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Bundesligastart verschiebt sich

Markneukirchen – Nationale- und auch internationale Meisterschaften der Ringer wurden vom Deutschen Ringer- Bund, aber auch vom Weltverband auf Grund der Corona-Pandemie bereits auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Derzeit terminiert der internationale Dachverband der Ringer ‚United World Wrestling‘ den internationalen Kalender neu, danach will auch der DRB die Deutschen Meisterschaften neu ansetzen, um Kollisionen mit den großen Wettkämpfen-, vor allem aber mit den noch ausstehenden Olympia-Qualifikationen zu vermeiden.
Damit hängt auch der Start der DRB-Bundesliga 2020 am seidenen Faden. Ursprünglich sollte die Saison 2020/2021 am 5. bzw. 19. September angepfiffen werden. Wie der Geschäftsführer des Deutschen Ringer- Bundes Karl Martin Dittmann mitteilte, wird der Start in die neue Meisterschaftsrunde um einen Monat nach hinten- in den Oktober verschoben. „Der genaue Termin ist jedoch abhängig von den Olympia-Qualifikationskämpfen, deren Termine die UWW derzeit neu erstellt“, so Dittmann weiter.

Für die Bundesligavereine bedeutet das eine komplette Neuordnung des Wettkampfkalenders, denn die Heimkämpfe sind für die meisten Vereine in der Sporthallenvergabe bereits geplant, Termine sind längst fest gezurrt. Glück für den AVG Markneukirchen, der über eine eigene Arena verfügt.


Doch auch der finanzielle Druck wird für viele Verbände und Vereine größer. So signalisiert der Deutsche Ringer- Bund, dass sich erste Sponsoren zurück ziehen und auch Gelder aus den geplanten Einnahmen der nunmehr verschobenen Deutschen Meisterschaften fehlen. Ähnlich geht es auch den Vereinen, von denen einige ihren Etat für die Meisterschaftsrunde 2020/2021 noch nicht gedeckelt haben. Die restlichen Gelder noch zu bekommen, dürfte zum jetzigen Zeitpunkt schwierig werden.


„Wir hoffen natürlich, dass trotz aller Widrigkeiten alle Mannschaften antreten“, so der Mannschaftsleiter des AV Germania Markneukirchen Jörg Guttmann, der über einen vergleichsweise kleinen Etat verfügt, während die Red Devils Heilbronn nach eigener Aussage noch etwa 150.000 € benötigen um die neue Meisterschaftsrunde auch finanziell abzusichern. So startete der TuS Adelhausen (DRB-Bundesliga Südwest) kürzlich eine Umfrage bei den 25 Erstligavereinen, „… doch die Funktionäre halten sich bedeckt“, so die Initiatoren über die Resonanz enttäuscht, die jedoch auch wissen, dass viele Vereinsfunktionäre zum jetzigen Zeitpunkt erst einmal abwarten, ob ab Mai/Juni Entspannung in Sicht ist.

In Markneukirchen sieht man die Verschiebung des Bundesligastartes gelassen; „… die Mannschaft steht und auch die neuen Termine stören angesichts einer eigenen Halle nicht, zudem uns damit ein Monat mehr Zeit für den Umbau gegeben wird“, hofft der AVG-Vorsitzende Jens Berndt, dass die Bauarbeiten am Objekt dann abgeschlossen sind- und die neuen Räume bis zum Start in die neue Saison dem Breitensport zur Nutzung übergeben wurden.

Jörg Richter

Traum geht in Erfüllung - Franz Richter kämpft mit Markneukirchen in Liga 1

Markneukirchen – „Das letzte Jahr war ein Balance-Akt, aber wir konnten unseren Schwergewichtler Franz Richter überzeugen, für ein weiteres Regionalligajahr für den AVG zu kämpfen, um dann gemeinsam mit uns in die DRB-Bundesliga aufzusteigen“, erzählt der Mannschaftsleiter des AV Germania Markneukirchen, Jörg Guttmann, der viele Gespräche führen musste, denn der Griechisch-Römisch-Spezialist wurde von mehreren Erstbundesligisten heftig umworben. Auch Bundestrainer Michael Carl sieht seine Schützlinge viel lieber in der höchsten Kampfklasse, wo sie sich gegen nationale- und internationale Spitzenringer beweisen müssen.
Doch Franz Richter blieb, kämpfte trotz des noch nicht ganz auskurierten Kieferbruchs achtbar und gewann alle 6 Kämpfe, aus denen er 19 Mannschaftspunkte holte. Drei Mal gewann Franz Richter durch technische Überlegenheit, drei Mal musste er über die 6-minütige Kampfzeit gehen, um zum Punkterfolg zu kommen.

