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DRB 1. Bundesliga Ost 2022/23

 

AVG gilt bei der Konkurrenz als Außenseiter

 

Markneukirchen – Die meisten Bundesligisten haben ihre Mannschaften für die neue Saison bereits vorgestellt,  der AV Germania Markneukirchen wird dies erst beim traditionellen Knoblauchfest am 3. September tun. Daher sind die Zugänge der Kontrahenten bereits bekannt, Hösbach, Schorndorf, Burghausen, Nürnberg, Lichtenfels, Kleinostheim und auch Greiz haben ihr Ausländerkontingent noch einmal kräftig nachgerüstet.

In einer Umfrage wird der AV Germania Markneukirchen als eines der abstiegsgefährdeten Teams gehandelt, da die Verstärkungen des Erstligateams aus dem oberen Vogtland bislang noch nicht öffentlich gemacht wurden. Doch beim AVG war man nicht untätig, der Kaderkreis ist gar größer geworden, da unklar ist, ob die russischen Verstärkungen anreisen dürfen, aber auch um die Abgänge von Tita und Kovacs kompensieren zu können. AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann holte vor allem türkische Spitzenringer, mit Rasul Shapaev aber auch einen Freistilspezialisten, der von Russland nach Nordmazedonien wechselte und somit als Europäer zählt. 

 

„Vor allem in den unteren Gewichtsklassen hatten wir mit dem Weggang von Florin Tita, Razvan Kovacs und der Unsicherheit, ob die russischen Verstärkungen Valerij Borgoiakov und Darsam Dzhaparov kommen können, eine riesen Lücke“, so Guttmann, der mit Mehmet Yuce (FR), Dogus Ayazci und Muhammed Cakir drei Türken für die beiden leichtesten Gewichtsklassen verpflichtete. Ayazci gewann 2020 das Matteo-Pellicone-Turnier in Rom und erreichte im gleichen Jahr den 8. Platz bei den Europameisterschaften, die ebenfalls in der italienischen Hauptstadt ausgetragen wurden. Muhammed Cakir ist noch ein junger Ringer, der bei den Europameisterschaften der Junioren des Vorjahres den 5. Platz erreichte. Mehmed Yuce kam in diesem Jahr beim Weltranglistenturnier in Rom erstmals für die türkische Auswahl zum Einsatz und belegte den 9. Platz. „Es sind Athleten aus der 2. Reihe, die sich beweisen wollen und auch in unseren Etat passen“, so Jörg Guttmann, der den AVG Markneukirchen für die ausländischen Verstärkungen leider auch als Sprungbrett zu den finanzstarken Bundesligisten sieht. 

 

Dennoch zeigt sich der AVG als verschworenes Team, daher blieben zum Beispiel auch der EM-Dritte Münir Aktas, sowie Darsam Dzhaparov und Schwergewichtler Magomedgadzi Nurasulov trotz guter Angebote der Konkurrenten in der Mannschaft des Trainergespanns Andre Backhaus/Andy Schubert. 

 

Rasul Shapiev ist einer mit der sportlichen Kragenweite des im Vorjahr unbezwungenen Darsam Dzhaparov, nur eben neuerdings mit mazedonischem Pass. „Wir dürfen in jedem Mannschaftskampf nur einen nichteuropäischen Ringer einsetzen, da Mazedonien zu Europa zählt, fällt er nicht unter diese Regelung“, hat Guttmann damit eine weitere Alternative für die mittleren Gewichtsklassen, aber auch einen Ersatz, wenn Dzhaparov als russischer Ringer nicht einreisen darf.

„Es ist alles sehr schwierig, am Ende müssen wir uns ja auch im vorgegebenen finanziellen Etat bewegen“, so auch der Vorstand mit Jens Berndt an der Spitze, der jedes Jahr mit einer großen Anzahl regionaler Sponsoren Saltos schlägt, um sportliche Höchstleistung und finanzielle Basis miteinander zu vereinigen, sodass die Zuschauer, aber auch die Geldgeber in der Musikhalle Markneukirchen auch in der Saison 2022/2023 hochkarätigen Sport erleben können.

 

Jörg Richter

Die Gegner der 1. Bundesliga Ost

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