Schwergewichtler Franz Richter trainiert in Ungarn


Markneukirchen – Ähnlich wie bei den Wintersportlern, die gemeinsam von Weltcup zu Weltcup reisen und dabei eine abgeschottete Blase bilden, so reisen auch die deutschen Ringer von einem Trainingscamp ins Nächste, wobei Wettkämpfe derzeit nur bedingt- und mit strengen Hygienemaßnahmen möglich sind.

Die Griechisch-Römisch-Spezialisten schwitzen in dieser Woche im ungarischen Tata. Während die einen noch die Olympia-Qualifikationsturniere in Budapest (HUN) und Sofia (BUL) im Blick haben, bereiten sich weitere Auswahlringer auf die anstehenden Europameisterschaften vor. Mit Eduard Popp (130 kg), Dennis Kudla (85 kg) und Frank Stäbler (67 kg) haben drei deutsche Griechisch-Römisch-Spezialisten das Ticket nach Tokio seit der Weltmeisterschaft 2019 in Nur-Sultan (KAZ) bereits in der Tasche, deren Augenmerk gilt den Olympischen Spielen, die nun mit einem Jahr Verspätung ausgetragen werden sollen.

Markneukirchens Franz Richter will sein letztes Jahr in der Altersklasse U-23 nutzen, um den Fuß endgültig in die Tür zum Männerbereich zu stellen. Gerade in der Gewichtsklasse des Markneukirchners ist der Deutsche Ringer- Bund gut aufgestellt, im Männerbereich kämpfen mit Eduard Popp, Jello Krahmer, Christian John und Franz Richter gleich vier Schwerathleten um die begehrten Tickets auf die internationale Bühne.

Nach nahezu auskurierter Fußverletzung nutzt Franz Richter das Trainingscamp in Ungarn, um eine internationale Standortbestimmung vorzunehmen. „Bisher lief alles ausgezeichnet, die Trainingskämpfe gegen internationale Konkurrenten sind enorm wichtig“, so Franz Richter zufrieden, der die Europameisterschaft der U-23 im Blick hat, die vom 17. bis 23 Mai in Skopje (MKD) ausgetragen wird.

Auf dem Weg in die Hauptstadt North Macedoniens steht am 3. April für Franz Richter das Palusalu-Turnier in Tallin (EST) als letzte Hürde an, wobei dieser Wettkampf in den letzten Jahren von vielen Ringernationen besucht wurde, womit das Niveau stark anstieg.

„Das Wichtigste ist, dass die Fußverletzung nicht wieder aufbricht und unser Team vor Coronainfektionen verschont bleibt“, so Richter weiter, dann sollte es nach 2018 und coronabedingter Wettkampfabstinenz 2020, erneut mit vorderen Platzierungen auf internationalen Ringermatten klappen.

Bild:

Franz Richter (AVG Markneukirchen) trainiert derzeit mit der DRB-Auswahl im ungarischen Tata, wo er sich auf internationale Wettkämpfe vorbereitet.

Jörg Richter

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