Nachdem bereits Maximilian Simon für das kommende Meisterschaftsjahr beim AV Germania in der DRB-Bundesliga unterschrieben hat, setzte mit Franz Richter auch der zweite Athlet aus dem Bundes-Leistungsstützpunkt Frankfurt(O.) seine Unterschrift unter den AVG-Kontrakt.
Vergangene Woche feierte der 2-Meter-Hüne seinen 22. Geburtstag, trainiert derzeit gemeinsam mit seinen Geschwistern im heimischen Elternhaus in Leipzig, dass nun mit Gewichten, Medizinbällen und Kraftgeräten ausgestattet wurde.

Für Franz Richter nach verletzungsbedingten Trainingsausfällen eine ideale Zeit für Grundlagentraining. Dabei hofft er, dass die Europameisterschaft der U-23, vom 13. bis 19. Juli nach abgeflauter Corona-Krise in Salzburg (AUT) ausgetragen wird, die dann sein nächster, internationale Einsatz wäre. Eine Entscheidung, ob die kontinentalen Titelkämpfe in Österreich ausgetragen werden, fällt am 10. Juni, bei einer Pressekonferenz in der Mozartstadt.


Die neue Saison der DRB-Bundesliga beginnt für den AV Germania Markneukirchen am 19. September, mit dem Heimkampf gegen den ASV Schorndorf. Richters erster Gegner wäre dann voraussichtlich Jello Krahmer, der bei der diesjährigen Europameisterschaft der Männer in Rom (ITA) Bronze gewinnen konnte.

Jörg Richter

Ahmed Bilici rückt nach Markneukirchen

Markneukirchen – Nach der Neuverpflichtung des tschechischen Auswahlringers Petr Novak wurde nun auch ein zweiter Neuzugang bekannt; Ahmed Bilici wird das Markneukirchner DRB-Bundesligateam in den Gewichtsklassen 98 und 130 kg verstärken. Der 32-jährige Freistilringer aus der Türkei kämpfte zuletzt beim SV Hallbergmoos, die Randmünchener zogen ihre Mannschaft nach der abgelaufenen Saison 2019 aus der höchsten Kampfklasse zurück.

Ahmed Bilici ist ein erfahrener Ringer, der seit 2004 auf internationalen Matten kämpft. Auf Grund großer, nationaler Konkurrenz in seiner Gewichtsklasse schaffte es Ahmed Bilici nur im Kadettenbereich zu Einsätzen mit der türkischen Auswahl bei internationalen Meisterschaften, doch er nimmt bis heute erfolgreich an großen Pokalwettkämpfen wie dem Alexander-Medwed-Turnier, Dan-Kolov-Turnier, dem Zilokowski-Memorial, oder dem hoch dotierten Yasar Dogu-Cup teil. 2018 gewann er bei den Mittelmeer-Meisterschaften Gold, bei den Club-Weltmeisterschaften belegte er mit der türkischen Club-Auswahl den zweiten Platz hinter dem Iran.

Für das Markneukirchner Team ist Ahmed Bilici allerdings ein großer Gewinn wo er die schweren Gewichtsklassen im freien Ringkampf besetzt. Im Vorjahr kämpfte der türkische Ringer beim SV Siegfried Hallbergmoos, er gewann sechs Duelle, verlor nur einmal mit 3:4 gegen den polnischen Spitzenringer Zbigniew Baranowski (SV Wacker Burghausen). Allerdings holte Bilici gegen Patrick Dublinowski (Heilbronn), Christoph Meixner (Lichtenfels), Stefan Lippke (Greiz) und im Limit bis 125 kg noch einmal gegen Christoph Meixner (Lichtenfels) vorzeitige Siege - und damit jeweils 4 Mannschaftspunkte.

