Gelingt diesmal die Revanche?


Markneukirchens Eigengewächs Justin Müller ist eine tragende Säule der Mannschaft und auch immer wieder für überraschende Ergebnisse gut, wie seine Begegnungen in der Vorrunde zeigten.

Nach einem kampffreien Wochenende geht es für die Erstligaringer des AV Germania Markneukirchen mit dem ersten Rückrundenduell weiter, dazu müssen die Musikstädter zum AC Lichtenfels reisen.

Die Fans dürften sich noch gut an die knappen und spannenden Achtelfinalbegegnungen aus der vorangegangenen Saison erinnern, in denen der AV Germania nach einem 17:17-Unentschieden und einer 12:15-Heimniederlage nur denkbar knapp unterlag und den Einzug ins Viertelfinale verpasste.


In der Hinrunde zog der AVG vor heimischer Kulisse mit 7:17 den Kürzeren. Der Grund für die klare Niederlage war die Teilnahme mehrerer Athleten an den Thor-Maters in Dänemark, zudem auch der AC Lichtenfels unwillens war, die Begegnung zu verschieben. „Das hat mich damals schon sehr geärgert, da wir ja eigentlich einen guten Draht nach Lichtenfels haben“, so Jörg Guttmann, der auch diesmal nicht mit dem bestmöglichen Team nach Bad Staffelstein reisen kann, wo der ACL seine Heimkämpfe austrägt, sondern erneut auf angeschlagene Leistungsträger verzichten muss.

Hinzu kommt der Stilartenwechsel in der Rückrunde, „… aus Freistil wird nun griechisch-römisch und umgekehrt“, so Guttmann weiter, der mit seinem Trainerduo Andre Backhaus/Andy Schubert eigentlich eine stärkere Mannschaft auf die Matte schicken könnte, als noch in der Hinrunde – wenn denn alle Kämpfer gesund wären.


Doch es haben wohl alle Bundesligateams Besetzungsprobleme, denn es laufen gerade türkische Meisterschaften, wobei auch die Visaerteilung für türkische Ringer Fragen aufwirft. Am vergangenen Wochenende unterlag der AC Lichtenfels zu Hause dem Serienmeister SV Wacker Burghausen mit 5:17. Nur Papiergewichtler Omer Recep (57 kg/GR) und der starke Pole Kamil Kosciolek holten Pluszähler und brachten Lichtenfels mit 5:0 in Führung, bevor sie von der Beletage des deutschen Mannschaftsringens ‚überrollt‘ wurden.

„Mit Maximilian Schwabe (80 kg/GR), Daniel Sartakov (86 kg/FR) und Hannes Wagner (98 kg/GR) ist Lichtenfels in den weiteren, schweren Gewichtsklassen sehr gut besetzt und vor allem auch mit Ringern, die einen deutschen Pass besitzen“, verweist Andre Backhaus aber auch auf Ahmet Duman (61 kg/FR) und Beka Guruli (66 kg/GR), die gegen Burghausens Starensemble allesamt nur knappe Niederlagen quittieren mussten.


„Am Samstagabend wird schon sehr viel an der Waage entschieden“, so Jörg Guttmann, der weiß, das eine kluge Mannschaftsaufstellung auch schon kampfentscheidend sein kann. Doch dazu fehlen Markneukirchen derzeit Alternativen.

Auch erreichten Trainer und Mannschaftsleiter inzwischen gut gemeinte Hinweise, die blauen Trikots für den Auswärtskampf nicht zu vergessen. Passiert ist es am vergangenen Wochenende dem Markneukirchner Ligakonkurrenten ASV Schorndorf, der dann in den blauen Trikots des AC Goldbach kämpfte, die in Kleinostheim den Vorkampf bestritten haben. Eine schöne Geste des AC Goldbach, dennoch kommt Schorndorf nicht um eine Ordnungsstrafe des DRB herum. Zudem wurde der Erstligakampf des ASV Schorndorf in Kleinostheim mit 0:40 gewertet, da Schorndorf einen zu jungen Ringer (14) einsetzte, der aus dem Team zugleich mit dem punktbesten Athleten des ASV gestrichen wurde. Ein gebrauchter Kampfabend für die Mannschaft aus Württemberg, die am 19. November in Markneukirchen ‚aufschlägt‘ – und da sicherlich mit ihren blauen Trikots.


Jörg Richter

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