Nordmazedonischer Hochkaräter unterschreibt beim AV Germania


Sportliche Leitung lässt beim Knoblauchfest am 3.9. die ‚Katze aus dem Sack‘


Markneukirchen – Die meisten Bundesligisten haben ihre Mannschaften für die neue Saison bereits vorgestellt, der AV Germania Markneukirchen wird dies erst beim traditionellen Knoblauchfest am 3. September tun. Daher sind die Zugänge der Kontrahenten bereits bekannt, Hösbach, Schorndorf, Burghausen, Nürnberg, Lichtenfels, Kleinostheim und auch Greiz haben ihr Ausländerkontingent noch einmal kräftig nachgerüstet.

In einer Umfrage wird der AV Germania Markneukirchen als eines der abstiegsgefährdeten Teams gehandelt, da die Verstärkungen des Erstligateams aus dem oberen Vogtland bislang noch nicht öffentlich gemacht wurden. Doch beim AVG war man nicht untätig, der Kaderkreis ist gar größer geworden, da unklar ist, ob die russischen Verstärkungen anreisen dürfen, aber auch um die Abgänge von Tita und Kovacs kompensieren zu können. AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann holte vor allem türkische Spitzenringer, mit Rasul Shapiev aber auch einen Freistilspezialisten, der von Russland nach Nordmazedonien wechselte und somit als Europäer zählt.


Rasul Shapiev ist einer mit der sportlichen Kragenweite des im Vorjahr unbezwungenen Darsam Dzhaparov, nur eben neuerdings mit mazedonischem Pass. „Wir dürfen in jedem Mannschaftskampf nur einen nichteuropäischen Ringer einsetzen, da Mazedonien zu Europa zählt, fällt er nicht unter diese Regelung“, hat Guttmann damit eine weitere Alternative für die mittleren Gewichtsklassen, aber auch einen Ersatz, wenn Dzhaparov als russischer Ringer nicht einreisen darf. „Es ist alles sehr schwierig, am Ende müssen wir uns ja auch im vorgegebenen finanziellen Etat bewegen“, so auch der Vorstand mit Jens Berndt an der Spitze, der jedes Jahr mit einer großen Anzahl regionaler Sponsoren Saltos schlägt, um sportliche Höchstleistung und finanzielle Basis miteinander zu vereinigen, sodass die Zuschauer, aber auch die Geldgeber in der Musikhalle Markneukirchen auch in der Saison 2022/2023 hochkarätigen Sport erleben können.


Jörg Richer

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