„Er passt in die Mannschaft, sportlich und charakterlich in Ordnung“, so Mannschaftsleiter Jörg Guttmann, der nach der Absage von Lukasz Dublinowski beim SV Hallbergmoos fündig wurde, der seine Mannschaft nach der vergangenen Saison aus der DRB-Bundesliga zurück zog. „Zudem gehört er nicht der türkischen Auswahl an, muss nicht hin- und herfliegen, er ist die meiste Zeit in Deutschland, was die Kosten minimiert“, so Guttmann weiter, der mit Bilici gleich zwei Gewichtsklassen abgedeckt sieht.

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Simon bleibt in Markneukirchen

Markneukirchen – Maximilian Simon hat mit seinen beherzten Kämpfen für den AV Germania Markneukirchen die Herzen der Fans im Sturm erobert. In der Regionalliga war der erst 18-jährige Heißsporn ein sicherer Punktegarant. Auch bei Einzelmeisterschaften brillierte Simon, der aus Weißwasser kommt und gemeinsam mit Franz Richter am Bundesstützpunkt in Frankfurt/O.) trainiert, im vogtländischen Plauen wurde er 2019 Deutscher Meister bei den Junioren und katapultierte sich damit in das DRB-Auswahlteam um Bundestrainer Maik Bullmann.

Nun will es Maximilian Simon auch in der höchsten Kampfklasse wissen, er unterschrieb erneut beim AV Germania, bleibt auch in der DRB-Bundesliga Markneukirchner. „Es ist eine starke Truppe, es macht Spaß hier zu ringen“, so Maximilian Simon, der damit eine wichtige Weiche stellt. „Die Kämpfe in der höchsten Klasse werden ihn auch in seiner leistungssportlichen Entwicklung weiter bringen“, ist sich der sportliche Leiter des AVG Jörg Guttmann sicher, dass von dem jungen Ringer noch viel zu erwarten ist. Für eine riesen Überraschung sorgte Maximilian Simon im Vorjahr, als er im Punktkampf in Frankfurt(O.) dem EM- und WM-Teilnehmer Erik Weiß (KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt eine Schulterniederlage beibrachte.

Noch bis zum Freitag weilt Maximilian Simon mit der deutschen Juniorenauswahl im Trainingscamp in Belek (Türkei), wo sich die jungen Ringer schon auf die internationalen Höhepunkte des Jahres vorbereiten, aber auch Schwung holen für die Deutschen Meisterschaften, die vom 24.-26. April im südbadischen Lahr ausgetragen werden und bei denen der AVG-Ringer seinen Titel möglichst verteidigen möchte.

Jörg Richter

Markneukirchen – Beim Erstligaaufsteiger AV Germania Markneukirchen laufen die Vorbereitungen auf die neue Meisterschaftsrunde auf Hochtouren, nun sickerte auch die erste Neuverpflichtung des AVG durch: der tschechische Auswahlringer Petr Novák (Olympia Prag) wird für die Mannschaft aus dem Oberen Vogtland ab September auf die Matte treten. Petr Novak kämpfte in der Region schon beim KSC Motor Jena, vor seiner Verpflichtung in Jena auch einige Zeit für den RV Thalheim, wo er bei einigen Begegnungen seine Visitenkarte in Markneukirchen abgab.

Der 32-jährige Routinier kämpft seit 2004 auf internationalen Matten für die tschechische Auswahl, rückte in diesem Jahr bei den Thor-Masters in Dänemark ins Limit bis 87 Kilo auf, wo er den 8. Platz belegte. Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Nur-Sultan (KAZ) erreichte Petr Novak unter 23 Teilnehmern den 11. Platz, die Europameisterschaften des gleichen Jahres in Bukarest (ROU) beendete der Tscheche auf dem 8. Platz. Zuletzt kämpfte er in der Oberliga Bayern äußerst erfolgreich beim Tabellenvierten SC Oberölsbach.

„Ich habe ihn schon längere Zeit beobachtet, er kann eben über 6 Minuten nach vorn marschieren und passt in unser Mannschaftsgefüge“, so Mannschaftsleiter Jörg Guttmann.

