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EM Bukarest - Franz Richter scheidet vorzeitig aus



Markneukirchens Schwergewichtler Franz Richter hat gekämpft, alles gegeben, aber nach sechsminütiger Kampfzeit lag der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Tokio 2021 Iakobi Kajaia (GEO) mit 5:1 Punkten vorn. Der 31-jährige Georgier schaffte im Bodenkampf gleich zwei Wertungen gegen den 10 Kilo leichteren DRB-Auswahlringer, der zum Ende des Achtelfinalkampfes noch einmal alles versuchte, doch Kajaia wehrte geschickt alle Angriffe des deutschen Ringers ab. Der Griechisch-Römisch-Spezialist vom AV Germania Markneukirchen ärgerte sich, denn er hatte Kajaia bei den Europameisterschaften 2022 in Budapest auch schon mit 4:1 Punkten besiegt, doch diesmal passte der Routinier, der seit 2010 auf internationalen Ringermatten kämpft, besser auf.


Iakobi Kajaia unterlag im Halbfinalkampf nach eher schwachem Auftritt gegen den russischen Ringer Sergei Semenov, verpasste damit den Finaleinzug und so konnte Franz Richter auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen.


„Ich hatte mich gut gefühlt, vielleicht fehlte auch die Woche vor der Europameisterschaft, in der ich erkältungsbedingt nicht trainieren konnte, aber ich habe gemerkt, dass ich im Standkampf stabiler geworden bin, nun muss ich verstärkt an Bodentechniken arbeiten“, analysiert Richter und blickt dabei bereits auf die nächsten Trainingseinheiten.


Inzwischen wurde auch bekannt, wo Franz Richter in der kommenden Meisterschaftsserie kämpfen wird, der Schwergewichtler wird weiterhin in der 1. Bundesliga kämpfen und dort für den deutschen Vizemeister SC Kleinostheim antreten. Gleich nachdem der Abstieg des AV Germania feststand, hatte sich Franz Richter mit AVG-Mannschaftsleister Jörg Guttmann auf seinen Verbleib in der höchsten Kampfklasse verständigt. „Kurze Wege, ein gutes Team und eine ähnliche Fanbase wie in Markneukirchen war für meine Entscheidung zugunsten des SC Kleinostheim ausschlaggebend“, wollte aber auch das DRB-Trainerteam den Schwergewichtler gerne in der höchsten Kampfklasse sehen.


Dennoch bleibt Franz Richter, der am Olympiastützpunkt Heidelberg unter den Fittichen von Bundestrainer Michael Carl trainiert, beim AV Germania als Heimatverein, für den er auch in Zukunft alle nationalen und internationalen Einzelmeisterschaften bestreiten wird.



„Natürlich hätten wir unseren Franz auch gerne für die Mannschaftskämpfe behalten, doch wir verstehen die Gründe und schließlich wird er ja bei Einzelmeisterschaften weiter für den AVG punkten, was uns als Verein auch unterstützt“, so der AVG-Vorsitzende Jens Berndt, der hofft, dass Richter bei einer der noch ausstehenden Olympiaqualifikation noch auf den Zug zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris aufspringen kann.

In den Spuren von Franz Richter folgt sein Bruder Niklas, der für den AV Germania einige Kämpfe in der 2. Bundesliga bestreiten wird. 


Bild & Text: Jörg Richter



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