligateam des AVG Markneukirchen wechselt, sein Einzelstartrecht jedoch beim FC Erzgebirge Aue belässt, schied beim Internationalen Turnier in Landgraf nach zwei Niederlagen aus.

Mit Justin Müller und Dimitri Blayvas bereiten sich weitere Ringer vom AVG Markneukirchen auf die Deutschen Meisterschaften vor, diese beiden Ringer befinden sich derzeit mit einer Auswahl des Leipziger Ringerzentrums in einem Trainingscamp in der Schweiz.

 

Jörg Richter

AVG konnte 200-Mitglieder-Marke überspringen / Hallenerweiterung und Regionalligateam im Fokus

Markneukirchen – Vieles hatte Jens Berndt, Vorsitzender des AV Germania Markneukirchen zu berichten, vor allem die Baumaßnahmen an der Ringerhalle waren für alle Gäste augenscheinlich.

Der Vorsitzende rollte das Jahr chronologisch auf, begann mit dem Saisonabschluss für den Nachwuchs, an den Fischteichen in Siebenbrunn. Doch da schauten viele Vereinsmitglieder gleichzeitig nach Rom (ITA), wo Franz Richter um den Europameistertitel kämpfte. Das Finale wurde im Public-Viewing ausgestrahlt, die Freude über den Vize-Europameistertitel des 20-jährigen Juniorenringers war riesengroß, der dann im September gleich noch die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften in Trnava (SVK) nachschob und damit seine bisherige Laufbahn krönte. Franz Richter wurde für seine Leistungen vom DRB als Nachwuchsringer des Jahres geehrt und ins sächsische Team Tokyo 2020 aufgenommen.

In der Regionalliga erzielte die Mannschaft mit einem verlustpunktfreien Durchmarsch den Staffelsieg- und das trotz mehrerer verletzungsbedingter Ausfälle. Jens Berndt verwieß auf ein gutes Sponsoring, wobei hierbei sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt-, sehr positiv gestaltete. „Der AV Germania steht finanziell auf gesunden Füßen“, konnte der Vorsitzende des AVG den anwesenden Mitgliedern verkünden.


Jens Berndt kam in seinem Rechenschaftsbericht jedoch nicht umhin, mehrere Querelen mit dem deutschen Ringer- Bund anzusprechen. Vor allem die Zwänge, die die Bestandsmeldung nach sich ziehen, mit der die Startmarken bestellt werden, sorgten für Ärger im Verein. „Wir unterwerfen uns damit komplett den Richtlinien des Deutschen Ringer- Bundes-, die damit ja auch Festlegung des Ringer- Verbandes Sachsen und der Zweckgemeinschaft Ringen in Mitteldeutschland aushebeln“, so der Ärger des Vereinsvorsitzenden über ständige Androhungen von Sanktionen und Strafen.

Erfreut berichtete Jens Berndt dagegen von der Aufnahme des 200. Vereinsmitgliedes. Bei der Erstellung der Bestandsmeldung an DRB und an den LSB ist mir mit Freude aufgefallen wie sich unsere Mitgliedszahlen nach oben entwickeln und wir im Verlauf diesen Jahres unser 200. Mitglied begrüßen durften, wobei es die meisten Anmeldungen von Sportlern gab, die sich in unseren Kraftraum fit halten“, galt der Dank von Jens Berndt den Mitstreitern Willi Wolf , Tobias Steiniger und Ben Lorbeer die sich um die Belange, rings um den Kraftraum kümmern.
Auch die Abteilung der Freikämpfer haben einige neue Mitglieder gewinnen können.

Dagegen drückt den Vorstand das Problem, eines fehlenden Kampfrichters, was dem Verein jährlich unnötig Geld kostet. „Wir haben 6 Trainer mit Lizenz aber leider keinen Kampfrichter“, soll die Suche nach einem Unparteiischen intensiviert werden.

„Ich möchte mich an dieser Stelle beim Vorstand und dem erweiterten Vorstand ganz herzlich bedanken die das im Sinne des Verein tun“, so Jens Berndt weiter, der als Beispiel für viele Aktionen im Verein die unermüdliche Arbeit der Schatzmeisterin Monika Glier hervor hob, aber auch der Stadtverwaltung dankte. „Den Stadtvätern ist es zu verdanken das wir den Förderbescheid in Höhe von 200.000 € über das Leader-Programm erhielten und der Bauantrag für die Erweiterung der Halle gestellt werden konnte. „Ein großes Dankeschön an alle die sich an der Spendenaktion 99 Funken über die Sparkasse beteiligten, damit kam auch eine Summe von über 10.000 € zusammen“, freute sich Jens Berndt über den Rückhalt bei vielen Markneukirchnern.

Für 2019 wurde der AV Germania als Talentestützpunkt vom Ringer- Verband Sachsen bestätigt, darüber hinaus auch der Landesstützpunkt Vogtland, der gemeinsam mit den Sportfreunden aus Plauen und Pausa getragen wird. „Wir haben in diesem Jahr 9 Kader beim in der Landesauswahl Sachsen, davon sind 4 Sportler Auswahl-Kader beim Deutschen Ringer- Bund.
„Marco Stoll, Franz Richter und Justin Müller werden in das Team Vogtland berufen,
Richard Breitenbach wurde bei der Sportlergala für seine Erfolge 2018 geehrt“, so Jens Berndt stolz auf die sportlichen Erfolge des letzten Jahres bei Einzelwettkämpfen.

„Unseren Nachwuchs wieder auf stabile Füße zu stellen muss unser aller Ziel sein, Jugendwart Nico Picker und sein Trainerteam wollen sich weiterhin intensiv und zielgerichtet dieser Aufgabe stellen“, so das oberste Ziel des kommenden Jahres. 
Dabei sieht der Vorstand den Verein auf dem richtigen Weg, denn erst vor einigen Tagen hatte der AVG seit länger Zeit mit Titus Riedel und Johannes Adler zwei Sportler bei einer Deutschen Nachwuchsmeisterschaft mitkämpften und durch Johannes Adler einen achtbaren 6. Platz erzielten.

Im Anschluss an die Diskussion und der Entlastung des Vorstandes ging es zum gemütlichen Teil über, mit dem den vielen ehrenamtlichen Helfern am Lagerfeuer vor der Ringerhalle ‚Danke‘ gesagt wurde.

Jörg Richter

Markneukirchen - Einen prallgefüllten Wettkampfkalender hatten die Ringer des AVG Markneukirchen am vergangenen Wochenende zu bestreiten, denn während die Männer in beiden Stilarten die Mitteldeutschen Meisterschaften in der Sporthalle des Gymnasiums in der Musikstadt auskämpften, traten die beiden B-Jugendlichen Johannes Adler und Titus Riedel bei den Deutschen Meisterschaften in Dortmund/Kirchlinde an.

