Neuzugang Mehmet Yüce holt Bronze bei ABA-WM in Antakya


Markneukirchens Neuzugang Mehmet Yüce (blaue Hose) gewann bei der ABA-Ringer-WM in Antakya (TUR) vor 5000 begeisterten Zuschauern Bronze.

Als Ringkampf gelten weltweit nicht nur die olympischen Disziplinen Freistil und griechisch-römischer Stil, sondern auch weitere Disziplinen, die hierzulande immer mehr in den Vordergrund rücken. Da gibt es das Grappling, Sumo, oder Sambo, aber auch traditionelle Kampfsportarten, die dem Ringen zugeordnet werden, wie das Schwingen in der Schweiz, das Öl- und Gürtelringen in Vorderasien, das Adlerringen in der Mongolei, oder das ABA-Ringen, das vor allem in der Türkei, in Aserbaidschan und im Iran viele Freunde hat.


Am vergangenen Wochenende wurde die Weltmeisterschaft im ABA-Ringen in der südlichen türkischen Provinz Hatay ausgetragen, an der auch Markneukirchens Neuzugang Mehmet Yüce im leichtesten Limit bis 57 Kilo teilnahm.

Beim ABA-Ringen (das seinen Namen von der Kampfkleidung der Ringer- die ABA-Weste hat), kämpfen die Ringer mit dieser stabilen Leder-Weste, die von den Kämpfern auch gepackt wird. Gerungen wird im Freistil, gewonnen hat derjenige, der seinen Gegner mit beiden Schultern in Richtung Boden drückt, oder wirft. Gelingt das keinem der beiden Kämpfer in den 5 Minuten Kampfzeit, gibt es eine 5-minütige Verlängerung, gibt es auch dann keinen Sieger, entscheidet das Los.


Vor etwa 5000 euphorischen Zuschauern ging es in einer Arena, die einem Kolosseum ähnelt, unter freiem Himmel und auf kurzem Rasen, auch vor den Augen unseres FP-Redaktionsmitarbeiters Jörg Richter ordentlich zur Sache, der die deutsche Delegation mit ABA-Europa-Präsident Hamdan Iflazoglu, Kampfrichterin Laura Ferdinand, den beiden Kämpfern Ergün Aydin und Tim Stadelmann, sowie Manuel Senn, der als ABA-Trainer fungierte, bis an die syrische Grenze begleitete.


Markneukirchens Neuzugang kämpfte sich siegreich bis ins Halbfinale, wo er von einem seiner Landsleute gestoppt wurde. Im Kampf um Bronze war der Dritte der türkischen Meisterschaft von 2021 wieder ‚oben auf‘, drückte seinen Kontrahenten mit der Schulter zum Boden und sicherte sich damit dem 3. Rang bei dieser Weltmeisterschaft in Antakya, im äußersten Süden der Türkei, an der etwa 150 Ringer aus über 35 Nationen teilnahmen.


„Es war schon beeindruckend, wie in der Wiege des Ringkampfsportes gekämpft wurde, aber auch wie stimmungsvoll es zuging“, freute sich Jörg Richter über die Leistung des AVG-Ringers, aber auch über die Gegenwehr der beiden deutschen Kämpfer, vor allem gegen die Iranische ‚Übermacht‘, war aber auch über den Gerechtigkeitssinn des türkischen Publikums begeistert, das beim Viertelfinalkampf im schwersten Limit lautstark den Sieg eines Iraners forderten, obwohl der sehr passiv und defensiv kämpfende Türke nach 10 Kampfminuten per Los gewonnen hatte. Die Kampfrichter nahmen den Losentscheid zurück und erklärten daraufhin den aktiveren Iraner zum Sieger.


„Ich freue mich auf Markneukirchen und auf die Kämpfe in der deutschen Bundesliga“, will Mehmet Yüce gleich beim Auftakt des AVG in Greiz zeigen, was er kann.


Jörg Richter

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