Jörg Richter

Foto: Czech Fighters

Markneukirchen – Es wurde ein Rekord, der wohl in die Geschichtsbücher der Regionalliga Mitteldeutschland eingehen- und sicher auch einige Zeit Bestand haben wird, der AV Germania Markneukirchen ist seit 35 Kämpfen unbezwungen. Die Ringer aus dem oberen Vogtland bleiben in den letzten beiden Meisterschaftsrunden ohne Niederlage, verteidigten damit souverän den Staffelsieg aus dem Vorjahr. Zuletzt verloren die Ringer des AVG-Trainergespannes Andre Backhaus/Andy Schubert am 9. Dezember 2017, beim Final-Hinkampf in Greiz, der mit 16:13 verloren ging. Den Rückkampf gewannen die AVG-Recken zwar mit 14:13, doch die Kampfpunktdifferenz sprach für die Greizer, die seither in der DRB-Bundesliga erfolgreich kämpfen. Um die letzte Heimniederlage des AVG zu ermitteln, muss man in der Geschichte noch ein weiteres Jahr zurück gehen, denn die stammt vom 12. November, als damals noch in der 2. Bundesliga gegen den KAV Mansfelder Land mit 13:16 verloren wurde.

Beim Abschiedskampf aus der Regionalliga Mitteldeutschland hatte der AV Germania Markneukirchen gegen den SV Luftfahrt Berlin nicht viel Wiederstand zu brechen, ofiziell 180 Zuschauer sahen in den 8 Begegnungen eine überlegene Heimmannschaft, die schon zur Pause mit 13:0 in Führung lag und letztendlich mit 30:0 gewann.


Zwar hatte AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann Papiergewichtler Valerij Borgoiakov vorzeitig in die Weihnachtsferien nach Hause geschickt, doch trat auch Berlins James Schreiner mit Übergewicht auf das Wiegeinstrument, so dass dieses Duell mit 0:0 gewertet wurde. Doch dann gab es kein Halten mehr, Lukasz Dublinowski (130 kg/FR) und Roman Walter (61 kg/FR) siegten jeweils mit technischer Überlegenheit, noch in den ersten Runden ihrer Kampfzeit. Marian Mihalik (98 kg/GR) sprang erneut für Friedrich Fouda ein, musste jedoch nicht kämpfen, da Berlin im Halbschwergewicht keinen Gegner für ihn mitgebracht hatte. Auch Marco Stoll (66 kg/GR) ließ gegen die ungarische Verstärkung des SV Luftfahrt Ferenc Kecskemeti nichts anbrennen und gewann mit schönen Würfen nach 3:50 Minuten mit 17:2, ebenfalls noch vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit. Da bedingt durch zwei kampflose Gewichtsklassen erst drei Duelle absolviert waren, entschied man sich dazu, das Limit bis 86 Kilo(FR) noch in die erste Halbzeit des Kampfabends vorzuziehen. Doch auch Julian Gebhard hatte kein Erbarmen mit seinem Kontrahenten Niklas Kaltenborn, gegen den er nach 2:39 Minuten die 15-Punkte-Differenz erreicht hatte, die zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit führt.

Nach dem Pausentee kam dann doch noch so etwas wie Spannung auf, denn Justin Müller (71 kg/FR) musste gegen Doa Küksar sein gesamtes Können in die Waagschale werfen, um am Ende 2:0 Wertungspunkte einzufahren, die zum knappen Punktsieg führten.
Schwer tat sich auch AVG-Neuzugang Bence Fulai (80 kg/GR), der gegen Simon Papsdorf in der zweiten Kampfrunde konditionell einbrach, aber gegen Ende der 5. Minute einen Wurfversuch des Berliners abfing und den 5:3-Vorsprung nach Hause brachte.
Sejran Simonyan (75 kg/GR) zeigte den neuen Mannschaftskameraden im Anschluss, was ein souverän geführter Kampf ist, beim Stand von 17:0 schulterte Simonyan den keinesfalls schlechten Tim Knobloch nach nur 2:34 Minuten. Im letzten Duell des Abends wollte es auch William Stier (75 kg/FR) noch einmal genau wissen, er fegte Tobias Bock in nur 82 Sekunden mit 16:0 von der Matte und wurde dafür von Markneukirchens Bürgermeister Andreas Rubner zum Kämpfer des Tages gekürt.