Johannes Adler (48 kg) bestritt insgesamt sechs Kämpfe, von denen er drei gewann und drei verlor, Platz 6 am Ende der Wettkämpfe am Sonntagmittag in Dortmund/Kirchlinde.

Seinen ersten Kampf gewann der Markneukirchner am Samstagmorgen in einem rein sächsischen Vergleich gegen Jonas Hofmann vom RV Thalheim mit 7:2 Wertungspunkten, gegen David Gert (VfK Radolfzell) setzte sich Johannes Adler in seinem zweiten Match mit 4:4 Punkten, bedingt durch die zuletzt vergebene Wertung durch. Gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Nick Eckenberger (VfL Wolfhagen) unterlag der junge Muskikstädter, kämpfte sich jedoch mit einem weiteren Sieg über Kelvin Teumert (KSV Rimbach) wieder dicht an die Medaillen geran. Doch eine weitere Niederlage gegen Jeremy Weinhold (AV 03 Speyer) zerstörte den Traum von einer Medaille. Johannes Adler stand damit im Kampf um Platz 5, den er gegen Mats Rauhut in einem spannenden Duell, dass mit 4:4 Punkten endete, verlor. Diesmal war es der Kontrahent vom SV Heilbronn, der die letzten Zähler- und damit den Sieg für sich verbuchte. "Der 6. Platz von Johannes Adler ist ein riesen Erfolg für uns, endlich wieder ein junges Talent aus der eigenen Nachwuchsabteilung bei Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften dabei- und dann noch mit solch einer starken Leistung", freute sich AVG-Jugendwart Nico Picker, der auch den zweiten AVG-Starter Titus Riedel (52 kg) seine Glückwünsche aussprach, der in den Begegnungen gegen den späteren Vizemeister Levi Ulamec (KVA Remseck) und Merlin Stadtmüller vom gastgebenden KSC Hösbach sein Bestes gab, jedoch unterlag und ausschied.

Jörg Richter

Jubel gab es bei den Ringern vom AV Germania Markneukirchen bereits am Samstag bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer auf heimischen Matten. Hier brillierte Routinier André Backhaus noch einmal eine Glanzvorstellung, verletzte sich allerdings bei einem Gegenangriff seines Magdeburger Kontrahenten Michael Estel, den er nach kurzer Behandlung dann auch gleich schulterte. "Ich hatte einfach Lust zu ringen, körperlich bin ich fit und es macht Spaß", so der 49-jährige vor dem Kampf, dem dann nach dem Duell gegen den kampfstarken Magdeburger die Schulter schmerzte, dennoch stand der Ex-Europameister einmal mehr auf dem obersten Treppchen und setzte darüber hinaus ein Zeichen an all Jene, die zu Hause geblieben waren und nicht an Einzelmeisterschaften teilnehmen.

Auch Markneukirchens Neuzugang Kevin Lucht (86 kg), der sein Einzelstartrecht vom KSV Pausa an den AVG Markneukirchen übertrug, in der Bundesliga künftig für den RV Lübtheen aufläuft, erkämpfte den Mitteldeutschen Meistertitel. Nach seinem Sieg über den Vize-Europameister des Vorjahres Martin Obst (1. Luckenwalder SC), der sich bei einer Aktion in Runde zwei am Knie verletzte, war die Bahn zum Turniersieg für Kevin Lucht frei, der auf die meisten Punkte verweisen konnte, nachdem er sich in zwei weiteren Kämpfen durchsetzte, jedoch gegen Oliver Kock (Roland Hamburg) auch einen Kampf verlor.

Nicht in den Medaillenbereich konnte Justin Müller (70 kg) in seiner sehr stark besetzten Gewichtsklasse vorstoßen. Gleich das erste, umkämpfte Duell ging knapp an den Hallenser Mokhmad Dadaev, doch Müller ließ zwei Vorrundensiege gegen Friedrich Schröder (1. Luckenwalder SC) und Thomas Ferchland (Magdeburger SV) folgen, damit stand das Markneukirchner Eigengewächst im Kampf um Bronze. Doch dieses Duell ging gegen Doa Küksa (Luftfahrt Berlin) verloren, Platz 4 für Justin Müller.

Angesichts von nur 80 Teilnehmern gab es bei Verantwortlichen und Organisatoren zunächst lange Gesichter, dennoch gab es viele spannende Kämpfe. "Die Decke war dünn, aber das Niveau sehr hoch, kamen doch letztendlich selbst aus Kiel und Hamburg je zwei starke Sportler, die den langen Weg nicht scheuten und das Niveau des Wettkampfes deutlich anhoben", so der AVG-Vorsitzende Jens Berndt, der von allen Seiten viel Lob für die gut organisierte Meisterschaft bekam.

Ein Dankeschön für die vielen, fleißigen Helfer des AV Germania gibt es gleich am kommenden Freitag, den 3. Mai an der Ringerhalle. "Da wollen wir uns am Abend bei all Jenen bedanken, die immer für den Verein da sind und anpacken, wenn wir Hilfe benötigen", blickt Jens Berndt auf eine ganze Reihe von Maßnahmen zurück, die von Vereinsmitgliedern, Partnern, Helfern und Sponsoren in der zur Neige gehenden Saison 2018/2019 gemeistert wurden.

Jörg Richter

Markneukirchen – Auch wenn es noch einige Monate bis zum Start der neuen Regionalligasaison für die Ringer des AVG Markneukirchen sind, die Aufregung ist bereits jetzt schon groß, mit Spannung wurden die Ansetzungen erwartet, die jetzt durch Ligenleiter Henning Tröger veröffentlicht wurden.


Danach werden die Germanen aus dem oberen Vogtland zunächst zwei Heimkämpfe bestreiten, die es in sich haben und auch gleich Weichen für die weitere Meisterschaftssaison stellen könnten. So empfängt der AV Germania Markneukirchen am 31. August zum Saisonauftakt den 1. Luckenwalder SC in der Trainings- und Wettkampfarena. Die Flämingstädter haben sich gut verstärkt und werden wohl erheblich mehr Widerstand leisten, als noch in der vergangenen Saison. 


Eine Woche später wartet der ‚Regionalligakracher‘ schlechthin auf die Fans des AVG, die ihr Team dann am 7. September gegen den RV Thalheim anfeuern können, der neben Markneukirchen zu den Anwärtern auf den Staffelsieg gehört.
Am 14. September geht es dann zum ersten Auswärtsduell zum RV Lugau.

Die Saison dauert bis zum 21.12.2019 an, am letzten Kampftag empfängt der AVG vor heimischer Kulisse den SV Luftfahrt Berlin. Noch bis Ende Mai haben die Mannschaften Zeit sich zu verstärken, dann müssen die Aufgebote der 10 Teams stehen.

