Franz Richter löst die WM-Fahrkarte
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Beim hochdotierten Pytlashinski-Turnier in Warschau (POL) gewann Markneukirchens Schwergewichtler Franz Richter die Goldmedaille im Limit bis 130 Kilo.
„Dieser Wettkampf gehört zu den großen Meilensteinen vor den Weltmeisterschaften, viele Nationen ringen ihre Auswahlteams für die Titelkämpfe in Astana (Kasachstan) aus“, misst Bundestrainer Maik Bullmann dem Pytlashinski-Turnier jedes Jahr eine besondere Bedeutung bei. Umso mehr freute es ihn, dass es gleich am ersten Wettkampftag Gold für den Deutschen Ringer- Bund gab.
Erleichterung vor allem bei Franz Richter; „… das war wichtig fürs Selbstbewusstein“. Das erste Duell gewann Franz Richter gegen Mateusz Biencak (POL) noch in der ersten Runde mit 8:0 durch technische Überlegenheit, doch dann kamen mit den Ringern aus Litauen die ‚schweren Brocken‘.
Diesmal ließ der Student für Sportwissenschaften nichts anbrennen, seinen Halbfinalgegener Romas Fridrikas fing er in der 2. Runde im Bodenkampf ab und schulterte den Litauer, im Finale bezwang er den WM-Dritten von 2022 Mantas Knystautas mit 3:1 Punkten durch eine sehenswerte Aktion in der 2. Runde des Kampfes. Zum direkten Aufeinandertreffen mit seinem schärfsten innerdeutschen Kontrahenten Patrick Neumaier (Südbaden) kam es in Warschau nicht, Neumaier verlor sein Auftaktduell, kämpfte sich jedoch mit zwei Siegen ins kleine Finale, wo er dem WM-Dritten von 2025 Elias Kousmaen (FIN) unterlag, der im Vorjahr beim AVG Markneukirchen unterschrieben hatte, aber aufgrund einer Handgelenksverletzung nicht starten konnte
Der Gewinn der Goldmedaille wurde zudem durch die Nachricht von Bundestrainer Maik Bullmann unterstrichen, der dem Markneukirchner nach seinem Turniersieg das WM-Ticket für Astana (Kasachstan) zusagte.
„Das wird meine erste Weltmeisterschaft bei den Männern und dann noch in Kasachstan“, freute sich Richter, der in Heidelberg studiert in der Bundesliga beim letztjährigen Halbfinalisten SC Kleinostheim kämpft, aber die Einzelturniere und- Meisterschaften weiterhin für seinen Heimatverein AV Germania bestreitet.
2018 gewann Franz Richter bei den Europameisterschaften der Junioren in Rom Silber, im gleichen Jahr bei den Weltmeisterschaften dieser Altersklasse in Trnava (Slowakei) Bronze. 2022 schrammte Franz Richter auch bei den Männern schon einmal knapp am Siegerpodium vorbei, wo er den 5. Platz bei den Europameisterschaften in Budapest (HUN) belegte. Nach einem 4:1-Erfolg über Vize-Olympiasieger Iakobi Kajaja (GEO) unterlag der AVG-Schwergewichtler im kleinen Finale um EM-Bronze dem Finnen Konsta Mäenpää mit 1:1 – durch die zuletzt vergebene Wertung.
Die Vorbereitungen auf die diesjährigen Höhepunkte liefen für Franz Richter bislang auch im Trainingszentrum des Weltverbandes United World Wrestling (UWW) in Salzburg (Österreich), aber auch in Leipzig, wo Franz Richter mit 6 Jahren seine ersten Schritte auf der Ringermatte machte, damals noch für den SAV und KFC Leipzig.
In der kommenden Woche trainiert Franz Richter in Leipzig, wo dann auch der ‚Fahrplan‘ bis zur Weltmeisterschaft in Astana (24.10.-2.11.2026) festgezurrt wird.
jöri












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