Bei der Pressekonferenz im Anschluss der Begegnung, die mit einem klaren 30:0 endete, gingen die Trainer beider Teams gar nicht vordergründig auf das Ergebnis ein, sondern blickten bereits auf die neue Saison, wo der SV Luftfahrt Berlin einen überlegenen Kontrahenten weniger hat, denn Markneukirchen verabschiedet sich in die DRB-Bundesliga. „Die Mannschaft bleibt im Großen und Ganzen zusammen, dennoch müssen wir uns verstärken, wenn es in der kommenden Meisterschaftsrunde in Lokalderbys gegen Aue und Greiz geht“, blickt Andre Backhaus schon voraus, während sich Berlins Trainer Swen Lieberamm mit den Worten; „… wir wünschen euch für das Abenteuer 1. Bundesliga viel Glück“, in Richtung Greiz verabschiedete, wo er sich mit seinem Team die entscheitende Begegnung um Platz drei zwischen Greiz und Nürnberg in der DRB-Bundesliga Staffel Südost ansehen wollte.

Greiz unterlag vor 1108 Zuschauern gegen Nürnberg, damit war Aufsteiger ASV Schorndorf lachender Dritter, der den bislang ungeschlagenen, haushohen Meisterschaftsfavoriten Burghausen mit 28:9 bezwingen konnte. Doch Glücksgöttin Fortune wollte es dann auch nicht übertreiben, Schorndorf flog aus dem Lostopf der drei Drittplattzierten, während der KSV Witten und die RKG Freiburg 2000 aus den beiden anderen Staffeln in die Runde der besten Acht einzogen.

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Seit einigen Kampftagen steht es fest, die Ringer des AV Germania Markneukirchen sind nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen, mit der Titelverteidigung geht der Blick der Markneukirchner Verantwortlichen aber auch in Richtung DRB-Bundesliga. Über den aktuellen Stand - aber auch die Vision DRB-Bundesliga, die nun in greifbare Nähe rückt, sprachen wir mit dem sportlichen Leiter des AVG, Jörg Guttmann.

Zunächst einmal Gratulation zur vorzeitigen Titelverteidigung, zwar stehen noch zwei Kampftage aus, doch der AVG ist von der Tabellenspitze nicht mehr zu verdrängen. Wie fühlt sich der erneute Staffelsieg in der Regionalliga Mitteldeutschland an ?
Jörg Guttmann: Ein Staffelsieg fühlt sich immer gut an. Letztes Jahr war es schwerer den Titel zu gewinnen. Diese Jahr, auch durch gezielte Verstärkungen, waren wir der Favorit auf den erneuten Titelgewinn. Unser größtes Problem war der Verletzung des Ungarn Bence Fulai, der nicht ersetzt werden konnte. Ich hatte von Beginn an gesagt, dass sich Gelenau sehr gut verstärkt hat, dagegen liegt uns der RV Thalheim. In der bisherigen Rückrunde wurde es gegen Luckenwalde sehr knapp. Den Kampf hätten wir wahrscheinlich nicht gewonnen, wenn sich der gesundheitlich angeschlagene Maximilian Simon nicht in den Dienst der Mannschaft gestellt hätte, um die Spitzenkämpfe aufzugreifen“.

Ist die Saison damit bereits gelaufen ?
Jörg Guttmann: „Wir haben das Ziel auch das zweite Jahr ungeschlagen zu bleiben und das wird am kommenden Wochenende bei der WKG Pausa/Plauen sicher noch einmal spannend werden. Pausa/Plauen hat eine sehr starke Rückrunde gerungen und ist sicher heiß darauf, uns einen großen Kampf zu liefern, doch wir wollen unsere weiße Weste auch in der Erdachsenstadt behalten“.

Nachdem Markneukirchen nun zum zweiten Mal den Staffelsieg in der Regionalliga Mitteldeutschland geholt hat, wird nun die höchste Kampfklasse angepeilt ?
Jörg Guttmann: „Ja, wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist, steigen wir auf. Unser jetziger Kader ist einfach zu stark für die Regionalliga. Wir stehen hier am Scheideweg; entweder den Aufstieg mit dem Team wagen, oder falls wir diesen Schritt nicht machen, den Abgang von vielen Leistungsträgern zu interessierten Bundesligisten in Kauf zu nehmen".