Die Regionalliga Mitteldeutschland ist unter der DRB-Bundesliga die zweithöchste Kampfklasse neben dem AV Germania Markneukirchen, der als Favorit auf den Staffelsieg gilt und die Titelverteidigung anstrebt kämpfen die Mannschaften des RV Thalheim, 1. Luckenwalder SC, RV Lugau, RSK Gelenau, SV Luftfahrt Berlin, KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt, WKG Pausa/Plauen, RCG Potdam und des KFC Leipzig vom 31. August bis 21. Dezember, in dieser Staffel um Punkte.

Jörg Richter

Witten - Der Neu-Markneukirchner Marco Stoll (60 kg) erkämpfte bei den Deutschen Meisterschaften der Kadetten (A-Jugend) in Witten die Bronzemedaille.


Im kleinen Finale bezwang Stoll, der erst in diesem Jahr vom RC Hürth (NRW) zum AVG Markneukirchen gekommen war, den Südbadener Nick Allgaier vom KSV Haslach i.K. durch technische Überlegenheit, noch vor Ablauf der offiziellen Kampfzeit mit 18:2 Wertungspunkten. "Bei den Kadetten endet der Kampf bei einer Punktdiffderenz von 15 Punkten", erklärt der AVG-Vorsitzende Jens Berndt, der die Kämpfe des AVG-Ringers am heimischen PC verfolgte und sich über den Erfolg des AVG-Neuzugangs freute..

Bis zum kleinen Finale hatte Marco Stoll einen wahren Marathon von insgesamt 6 Kämpfen hinter sich. Noch am Freitagabend bezwang Stoll in seinen Auftaktkampf Robert Schröder (RS Sudenburg/Magdeburg) durch Schultersieg - ein Start nach Maß. Am Samstag ließ der Wahlmarkneukirchner, der bei seinem Wechsel nach Sachsen auch viele andere Angebote bekommen hatte, weitere Erfolge gegen Louis Lay (SVG Nieder-Liebersbach), Sulim Saraliev (ASV Karthause), Niclas Eichhorn (RC Chemnitz) und Daniel Reberg (KSV St. Ingbert) folgen. Erst im Gruppenfinale wurde Marco Stoll von Numan Bayram (KSV Hüttigweiler) gestoppt, gegen den er sich beim Ranglistenturnier in Bindlach noch durchgesetzt hatte. Damit rückte diesmal der Saarländer ins Finale um Gold, Marco Stoll stand damit im Duell um Bronze, dass er dann am Sonntagmittag gegen Nick Allgaier klar gewann.

Jörg Richter

Husarensritt von Maximilian Simon zum Deutschen Meistertitel

Plauen – Wieder einmal – genaugenommen zum 6. Mal stand Plauen seit 2009 mit einem großen Ringer-Event im Rampenlicht und erneut erwies sich der KSV Pausa als würdiger Ausrichter der Titelkämpfe.

Ein erstes Highlight gab es bereits am Freitagabend, noch vor dem Wiegen, als Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Einheit-Arena vorbei schaute und sich vom Stand der Vorbereitungen überzeugte. „Das ist schon eine große Anerkennung, die der Ringkampfsport hier genießt“, zeigte sich auch DRB-Vizepräsident Günter Maienschein angetan von den Gesprächen mit Sachsens obersten Bürger.

Gut setzten sich die sächsischen Ringer in Szene, die mit Maximilian Simon (67 kg/SV Weißwasser), Erik Löser (72 kg/RSK Gelenau) und Anton Vieweg (82 kg/RVE Lugau) im Finale um Gold vertreten waren, während Yannick Schulz (60 kg), Kevin Drehmann (97 kg), Chris Militzer (72 kg/alle KSV Pausa), Roman Chernov (82 kg/KFC Leipzig) und Paul Tschersich (55 kg/ASV Plauen) am Sonntagmittag um Bronze kämpften.

Einer kleinen Sensation kam der Titelgewinn von Maximilian Simon gleich, der den Vize-Europameister und Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften 2018, Samuel Bellscheid (KSK Neuss) bezwang, der die beiden internationalen Medaillen im Kadettenbereich gewann. „Es war der schönste Kampf des Turnier‘s“, zollte DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis dem jungen Ringer aus Weißwasser Respekt, der seine Ringerschuhe im Ligenbetrieb für den AV Germania Markneukirchen schnürt. 
Dabei begann das Turnier für für Maximilian Simon fast mit einer Niederlage, denn in seinem Auftaktduell lag der Weißwasseraner gegen Timo Stiffel vom KSV Haslach bereits mit 1:8 zurück, als Maximilian Simon einen Fehler des Südbadeners zum Schultersieg nutzte. „Maximilian Simon hat sich im Turnierverlauf gesteigert und ist mit einer starken Leistung Deutscher Meister geworden „, lobte Bundestrainer Maik Bullmann den jungen Ringer.

 

Jörg Richter

Ehemalige Ringerrecken waren zum Trainingswochenende auf dem Rabenberg

Markneukirchen – Wer rastet der rostet, so das Sprichwort, an dem sich die einstigen Ringerrecken des AV Germania Markneukirchen halten. So geht es jeden Donnerstag ab 16 Uhr in die Ringerhalle zum Training, anschließend wird in der Sauna geschwitzt. Angeleitet werden die ‚älteren Semester‘ des Markneukirchner Ringkampfsportes von Bernd Holzapfel, durch dessen Hände viele Markneukirchner Talente gingen, die dann auch nationale- sowie internationale Erfolge erzielten. 


Das gemeinsame Training wurde inzwischen auch schon auf den Mittwochabend ausgedehnt. „Wir müssen niemanden etwas beweisen, es soll einfach Spaß machen und fit halten“, so Roberto Behrend, der als Fan und Sponsor zum Ringkampfsport fand und sich bei den ‚Alten Markneukirchner Athleten‘ integrierte.

Doch einmal im Jahr brechen die Athleten um Bernd Holzapfel- zu denen inzwischen auch einige Partner, Fans, Helfer und Sponsoren stießen, auf und absolvieren nun schon das 5. Jahr ein Trainingswochenende auf dem Rabenberg. „Da fühlt man sich schon etwas zurück versetzt in einstige, aktive Zeiten“, werden beim AVG-Vorsitzenden Jens Berndt und seinen Mitstreitern Erinnerungen an harte Trainingslehrgänge wach, die auf dem Rabenberg absolviert wurden.

Das Sportzentrum dort hat sich inzwischen zu einer modernen Sportschule-, aber auch Ferienanlage für Sportgruppen und Schulklassen entwickelt, das mit seiner schönen Lage auch so manchen Urlauber anzieht. Schwimmhalle, Trainingsanlagen, Fußballplätze bieten viele Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung zu der im Winter natürlich auch der Ski-Langkauf zählt, bei dem ordentlich Kondition getankt werden kann.

