Deutsche Meisterschaften im Beachwrestling
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Es ist eben einmal etwas völlig anderes für die Ringer, die am Samstag nicht in der Sporthalle, sondern unter freiem Himmel kämpften und die Ringermatte mit weichem Sand tauschten. Im Freibad Elstergarten in Oelsnitz/V. wurden nun schon zum zweiten Mal hintereinander die Deutschen Meisterschaften im Beachwrestling ausgetragen.
Bundestrainer Fabio Aiello freute sich gleich mehrfach, denn zum Einen gab es mit über 100 Startern und Starterinnen einen neuen Teilnehmerrekord, zum Anderen spielte das Wetter mit. Es gab Sonne satt, aber es war auch nicht zu heiß. Zudem machte sich die Überdachung des Kampfplatzes positiv bemerkbar, die Duelle wurden größtenteils im Schatten ausgetragen.
Natürlich war es auch für die vielen Badegäste des Freibades eine schöne Unterhaltung, sind doch die Ringer zumeist in engen Sporthallen unterwegs und öffnen sich mit Beachwrestling und vereinfachtem regelwerk, das an Sumoringen angelehnt ist, einem neuen Publikum, das auch schnell von der Stimmung der Fans angesteckt wurde.
Laut wurde es aus vogtländischer Sicht vor allem bei den Junioren bis 80 Kilo. Johannes Adler (AV Germania Markneukirchen) kämpfte sich mit drei Siegen ins Finale und auch sein Vereinskollege Richard Breitenbach ließ in drei Begegnungen nichts anbrennen.
Im vereinsinternen Duell setzte sich Johannes Adler gegen den etwas jüngeren Sportschüler durch und sicherte sich den Deutschen Junioren-Meistertitel im Beachwrestling, Silber ging damit an Richard Breitenbach, Doppelsieg damit für den AVG Markneukirchen im Limit bis 80 Kilo.
Jimmy Rudau (AV Germania Markneukirchen) trat im schwersten Limit der Junioren bis 117 Kilo an. Nach zwei Auftaktsiegen unterlag der Markneukirchner gegen Hendryk Jahn (1. SV Pößneck), kämpfte sich jedoch mit einem weiteren Sieg über Paul Müller (RSV Rotation Greiz) ins kleine Finale um Bronze, das er gegen Francis Muoh (SV Johannes Nürnberg) gewann. Gold, Silber und Bronze gingen damit in die Musikstadt.
Mit Laurin Schneider (80 kg) schied der vierte Markneukirchner nach zwei Niederlagen vorzeitig aus dem Kampfgeschehen aus.
Gastgeber ASV Plauen blieb zwar ohne Medaille, nur Pascal Wilcek schob sich im schwersten Männerlimit (130 kg) auf Platz 5 und damit unter die Besten seiner Gewichtsklasse, dennoch gab es viel Lob für die Verantwortlichen, für eine sehr gut organisierte Meisterschaft und einen reibungslosen Ablauf. Vertreter des Landratsamtes, der Stadtwerke Oelsnitz und der Stadt Plauen, als Partner und Unterstützer der Meisterschaften zeigten sich begeistert, denn es war wirklich mal etwas anderes, Ringen – nicht auf der Matte, sondern im Sand.
Der Weltverband der Ringer United World Wrestling (UWW) versucht seit einigen Jahren dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Beachwrestling als olympische Disziplin schmackhaft zu machen, inzwischen gibt es Weltranglistenturniere, sowie Welt und Europameisterschaften, von denen erst kürzlich Mia Bauer (KSV Hof/RSV Rotation Greiz) mit Silber und Bronze zurück kehrte und die auch in Oelsnitz auf dem obersten Treppchen stand.
„Die Meisterschaften in Oelsnitz haben mit dem Teilnehmerrekord gezeigt, dass Beachwrestling bei den Ringern in Deutschland angekommen ist und auch die vielen Zuschauer hier im Vogtland waren begeistert, ich denke, dass wir hier auf einem guten Weg sind und vielleicht werden die Damen und Herren beim IOC auch einmal auf Beachwrestling aufmerksam, dann dürfte Ringen im Sand noch einmal eine ganz andere Gewichtung bekommen“, so Bundestrainer Fabio Aiello zufrieden.
Der ASV Plauen gibt nach zwei Jahren den Staffelstab an den KSV Witten weiter, der die Titelkämpfe im Beachwrestling 2027 ausrichten wird, hinterlässt jedoch als Veranstalter tiefe Spuren im Sand. rjö











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