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Ein Kommen und Gehen beim AV Germania | der harte Kern bleibt



Auch wenn nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga um den AV Germania Markneukirchen etwas ruhiger schien, wurde hinter den Kulissen kräftig gewirbelt. Zum einen waren es weitere Baumaßnahmen an und in der Arena, zum anderen wurde die Nachwuchs- und Vereinsarbeit weiter kräftig angekurbelt, nicht zuletzt sind die Verantwortlichen an der Zusammenstellung einer schlagkräftigen Zweitligamannschaft.


Am Montagabend sickerte die Nachricht durch die sozialen Medien, dass der AVG zukünftig mit dem RSK Gelenau eine Wettkampfgemeinschaft eingehen wird. „Eine Zusammenarbeit mit den Erzgebirgern gibt es schon lange, bereits im Vorjahr wurden Bestrebungen einer Zusammenlegung im Ligenbetrieb vorangetrieben, um die Kräfte zu bündeln, ähnlich wie es bei der WKG Pausa/Plauen schon viele Jahre erfolgreich praktiziert wird“, so der Vorsitzende des AV Germania Markneukirchen, Jens Berndt zum aktuellen Stand. „Wir haben die Wettkampfgemeinschaft offiziell angemeldet, Markneukirchen zeigt sich für das Zweitligateam verantwortlich, Gelenau managt die Regionalligamannschaft. In der Landesliga leitet ein gemeinsames Trainerteam die 3. Mannschaft des AVG und RSK“, so Jörg Guttmann zur Aufteilung der Verantwortlichkeiten.


„Wir sind dabei, uns mit den Sportfreunden aus Gelenau zu verständigen“, verweist Guttmann auf ein freundschaftliches Miteinander. Vom Deutschen Ringer- Bund gab es ebenfalls schon grünes Licht für die neue Wettkampfgemeinschaft, sodass beide Vereine nun endgültig für die neue Saison planen können.


So ist Mannschaftsleiter Jörg Guttmann und das Trainergespann Andre Backhaus/Andy Schubert bei der Zusammenstellung des Zweitligateams. So müssen grundlegende Änderungen in die Aufstellung der neuen Mannschaft einfließen, denn in der neuen Saison wird das leichteste Limit bis 57 Kilo gestrichen, dafür die Gewichtsklasse bis 80 Kilo, in beiden Stilarten ausgerungen, so wie es in der Kategorie bis 75 Kilo schon mehrere Jahre praktiziert wird. Damit bleibt es bei 10 Gewichtsklassen je Punktkampf.


Durch den Wechsel mehrerer Athleten, die weiter im Oberhaus ringen möchten, müssen Lücken geschlossen werden. So wechselte der moldawische Jungstar Solovei zum KSV Köllerbach. „Das wir diese 19-jährige ‚Rakete‘ nicht halten können, war uns klar“, so Jörg Guttmann, der allerdings den Wechsel von Anton Vieweg zum KSC Hösbach bedauert. „Den Halbschwergewichtler hätten wir gerne behalten“, so Guttmann zum Weggang des Lugauers.


Auch Mokhmad Dadaev wird den AV Germania verlassen, den jungen Freistilspezialisten zog es ebenfalls  nach Köllerbach, doch in den mittleren Gewichtsklassen ist Markneukirchen mit Roman Walter, Justin Müller, aber auch Johannes Adler als Nachrücker aus dem eigenen Nachwuchs gut aufgestellt und auch der Berliner Ansgar Reinke signalisierte, weiter in Markneukirchen kämpfen zu wollen.


„Wir stehen mit zahlreichen Ringern in Kontakt, haben uns national-, aber auch international einen guten Namen gemacht und haben zahlreiche Anfragen von Ringern, die für uns kämpfen möchten.


Unklar ist bislang, wohin es Franz Richter verschlagen wird, der Schwergewichtler hatte sich gleich, nachdem der Abstieg besiegelt war, mit Jörg Guttmann abgesprochen, dass er im Oberhaus weiterkämpfen will. Bei Einzelwettkämpfen, nationalen und internationalen Meisterschaften startet er jedoch weiter für seinen Heimatverein AV Germania Markneukirchen. So auch bei den bevorstehenden Europameisterschaften, die vom 12. bis 19. Februar in Bukarest (ROU) ausgetragen werden.


In der Ringerhalle selbst wird weiter gewerkelt, „… nach der Fertigstellung der Arena und Trainingshalle, sowie des Sozialtraktes, sind wir nun dabei den Kraft- und Fitnessbereich im Gewölbe des ehemaligen ‚Volkshauses‘ vorzurichten, da diese Räume durch Lösch- und Regenwasser sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden“, gab es am vergangenen Samstag einen Großeinsatz der Vereinsmitglieder, wobei sich der AVG-Vorsitzende Jens Berndt über viele helfende Hände freute.


Jörg Richter

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