Die Ringer indes gingen am Trainingswochenende vor allem dem Prellball nach, dass die Mattenfüchse im Osten Deutschlands nur allzugerne spielen. „Schnelligkeit und Ausdauer ist da schon gefragt“, ahnte auch Markus Müller, der beim AVG vor allem für die Zusammenarbeit mit den Sponsoren zuständig ist, dass ihn am Montag ein gewaltiger Muskelkater plagt.

jr

„… wir sind stolz auf unsere beiden AVG-Starter“ !

Markneukirchen – Markneukirchner Ringer sind auch auf internationalen Matten im Aufwind, zwar hatten sich Justin Müller (65 kg/Freistil) und Franz Richter (130 kg/griechisch-römischer Stil) mehr vorgenommen, dennoch erzielten sie Top-Ten-Ergebnisse, so beendete Justin Müller das EM-Turnier nach Sieg und Niederlage auf Rang 7, Franz Richter hatte ebenfalls einen Sieg erkämpft, musste aber auch eine Niederlage hinnehmen, der Schwergewichtler kam damit auf Rang 8 über die Ziellinie.

Beide AVG-Starter verpassten in Novi Sad den Sprung ins Halbfinale – und damit den Kampf um die Medaillenvergabe. „Da hat Franz nicht aufgepasst, der Ringer aus Estland, immerhin EM-Fünfter des Vorjahres, hat seine Chancen zum Sieg eiskalt genutzt“, so Greco-Bundestrainer Maik Bullmann zum Viertelfinalduell von Franz Richter gegen Artur Vititin. „Nach seinem Schultersieg über den Aserbaidschaner Serkhan Mammadov war Franz auf einem guten Weg, erneut um die Medaillen zu kämpfen, nachdem er im Vorjahr mit EM-Silber und WM-Bronze bei den Junioren glänzte“, ärgerte sich Maik Bullmann- und noch viel mehr Franz Richter selbst. Doch der Olympiasieger von 1992 und mehrfache Weltmeister Maik Bullmann stellte den Schwergewichtler anschließend wieder auf die Füße, „… fleißig trainieren, etwas an Gewicht zunehmen, aber dabei die Schnelligkeit nichts einbüßen“, ist Richter aus Sicht des Trainers mit 108 kg zu leicht für das Schwergewicht, bei dem viele Kontrahenten ihr Gewicht auf die Höchstgrenze von 130 kg reduzieren müssen.

Gleiches Szenario 4 Tage später, als Freistil-Bundestrainer Jürgen Scheibe für Markneukirchens Eigengewächs Justin Müller ein Traumlos zog. Doch auch die Kontrahenten aus Österreich und Mazedonien wollen erst einmal bezwungen sein. Justin Müller überraschte Gabriel Janatsch (AUT) mit einem blitzschnellen Kopfhüftwurf und schulterte den Österreicher, der selbst mit Medaillenambitionen an den Start ging, gleich zum Beginn des Kampfes. Dann das Aus im Viertelfinale, wo mit Fati Vejseli ein durchaus bezwingbarer Mazedonier wartete. Auch hier war Justin Müller bis 30 Sekunden vor dem Kampfende auf der Siegerstraße, als Vejseli mit einem Beinangriff zum 4:4 ausglich und auf Grund der zuletzt vergebenen Wertung gewann. „Ich weiß nicht, warum ich mich in dieser Situation abgedreht- und dem Gegner die Punkte überlassen habe“, schimpfte Müller selbst über den ‚Fauxpas‘, der ihm am Einzug ins Halbfinale hinderte.

„Es sind junge Ringer, die fleißig trainieren und weiterkommen wollen und Fehler dürfen sie noch machen“, vergibt Bundestrainer Maik Bullmann den Athleten, die gerade aus dem Junioren- in den Männerbereich aufrücken noch etwas ‚Welpenschutz‘, verweist aber auch darauf, das man solche Chancen, gleich in ein Halbfinale bei den Männern einzuziehen, nicht allzu oft verpassen sollte.

„Wir sind stolz auf unsere beiden Markneukirchner Starter, die ja dennoch unter die Top Ten gekommen sind, auch wenn sie sich mehr vorgenommen hatten, wir glauben an Justin Müller und Franz Richter und werden sie weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen“, so AVG-Vorstandsmitglied und Vater von Justin, Markus Müller.

Mit AVG-Neuzugang Kevin Lucht verpasste gar ein dritter Ringer die Nominierung für die Europameisterschaft. Lucht, der nur für das Einzelstartrecht nach Markneukirchen wechselt, verlor das DRB-interne Ausringen gegen Matthias Schmidt (SRC Viernheim) nach 1:2 knappen- und sehr ausgeglichenen Vergleichen. Schmidt schied in Novi Sad nach einer Niederlage aus dem Titelrennen aus.

Jörg Richter

– 3 Neuzugänge verstärken den Vorjahresmeister bislang – Ergänzungen in zwei Kategorien werden noch gesucht

Markneukirchen – Das Grundgerüst der Mannschaft des AV Germania Markneukirchen steht für die kommende Mannschafts-Meisterschaftsrunde, die Ende August beginnt. Die Musikstädter gehen mit ihrem Team, dass durch Marco Stoll (66 kg/GR – kommt vom RC Hürth/NRW), William Stier (71 kg/FR – stößt aus Aue zum AVG) und Friedrich Fouda (98 kg/GR – kämpft ab kommende Saison mit Gaststartrecht seitens des ASV Plauen für den AVG) punktuell verstärkt wurde, als klarer Favorit ins Rennen. 


„Natürlich wurden auch Erstligateams auf die Leistungen einiger unserer Athleten aufmerksam, vor allem der RV Lübtheen umwarb Franz Richter und Roman Walter heftig, die Beide weitere, lukrative Angebote ausschlugen und das Projekt Aufstieg in Markneukirchen auch in der kommenden Saison zu begleiten“, wird laut Jörg Guttmann (sportlicher Leiter des AVG) der Kampf um die wenigen, guten Ringer mit deutschem Pass immer härter. Zugleich freut es den AVG-Funktionär, dass ein junger Ringer, wie Marco Stoll, der noch im Kadettenbereich kämpft, von sich aus beim AVG anklopfte. „Marco kommt vom RC Hürth aus Nordrheinwestfalen, trainiert in Leipzig und bekam die Kontakte über Justin Müller, der ebenfalls in Leipzig trainiert“, erklärt Jörg Guttmann weiter. „Natürlich hatte auch Marco Anfragen verschiedener Vereine, vor allem nachdem er das Kaderturnier, Anfang Januar in Bindlach gewonnen hatte und nun auch beim Internationalen Turnier in Moldawien auf dem obersten Treppchen stand, doch er war auch beim letzten Heimkampf in Markneukirchen dabei und hat sich wohl dort schon auf Grund der grandiosen Stimmung auf- und an der Matte für Markneuikirchen entschieden“, ergänzt Justin Müller.


