AVG Markneukirchen muss erneut auswärts antreten, die Germanen müssen nach Lübtheen


André Backhaus und Darsam Dzhaparov - Bild: Oliver Stach

Etwas holprig beginnt die Bundesligasaison für die Ringer des AV Germania Markneukirchen, die am ersten Kampftag mit einem Auswärtssieg in die neue Saison starteten. Doch nach dem ersten Start in die neue Meisterschaftsrunde folgte gleich eine Wettkampfpause und auch nach dem bevorstehenden 2. Kampftag sind die Punktkämpfe an den folgenden, beiden Wochenenden aufgrund der Weltmeisterschaft in Oslo (NOR) ausgesetzt.


Die Ringer aus dem Oberen Vogtland erkämpften zum Saisonauftakt einen knappen 12:10-Erfolg beim KSC Hösbach und wollen nun in Lübtheen gleich noch einmal nachlegen. Doch die Nordlichter hatten schon den ersten Heimkampf gegen den FC Erzgebirge Aue klar mit 7:16 verloren, nun wollen die Ringer um RVL-Trainer Sievertsen die ersten Punkte einfahren. "Auch diese Begegnung dürfte eine knappe Sache werden, zudem uns in Lübtheen eine lautstarke Kulisse erwartet", hofft AVG-Mannschaftsleiter auch aus Lübtheen die Siegpunkte wieder mit nach Hause nehmen zu können, um sich für den weiteren Saisonverlauf schon einmal ein Punktepolster zu sichern.


Vor allem Andre Backhaus freut sich über diese Auswärtsaufgabe, hat er doch in seiner Heimatstadt Lübtheen das Ringer-A-B-C erlernt.

Von Lübtheen aus wurde er an die Kinder- und Jugendsportschule nach Leipzig ‚delegiert‘. Für den SC Leipzig gewann Backhaus 1988 den ersten Jugend-Weltmeistertitel der DDR im Ringen, wurde später Europameister, nahm an weiteren Weltmeisterschaften teil, nur der große Coup, eine Teilnahme an Olympischen Spielen blieb dem Ausnahmeringer verwehrt, der über die Stationen Mömbris-Königshofen und Schifferstadt nach Markneukirchen kam und nun gemeinsam mit Andy Schubert als Trainer fungiert.

Am Samstag kehrt Andre Backhaus zurück an jene Stelle, wo er einst seine ersten Schritte auf einer Ringermatte machte und will natürlich mit dem Markneukirchner Team keine Geschenke verteilen, sondern die Punkte nach Markneukirchen entführen.

Doch der RV Lübtheen will das verhindern, hat mit Frederik Bjerrehuus und Artur Omarov starke Olympiastarter von Tokio in seinen Reihen. „Es wird nicht einfach, alle müssen konzentriert in ihre Kämpfe gehen", hofft Andre Backhaus, dass sich vor allem Patryk Dublinowski, Münir Aktas und Florin Tita in einem anderen Licht präsentieren, als zum Saisonstart in Hösbach, wo die drei unterlagen.


Jörg Richter

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