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Fünf Einzelsiege gegen Hösbach reichten nicht


Im ungewohnten Griechisch Römischen Stil bezwang der moldawische Freistiler Anatolii Buruian den aus Thalheim bekannten Greco-Athleten Peter Haase!

Die Bundesligamannschaft des AV Germania Markneukirchen brannte einmal mehr ein Feuerwerk in der Schrott-Stark-Arena ab – dennoch, die Punkte nahm der Endrundenkandidat KSC Hösbach mit nach Hause. Selbst Gästetrainer Bengt Trageser zollte den AVG-Kämpfern Respekt, „... der 20:14-Sieg für uns geht in Ordnung, doch schon ein Kampf hätte das Ergebnis kippen können“. Jede Mannschaft verbuchte fünf Siege, doch die Aktiven des KSC Hösbach konnte alle ihre Erfolge vorzeitig einfahren, sammelten damit 5 Mal 4 Mannschaftspunkte zum 20:14-Sieg. Doch Markneukirchen wehrte sich tapfer gegen Hösbach, der KSC stand am vergangenen Sonntag im Hessen-Derby gegen den Tabellenführer SC Kleinostheim beim 15:16 vor über 1000 Zuschauer kurz vor einem Sieg. Mehmet Yüce (57 kg/FR) war gegen den Kasachen Daulet Temirzhanov überfordert und verlor nach einer Beinschraube, aus der es kein Entrinnen gab, mit 0:16 nach nicht einmal einer Minute. Danach punktete Franz Richter (130 kg/GR) gegen Hösbachs Robin Ferdinand, der eigentlich im Freistil zu Hause ist und gegen Richter durch passive Kampfesweise auffiel, alle Angriffe des Markneukirchner Schwergewichtlers blockierte. Franz Richter startete in Runde zwei einen Sturmlauf und punktete zum 13:0, holte damit drei Mannschaftspunkte, die von den Fans gefeiert wurden. Für weitere Jubelstürme auf den Rängen der Schrott-Stark-Arena sorgte Anatolii Buruyan (61 kg), der im ungewohnten griechisch-römischen Stil aushelfen muss, aber gegen Peter Haase einen riesigen Kampf machte, den er mit 18:6 Punkten gewinnen konnte. Nach einer anfänglichen Führung des KSC-Bantamgewichtlers, der im erzgebirgischen Thalheim das Ringer-A-B-C erlernte, startete Buruyan durch, holte im Bodenkampf die Siegpunkte und damit weitere drei Mannschaftszähler auf das Konto des AVG. Patrick Dublinowski (98 kg/FR) zog gleich im nächsten Duell nach, setzte Johannes Deml unter Druck und holte einen 3:0-Punktsieg gegen den DRB-Auswahlringer, dessen wütende Angriffe zum Ende der Begegnung nichts Zählbares einbrachten, Dublinowski hielt den Sieg fest. Die Vogtländer lagen nach vier Begegnungen mit 8:4 in Führung. Im letzten Duell vor der Pause hatte sich Roman Walter (66 kg/FR) gegen Niklas Dorn viel vorgenommen, nachdem er in den letzten Begegnungen die Führung kurz vor Ende der Kämpfe noch aus den Händen gegeben hatte. Eine Knieverletzung setzte dem Vorhaben des Markneukirchners ein jähes Ende, Roman Walter musste Mitte der ersten Kampfrunde aufgeben. Halbzeitstand 8:8. Nach der Pause erlebten die 280 Zuschauer, die trotz Erlbacher Kirwe in die Schrott-Stark-Arena gekommen waren, einen Kampf zwischen Markneukirchens Mihail Bradu und dem EM-Dritten von Budapest 2022, Aik Mnatsakanian. Mit unbändigem Kampfgeist holte Bradu die Führung, wehrte sich gegen den stürmisch angreifenden Bulgaren und konterte geschickt zum 5:1-Sieg, den selbst