Nach Eigengewächs Justin Müller, unterschrieb nach und nach das gesamte Vorjahresteam erneut, zuletzt setzten Lukasz Dublinowski und auch Dimitri Blayvas ihre Unterschrift unter die Lizenz. Blayvas meldete sich nach seinem Kreuzbandriss im Vorjahr zurück und will nun neu Anlauf nehmen, um auch wieder auf internationaler Bühne zu ringen. 


In Punkto Mannschaftszusammenstellung ist die Arbeit für Jörg Guttmann und dem Trainerteam fast abgeschlossen, „… gesucht werden noch Ergänzungen auf zwei Positionen, um verletzungsbedingte Ausfälle besser kompensieren zu können“, so Trainer Andre Backhaus, der im Vorjahr selbst noch eingreifen musste, um eine kampffähige Mannschaft auf der Matte zu haben.

Kevin Lucht scheitert im Kampf um ein EM-Ticket

Mit Kevin Lucht gibt es einen Neuzugang aus Pausa, der jedoch nur das Einzelstartrecht für den AVG Markneukirchen wahr nimmt, bei Mannschaftskämpfen jedoch beim RV Lübtheen unterschrieb. „Er gehört der Sächsischen Polizei-Sportfördergruppe an und benötigt dazu einen Verein mit sächsischen Wurzeln“, so AVG-Vorstand Jens Berndt, der dem Deutschen Junioren-Meister und EM-Fünften dieser Altersklasse nach seinem Weggang aus Pausa eine neue Heimat bot.
Kevin Lucht war nach dem Grand Prix von Frankreich in Nizza erneut ins Fadenkreuz von Bundestrainer Jürgen Scheibe gerückt. Vor der Vergabe einer Fahrkarte zur U-23-Europameisterschaft nach Novi Sad wurde jedoch ein DRB-internes ‚Ausringen‘ mit Matthias Schmidt vom SRC Viernheim am vergangenen Montag angesetzt, dass der Wahlmarkneukirchner nach 1:2 Duellen verlor. Damit hat Kevin Lucht das EM-Ticket knapp verpasst. Der Blück des jungen Freistilspezialisten geht nunmehr zu den Weltmeisterschaften der U-23, die im November in Budapest (HUN) zur Austragung kommen. Die nächste Hürde dazu sind die Deutschen Männermeisterschaften, vom 17.-19.5.2019 im saarländischen Riegelsberg.

Nachdem auch Eyleen Sewina (68 kg/RSV Rotation Greiz) verletzungsbedingt aus dem DRB-Team der U-23 für Novi Sad (SRB) heraus fiel, bleibt es bei zwei vogtländischen Ringern, die die deutschen Farben in Serbien vertreten. Justin Müller (65 kg/FR) und Franz Richter (130 kg/GR) reisen kommende Woche nach Novi Sad, angefeuert werden sie von einigen Verantwortlichen und fans des AVG, denen die 1000 km bis in die serbische Ringermetropole nicht zu weit sind.

Jörg Richter 
(der auch dort sein wird um zu fotografieren und zu berichten).

Havanna (CUB) – Im Vorjahr war es noch Bronze – und Platz 17 in der Weltrangliste, in diesem Jahr erkämpfte sich AVG-Schwergewichtler Franz Richter beim Turnier des Ringer-Weltverbandes United World Wrestling (UWW) in Havanna (CUB) die Silbermedaille.

Gerungen wurde in der Kubanischen Hauptstadt im Limit bis 130 kg/griechisch-römischer Stil im nordischen System ‚‘Jeder gegen Jeden‘. Gleich im ersten Kampf traf der Markneukirchner auf den Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften von Paris 2017 und Budapest 2018 Oscar Pino Hins (CUB), gegen den er über weite Strecken des Duells gut mithielt. „Eigentlich war es ein 3:5 gegen den Kubaner, aber dann haben die Kampfrichter ein 0:8 draus gemacht“, winkt Franz Richter ab, der anschließend gegen Kontrahenten aus Kolumbien und der Dominikanischen Republik durch technische Überlegenheit vorzeitig gewann und sich damit den 2. Platz sicherte.

„Es war sehr schwer an Ergebnisse heran zu kommen, zwar war es ein Turnier des Ringer-Weltverbandes United World Wrestling, doch die Homepage der UWW blieb bis heute leer und auch sonst kamen die Informationen nur tröpfchenweise über den großen Teich“, so der sportliche Leiter des AVG Jörg Guttmann enttäuscht.

Vorangegangen war für die U-23-Ausahl des Deutschen Ringer- Bundes um Bundestrainer Maik Bullmann eine harte Trainingswoche, bei der Franz Richter auch einige Trainingskämpfe mit dem dreifachen Olympiasieger Mijail Lopez (CUB) absolvierte.

Nach einigen Tagen Regeneration geht es für Franz Richter mit dem Griechisch-Römisch-Team des Deutschen Ringer- Bundes nach Novi Sad (Serbien), wo ab dem 3. März die Europameisterschaften der U-23 starten. Franz Richter gibt dabei gleich am ersten Tag den Startschuss, am Donnerstag folgt sein Vereinskamerad Justin Müller, der im Limit bis 65 kg/Freistil nominiert wurde. Am 25. Februar kämpft AVG-Neuzugang Kevin Lucht im internen Vergleich um die Fahrkarte nach Novi Sad, wo er im Falle eines Sieges gegen Matthias Schmidt vom SRC Viernheim), im Limit bis 79kg/Freistil kämpfen wird.

Jörg Richter

Markneukirchen – Die deutsche Greco-Auswahl der Kadetten, reiste zu einem Internationalen Turnier, mit anschließenden Trainingslehrgang nach Chisinau (MDA). Für diese Wettkampfreise wurde auch der Neuzugang des AV Germania Markneukirchen Marko Stoll nominiert, nachdem dieser das DRB-Ranglistenturnier gewonnen hatte, dass am 12. Januar in Bindlach ausgetragen wurde.

Auch in Moldawien ließ der Neu-Markneukirchner nichts anbrennen; mit drei souveränen Vorrundenerfolgen über Konkurrenz aus Ungarn, Rumänien und Moldawien kämpfte sich Marko Stoll ins Halbfinale und mit einem weiteren Sieg durch technische Überlegenheit auch ins Finale, wo er erneut vorzeitig, mit einem Schultersieg glänzte. 

„Eine Super Leistung das lässt auch für die internationalen Meisterschaften hoffen“, so Markneukirchens Mannschaftsleiter Jörg Guttmann.
Angebote anderer Vereine hatte der aus Nordrheinwestfalen stammende A-Jugendliche genügend. „Doch als ihn Justin Müller vergangenes Jahr mit zum Punktkampf nach Markneukirchen genommen hatte und Marko Stoll die Stimmung live miterlebte, schlug auch sein Pendel zu Gunsten der Musikstädter aus. 
Die Stimmung und der Zusammenhalt im Team des AVG dürften auch William Stier bewogen haben, für die kommende Saison vom FC Erzgebirge Aue nach Markneukirchen zu wechseln. „Mit dem Trainingspartner von Justin Müller bekommen wir eine gute Ergänzung im Freistilbereich, wo wir vergangene Saison verletzungsbedingt große Probleme hatten“, beruhigt Jörg Guttmann seine Griechisch-Römisch-Spezialisten, die dann wohl nicht mehr stilartfremd aushelfen müssen. 