Personaldecke und damit verbunden auch der Etat müssten stark erhöht werden, um dann in der wohl stärksten Vorrundengruppe Südost mithalten zu können ?
Jörg Guttmann: „Die Planungen sind bereits fortgeschritten, Gespräche mit Sponsoren laufen auf Hochtouren. Wir werden dabei keinen ‚Harakiri‘ betreiben und uns finanziell nicht aus dem Fenster lehnen. Insgesamt ist noch viel zu tun, denn wir reden dann von einem Verein, der dann in der höchsten Kampfklasse antritt“.

Trainer und Vorstand haben sich an den letzten Kampftagen schon einmal einen Eindruck bei Bundesligabegegnungen in Aue und Greiz verschafft. Geht die Schere in der Vorrundenstaffel Südost nicht viel zu weit auseinander, wie die Ergebnisse zeigen ?
Jörg Guttmann: „Die Schere geht in allen drei Vorrundengruppen weit auseinander, unser Anspruch wird es auch nicht sein vorn mitzukämpfen, wir wollen mit einer ausgeglichenen Mannschaft das Mittelfeld erreichen. Aue zum Beispiel hat starke Ausländer, aber eine schwache, deutsche Achse, aus der nur Christian John heraus ragt, während Greiz mit einer ausgewogenen Mannschaft nun gar die Play-Off‘s anstrebt“.

Wie steht die Mannschaft einem möglichen Aufstieg gegenüber, bleibt der Kern des Teams zusammen ?
Jörg Guttmann: „Der Kern der Mannschaft bleibt zusammen, die Ringer haben bereits zugesagt, auch im kommenden Jahr für den AVG anzutreten. Über entsprechende Verstärkungen entscheidet der Geldbeutel“.

Vergangene Saison wurde in der DRB-Bundesliga eine Punktregel eingeführt, bei der jeder Ringer entsprechend seinen Erfolgen bewertet wird. Die Spanne reicht dabei von - 2 Zählern für ein Eigengewächs, bis zu + 8 Punkten für einen internationalen Spitzenringer. Insgesamt darf die Punktzahl je Mannschaft 28 Punkte nicht überschreiten. Hat diese Regelung – hin zu mehr deutschen Ringern ihren Zweck erfüllt ?
Jörg Guttmann: „Es gibt für alles ein ‚Für und Wider‘, die 28-Punkte-Regel ist aus unserer Sicht in Ordnung, 8-Punkte-Ringer kommen für uns ohnehin nicht in Frage. Allerdings gibt es für diese vielen Mannschaften in der DRB-Bundesliga zu wenig gute deutsche Ringer, die dann natürlich auch teurer werden. Eine Aufstockung des Ausländeranteils von 4 auf 5 wäre derzeit wohl die beste Lösung“.

Damit hat der AVG die höchste Kampfklasse bereits fest im Fokus, bzw. führt der Umweg über die DRB-Bundesliga in die 2020/2021 neu zu bildende 2. Bundesliga ?
Jörg Guttmann: „Wir haben die Mannschaft mit die Ziel zusammengestellt aufzusteigen und alle sind trotz guter Angebote bei uns geblieben, um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen. Doch uns ist auch bewusst, dass dies nun ein völlig anderes Level ist und wir werden sehen, wo wir da stehen. Bei Bundesligatagung am 01.12.2019 in Würzburg fand sich eine sehr eindeutige Mehrheit für eine zweigleisige 1. Bundesliga mit einer zweigleisigen 2. Bundesliga darunter. Die Sollstärke hierbei soll acht Mannschaften je Gruppe betragen und die Einteilung wie bisher vorwiegend nach geographischen Gesichtspunkten erfolgen. Richtlinien sowie weitere Details werden ab Februar in Zusammenarbeit mit Bundesligaauschuss und Vereinen ausgearbeitet. Was aber schon klar ist, der Platz in der Abschlusstabelle entscheidet darüber in welcher Liga es weitergeht. Grundsätzlich bevorzugen wir eine relativ ausgeglichene Liga mit möglichst vielen Derbys.

Das Gespräch führte Jörg Richter

Bild:
Verschworene Truppe, die Ringer des AV Germania Markneukirchen peilen die DRB-Bundesliga an, der Kern der Mannschaft will zusammen bleiben.

Foto: J. Richter