das AVG-Trainerteam Backhaus/Schubert als Überraschung wertete und den Moldawier zum Kämpfer des Tages kürte. Ein schweres Duell hatte Marco Stoll (71 kg/GR) gegen den WM-Dritten von 2021 Gevorg Sahakyan vor sich, doch auch der Deutsche Meister überraschte, kämpfte gegen den international erfahrenen Hösbacher gut mit und ging gar in Führung. In der zweiten Runde nutzte der polnische Auswahlringer mit armenischen Wurzeln eine Chance im Bodenkampf zum Schultersieg. Auch Ansgar Reinke (80 kg/FR) hielt gegen Iakub Shikhdzhamalov über weite Strecken des Kampfes gut mit, erst kurz vor Ende der Begegnung schulterte der russischstämmige Ringer, der 2022 nach Rumänien wechselte den AVG-Neuzugang aus Berlin nach einem blitzschnellen Beinangriff. Gleiches Szenario auch bei Justin Müller (75 kg/FR), der gegen WM-Teilnehmer Tim Müller antrat. „Einfach mal schauen, was geht“, so das Markneukirchner Eigengewächs, der einen 2:6-Rückstand durch einen sehenswerten Konter zum 6:6 ausglich. Doch dann warf der Hösbacher den Motor an und punktete noch zum 22:6-Überlegenheitserfolg. 19 Jahre jung und schon ein echter Punktegarant in der 1. Bundesliga, nachdem Alexandru Solovei (75 kg/GR) selbst Weltmeister Ibrahim Ghanem vom ASV Schorndorf bezwungen hatte, ließ der Neuzugang aus Moldawien seinem Kontrahenten Nils Buschner keine Chance und gewann durch Ausheber aus der Bodenlage und Würfe Mitte der zweiten Runde mit Abbruchsieg durch technische Überlegenheit (17:0). Die Zuschauer verließen zufrieden die Arena in Richtung Erlbacher Kirwe und auch die Trainer zeigten sich vom gesamten Kampfabend begeistert. „Wir stehen im Abstiegskampf, Hösbach will in die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, kann sich keine Niederlage mehr leisten und trat hier mit seinem besten Team hoch konzentriert an“, analysierte Andy Schubert und zollte seiner Mannschaft Respekt, die gegen diesen Gegner bis zum Schluss stark mitgehalten hat. „Am letzten Hinrundenkampftag, kommenden Samstag, geht es zum Vogtlandderby nach Greiz, wo es noch einmal einen heißen Kampf um jeden einzelnen Punkt gehen wird“, lud Hallensprecher Nico Picker die AVG-Fans ein, mit nach Greiz zu kommen und die Mannschaft vor Ort zu unterstützen. Jörg Richter AV Germania Markneukirchen - KSC Germania Hösbach 14:20 57 kg/F: Yüce - Temirzhanov 0:4, 61 kg/G: Buruian - Haase 3:0, 66 kg/F: Walter - Dorn 0:4, 71 kg/G: Stoll - Sahakyan 0:4, 75 kg/F: J. Müller - T. Müller 0:4, 75 kg/G: Solovei - Buschner 4:0, 80 kg/F: Reinke - Shikhdzhamalov 0:4, 86 kg/G: Bradu - Mnatsakanian 2:0, 98 kg/F: Dublinowski - Deml 2:0, 130 kg/G: Richter - Ferdinand 3:0. Zuschauer: 280



AVG-Mittelgewichtler Mihail Bradu wuchs beim Kampf gegen Hösbachs Aik Mnatsakanian über sich hinaus, der Neuzugang aus Moldawien gewann gegen den EM-Dritten von 2022 mit 5:1 Punkten und wurde damit von Mannschaftsleiter Jörg Guttmann als 'Kämpfer des Tages' gekürt.


Auch Patryk Dublinowski nimmt langsam wieder Fahrt auf. Gegen den ehemaligen Deutschen Auswahlringer Johannes Deml gelang Ihm ein ungefährdeter Sieg.

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