Auf der Markneukirchner Wechselliste steht auch eine weitere Personalie – so tritt nach seiner Wechselsperre auch der Deutsche Juniorenmeister und EM-Fünfte der Junioren, Kevin Lucht im Ringertrikot des AV Germania an, allerdings nur bei Einzelwettkämpfen. „Kevin Lucht kämpfte zuletzt für den KSV Pausa, wechselt jedoch zum RV Lübtheen. Für sein Einzelstartrecht suchte er einen neuen Verein und trat an uns heran“, bestätigt der sportliche Leiter des AVG Jörg Guttmann auch diesen Wechsel. 

Kevin Lucht kommt aus Stendal, trainiert am Leistungs-Stützpunkt in Leipzig und ist wie Justin Müller Angehöriger der Sportfördergruppe der Sächsischen Polizei. „Damit muss er einem sächsischen Verein angehören“, erklärt Guttmann die Hintergründe des Wechsels. Kevin Lucht erzielte beim Grand Prix von Frankreich, in Nizza den 5. Platz und muss nun noch im internen Ausringen um sein Ticket zur Europameisterschaft der U-23 kämpfen. 
Nachdem Franz Richter (130 kg/GR) und Justin Müller (65 kg/FR) bereits für die Titelkämpfe vom 3.-10.3.2019 in Novi Sad (SRB) nominiert wurden, könnte nun mit Kevin Lucht gar ein dritter AVG-Ringer dazu kommen, wenn der Neuzugang am 25. Februar das ‚interne Ausringen‘ gegen Matthias Schmidt vom SRC Viernheim, um den Startplatz im Limit bis 79 kg/FR gewinnt. 

Jörg Richter

 

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Markneukirchens Neuzugang Marko Stoll glänzte in Chisinau (MDA) mit einem souveränen Turniersieg.

Justin Müller in Frankreich auf Rang 5

Nizza – AVG-Ringer Justin Müller startete am Wochenende beim international sehr stark besetzten Grand Prix von Frankreich, bei dem 101 Freistilspezialisten aus 21 Nationen antraten. Verbände wie Russland, Georgien, Weißrussland, USA, Ungarn, oder Rumänien, aber auch der Deutsche Ringer- Bund schickten ihre stärksten Ringer nach Nizza, die dem Turnier ihren Stempel aufdrückten.

Bundestrainer Jürgen Scheibe setzte auf eine sehr junge Mannschaft, darunter auch Justin Müller vom AV Germania Markneukirchen, der im Limit bis 65 kg gemeinsam mit dem Hösbacher Niklas Dorn für dieses Spitzenturnier nominiert wurde. 


In der Qualifikation traf der Musikstädter auf den russischen Spitzenringer Bekhan Goigereev, gegen den er mit 4:14 Punkten unterlag, wobei er es schaffte, dem russischen Vizemeister des Vorjahres als einziger Ringer im Turnier überhaupt Punkte abzuknöpfen. Mit dem Finaleinzug von Goigereev, der 2014 die Silbermedaille bei den Europameisterschaften gewann, zog Müller in die Hoffnungsrunde ein, wo er den Spanier Juan Paplo Gonzales mit beim Stand von 4:4 Punkten schulterte. Damit stand Justin Müller im kleinen Finale, wo er allerdings auf den WM-Fünften George Bucur aus Rumänien traf. Gegen den 32-jährigen Routinier, der seit 2003 erfolgreich auf internationalen Matten kämpft, verlor er mit 2:13 Wertungspunkten.

Platz 5 für den AVG-Ringer in Nizza, der sich damit weit vor seinem Landsmann Niklas Dorn platzierte, der im Vorjahr den 5. Platz bei den Europameisterschaften der Altersklasse U-23 erkämpft hatte und in Nizza nach einer knappen 2:3-Niederlage über Bucur über Rang 13 nicht hinaus kam.

Mit Kevin Lucht und William Stier traten weitere Ringer aus dem Leipziger Leistungszentrum in Nizza an. Lucht, der im Vorjahr in der DRB-Bundesliga für die WKG Pausa/Plauen kämpfte, erreichte nach einer Niederlage im kleinen Finale gegen Krzysztof Sadowik (POL) den 5. Platz im Limit bis 79 kg, William Stier, der ebenfalls in der DRB-Bundesliga für den FCE Aue antrat, beendete das Turnier nach einem Sieg und zwei Niederlagen den 7. Rang.

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Das Leipziger Trio mit Justin Müller, Kevin Lucht und William Stier (v.l.), beim Grand Prix von Frankreich in Nizza.

AVG Markneukirchen verstärkt sein Team weiter

Markneukirchen – Die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen verstärken sich weiter, nachdem vergangene Woche bereits Marco Stoll, vom RC Hürth als Neuzugang des AVG vermeldet wurde, unterschrieb nun auch der amtierende Deutsche Juniorenmeister Friedrich Fouda bei den Ringern aus der Musikstadt.


Friedrich Fouda erlernte beim ASV Plauen das Ringer-A-B-C und ist - wie auch Schwergewichtler Franz Richter 20 Jahre jung, die beiden Griechisch-Römisch-Spezialisten verbindet eine jahrelange Freundschaft, zudem sie 2015 und 2017 gemeinsam Trainingslehrgänge und Wettkämpfe mit der DRB-Kadetten- und Juniorenauswahl bestritten.

2015 gewann Friedrich Fouda bei den Deutschen Meisterschaften der Kadetten in Plauen Bronze, wurde später für die Europameisterschaften dieser Altersklasse in Subotica (Serbien) nominiert. 2017 und auch 2018 feierte der Spitzenstädter den Gewinn des Deutschen Meistertitels bei den Junioren, einen weiteren Einsatz bei Internationalen Meisterschaften gab es jedoch nicht, zumal er sich im Vorjahr eine Schulterverletzung zuzog und für mehrere Monate ausfiel.

Einzelmeisterschaften wird Friedrich Fouda weiter für seinen Heimatverein ASV Plauen bestreiten, für die Regionalliga bekommt er eine Gaststartgenehmigung seines Vereins für den AV Germania Markneukirchen.

Auch wenn wir dieses Jahr noch nicht aufsteigen, wir nehmen Anlauf in die DRB-Bundesliga, wollen den den Sprung in die höchste Kampfklasse im kommenden Jahr mit jungen, erfolgshungrigen Ringern schaffen und da passt Friedrich Fouda hervorragend ins Gefüge“, freut sich AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann über den Neuzugang, der eine Lücke der Germanen im Mittel- und Halbschwergewicht füllen wird.

 

Vergangene Woche unterschrieben auch Serjan Simonyan und Roman Walter für die neue Saison, nachdem auch Valerij Borgoiakov den Musikstädtern die Treue hält.

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Schwergewichtler starten in Markneukirchen ins neue Kalenderjahr

Ringer bereiten sich in Markneukirchen auf die neue Saison der Einzelmeisterschaften vor

Markneukirchen – Auf Langlaufski startet AVG-Schwergewichtler Franz Richter ins neue Kalenderjahr, Ausdauer, aber auch Technik und Kraft steht auf dem Programm der ersten Trainingswoche des neuen Jahres. Absolvieren kann er das erste Trainingscamp des neuen Jahres in Markneukirchen, während Schöneck gute Skibedingungen bietet. Mit nach Markneukirchen kam auch Christian John, mit dem Richter gemeinsam am Bundesstützpunkt Frankfurt(O.) trainiert. Verstärkung bekamen die beiden Schwergewichtler aus der Ukraine, Mykola Kuchmii stieß nach dem Halbfinaleduell des ASV Nendingen in Schifferstadt zum Duo nach Markneukirchen. „Wir haben schon viele Jahre enge Beziehungen zu den Ringern in Kiev, da hat es gepasst, das Mykola Kuchmii diese Woche in Deutschland bleibt und mit uns trainiert“, so Franz Richter, der auch schon mehrfach in Kiev bei Spitzencoach Artur Dzigasov trainierte.

Vormittags geht es derzeit für die drei Schwergewichtler in die Loipe nach Schöneck, Nachmittags in der Ringerhalle Markneukirchen auf die Matte, Abends in die Sauna, oder Kraftraum. „Optimale Bedingungen zum Leistungsaufbau“, so Richter über die anstrengenden Tage zum Jahresbeginn, wobei die kleine Trainungsgruppe samt Trainer in der ‚Wohlfühlherberge Weitblick‘, zwischen Markneukirchen und Erlbach kampierte und dort regelrecht verwöhnt wurde.

Am Nachmittag des ersten Trainingstages ein schönes Bild in der Ringerhalle Markneukirchen, denn während die drei ‚schweren Jungs‘ ihr Technik-Programm absolvierten, tollte AVG-Trainerin Anne Plaul mit der Bambinigruppe im hinteren Teil der Halle über die Matte . „Die kleinsten Mattenfüchse, die teilweise noch nicht einmal die Ringerschuhe allein zubinden können, zusammen mit Weltklasseringern auf einer Matte“, freute sich auch der AVG-Vorsitzende Jens Berndt über das schöne Bild. 


Immerhin feierte Christian John 2012 den Gewinn des Europameistertitels bei den Junioren, 2015 holte der Eisenhüttenstädter Bronze bei den Europameisterschaften der U-23. Inzwischen ist John bei den Männern angekommen, 2017 beendete er die Europameisterschaften in Novy Sad (SRB) auf dem 5. Platz. Bei den Thor Masters 2018 in Nyköping (DEN) wurde Christian John Turniersieger. In der Bundesliga schnürt Christian John seine Ringerschuhe erfolgreich für den TuS Adelhausen. Am vergangenen Wochenende fegte der Eisenhüttenstädter im Halbfinalkampf gegen Titelverteidiger Burghausen den Hofer Ramsin Azizsir mit technischer Überlegenheit von der Matte.
Der Ukrainer Mykola Kuchmii kämpft seit 2012 auf internationalen Matten, seinen größten Erfolg feierte der Schwergewichtler 2017 bei der Weltmeisterschaft in Paris (FRA), wo er knapp an Bronze vorbei schlitterte und Fünfter wurde. 2015 gewann Kuchmii bei den Europameisterschaften der U-23 die Silbermedaille. 


Gleich zwei internationale Meisterschaftsmedaillen feierte Franz Richter im nun vergangenen Jahr, bei den Junioren. In Rom wurde er 2018 Vize-Europameister, wenige Wochen später gewann der Markneukirchner im slowakischen Trnava WM-Bronze. Richter rückt nunmehr in die Altersklasse der U-23, auf, wo die Trauben weitaus höher hängen. Das Trainingscamp, gleich zum Start ins neue Jahr ist dafür die richtige Belastung, denn im Februar wartet das Weltranglistenturnier in Havanna (CUB), sowie ein hartes, internationales Trainingscamp auf den 20-jährigen, der dort im Vorjahr mit Bronze ein erstes Ausrufezeichen setzte, bereits im März steht für den Markneukirchner, der vom Deutschen Ringer- Bund zum Nachwuchsringer des Jahres gekürt wurde, die Europameisterschaft der U-23 in Novy Sad (SRB) an. 
„Das Training ist schon sehr hart, aber das Umfeld, mit der Freundlichkeit in der Herberge Weitblick, aber auch seitens des Vereins und verschiedener Sponsoren ist einfach schön“, so Franz Richter zum ‚Einstieg‘ ins neue Kalenderjahr.

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Franz Richter, Mykola Kuchmii und Christian John (TuS Adelhausen)- drei Schwergewichtler, die schon internationales Edelmetall verbuchen konnten - und die Bambinigruppe des AVG Markneukirchen mit Trainerin Anne Plaul.

Traditionelles Prellballturnier in Markneukirchen zum Jahreswechsel

Markneukirchen – Jährlich wird zwischen den Feiertagen in Markneukirchen ein Prellballturnier ausgetragen, an denen zahlreiche Mattenfüchse teilnehmen, aber inzwischen auch viele Freizeitsportler Gefallen finden. 


Prellball ist der Ringer liebstes Spiel, ähnlich einem Tennis-Doppel spielen jeweils zwei Athleten in einer Mannschaft einen Ball über Turnbänke, die die Ringermatte in zwei gleiche Hälften teilen. „Es ist ein sehr schnelles Spiel, man kann Kondition, Geschicklichkeit und Schnelligkeit-, aber auch Ausdauer damit trainieren“, ist Prellball laut AVG-Trainer Andy Schubert fester Bestandteil des Trainings. Für die ehemaligen Ringer hingegen ist Prellball ein willkommenes Spiel um die Fitness zu erhalten.

9 Teams waren es in Markneukirchen, die den riesigen Sieger-Pokal ausspielten. 


Spannend ging es im Finale zu, wo vor allem Heiko Holzapfel einige Kabinettstücke aus seiner Trickkiste lieferte, was die vielen Zuschauer zu Sonderapplaus animierte. Doch auch die trickreichsten Kopfbälle von Heiko Holzapfel, der zusammen mit Alexander Geipel bis ins Finale vordrang nützten nichts gegen das Duo Jörg Guttmann/Björn Hauck, dass am Ende viel Kampfgeist entgegen setzte und letztendlich den großen Siegerpokal in Empfang nahm. Den 3. Platz erkämpften Andre Backhaus und Bernd Weller.
„Auch die Altersspanne ging weit auseinander, mit Peter Pardon zählt der älteste Akteur 69 Lenze, dagegen war Niklas Richter, der jüngere Bruder unseres Franz Richter erst 15 Jahre jung“, unterstreicht der AVG-Vorsitzende Jens Berndt, das Prellball ein Spiel für jedes Alter ist. Der jüngste Spieler stand gemeinsam mit Alexander Römer dem ältesten Teilnehmer im Spiel um Platz 5 gegenüber, der mit Nico Picker ein Team bildete, wobei die Jugend gegen die Erfahrung siegte.

Prellball als Ringerspiel ist auch weit über die Ländergrenzen hinaus bekannt und beliebt, so werden am 12. Januar die Ostdeutschen Prellballmeisterschaften in Merseburg ausgetragen, wobei man in Sachsen-Anhalt – der einstigen Wiege des Prellball, die Gründung eines eigenen Verbandes anstrebt. Doch das ist Zukunftsvision weit abseits der Ringermatten.

Jörg Richter

Markneukirchen – Es wurde ein Rekord, der wohl in die Geschichtsbücher der Regionalliga Mitteldeutschland eingehen- und sicher auch einige Zeit Bestand haben wird, der AV Germania Markneukirchen ist seit 35 Kämpfen unbezwungen. Die Ringer aus dem oberen Vogtland bleiben in den letzten beiden Meisterschaftsrunden ohne Niederlage, verteidigten damit souverän den Staffelsieg aus dem Vorjahr. Zuletzt verloren die Ringer des AVG-Trainergespannes Andre Backhaus/Andy Schubert am 9. Dezember 2017, beim Final-Hinkampf in Greiz, der mit 16:13 verloren ging. Den Rückkampf gewannen die AVG-Recken zwar mit 14:13, doch die Kampfpunktdifferenz sprach für die Greizer, die seither in der DRB-Bundesliga erfolgreich kämpfen. Um die letzte Heimniederlage des AVG zu ermitteln, muss man in der Geschichte noch ein weiteres Jahr zurück gehen, denn die stammt vom 12. November, als damals noch in der 2. Bundesliga gegen den KAV Mansfelder Land mit 13:16 verloren wurde.

Beim Abschiedskampf aus der Regionalliga Mitteldeutschland hatte der AV Germania Markneukirchen gegen den SV Luftfahrt Berlin nicht viel Wiederstand zu brechen, ofiziell 180 Zuschauer sahen in den 8 Begegnungen eine überlegene Heimmannschaft, die schon zur Pause mit 13:0 in Führung lag und letztendlich mit 30:0 gewann.


Zwar hatte AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann Papiergewichtler Valerij Borgoiakov vorzeitig in die Weihnachtsferien nach Hause geschickt, doch trat auch Berlins James Schreiner mit Übergewicht auf das Wiegeinstrument, so dass dieses Duell mit 0:0 gewertet wurde. Doch dann gab es kein Halten mehr, Lukasz Dublinowski (130 kg/FR) und Roman Walter (61 kg/FR) siegten jeweils mit technischer Überlegenheit, noch in den ersten Runden ihrer Kampfzeit. Marian Mihalik (98 kg/GR) sprang erneut für Friedrich Fouda ein, musste jedoch nicht kämpfen, da Berlin im Halbschwergewicht keinen Gegner für ihn mitgebracht hatte. Auch Marco Stoll (66 kg/GR) ließ gegen die ungarische Verstärkung des SV Luftfahrt Ferenc Kecskemeti nichts anbrennen und gewann mit schönen Würfen nach 3:50 Minuten mit 17:2, ebenfalls noch vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit. Da bedingt durch zwei kampflose Gewichtsklassen erst drei Duelle absolviert waren, entschied man sich dazu, das Limit bis 86 Kilo(FR) noch in die erste Halbzeit des Kampfabends vorzuziehen. Doch auch Julian Gebhard hatte kein Erbarmen mit seinem Kontrahenten Niklas Kaltenborn, gegen den er nach 2:39 Minuten die 15-Punkte-Differenz erreicht hatte, die zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit führt.

Nach dem Pausentee kam dann doch noch so etwas wie Spannung auf, denn Justin Müller (71 kg/FR) musste gegen Doa Küksar sein gesamtes Können in die Waagschale werfen, um am Ende 2:0 Wertungspunkte einzufahren, die zum knappen Punktsieg führten.
Schwer tat sich auch AVG-Neuzugang Bence Fulai (80 kg/GR), der gegen Simon Papsdorf in der zweiten Kampfrunde konditionell einbrach, aber gegen Ende der 5. Minute einen Wurfversuch des Berliners abfing und den 5:3-Vorsprung nach Hause brachte.
Sejran Simonyan (75 kg/GR) zeigte den neuen Mannschaftskameraden im Anschluss, was ein souverän geführter Kampf ist, beim Stand von 17:0 schulterte Simonyan den keinesfalls schlechten Tim Knobloch nach nur 2:34 Minuten. Im letzten Duell des Abends wollte es auch William Stier (75 kg/FR) noch einmal genau wissen, er fegte Tobias Bock in nur 82 Sekunden mit 16:0 von der Matte und wurde dafür von Markneukirchens Bürgermeister Andreas Rubner zum Kämpfer des Tages gekürt.

Bei der Pressekonferenz im Anschluss der Begegnung, die mit einem klaren 30:0 endete, gingen die Trainer beider Teams gar nicht vordergründig auf das Ergebnis ein, sondern blickten bereits auf die neue Saison, wo der SV Luftfahrt Berlin einen überlegenen Kontrahenten weniger hat, denn Markneukirchen verabschiedet sich in die DRB-Bundesliga. „Die Mannschaft bleibt im Großen und Ganzen zusammen, dennoch müssen wir uns verstärken, wenn es in der kommenden Meisterschaftsrunde in Lokalderbys gegen Aue und Greiz geht“, blickt Andre Backhaus schon voraus, während sich Berlins Trainer Swen Lieberamm mit den Worten; „… wir wünschen euch für das Abenteuer 1. Bundesliga viel Glück“, in Richtung Greiz verabschiedete, wo er sich mit seinem Team die entscheitende Begegnung um Platz drei zwischen Greiz und Nürnberg in der DRB-Bundesliga Staffel Südost ansehen wollte.

Greiz unterlag vor 1108 Zuschauern gegen Nürnberg, damit war Aufsteiger ASV Schorndorf lachender Dritter, der den bislang ungeschlagenen, haushohen Meisterschaftsfavoriten Burghausen mit 28:9 bezwingen konnte. Doch Glücksgöttin Fortune wollte es dann auch nicht übertreiben, Schorndorf flog aus dem Lostopf der drei Drittplattzierten, während der KSV Witten und die RKG Freiburg 2000 aus den beiden anderen Staffeln in die Runde der besten Acht einzogen.

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