Vorschau: "Wir fahren nicht nach Nürnberg, um zu verlieren"
- antonpetzold
- 7. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Die WKG Markneukirchen / Gelenau schloss die Hinrunde in der 2. Bundesliga Nord mit 4:8 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz ab. Wir sprachen mit Mannschaftsleiter Jörg Guttmann über Kämpfe, die man hätte auch gewinnen können und werfen einen Blick auf die Rückrunde.
Wie sieht man seitens der sportlichen Leitung den gegenwärtigen Stand nach Abschluss der Hinrunde ?
Jörg Guttmann: „Mit dem Kader, der uns zur Verfügung stand, ist der 5. Rang realistisch, allein mit dem WM-Dritten Elias Kousmanen hätten wir mindestens zwei Kämpfe mehr gewonnen und würden da stehen, wo wir hinwollen – vielleicht auch auf dem 3. Platz. Dieser Ausfall hat schon sehr weh getan“.
Was war mit dem Finnen, der bei den Weltmeisterschaften in Zagreb (CRO) mit Bronze überraschte ?
Jörg Guttmann: „Elias war schon vor der Weltmeisterschaft etwas angeschlagen, konnte die Vorbereitung im internationalen Trainingscamp in Finnland selbst nicht mitbestreiten, an dem auch unser deutsches Team teilgenommen hatte. Jetzt steht eine Operation am Handgelenk an, es war einfach schade, dass er nicht zu uns kommen konnte“.
Die Überraschung war in der Hinrunde sicherlich Luca Dariozzi ?
Jörg Guttmann: „Ja er hat eine starke Hinrunde gerungen, nun kämpft er allerdings auch in seiner angestammten Gewichtsklasse, muss etwas Gewicht reduzieren, ist aber fit und besiegt in dieser Kategorie starke, internationale Konkurrenz, wie Aleksa Ilic, der für Greiz startet. An dieser Stelle muss man dann auch Mihail Bradu nennen, der in der Hinrunde ebenfalls starke Kämpfe nachgewiesen hat“.
Wie sieht die Zusammenarbeit mit Gelenau aus ?
Jörg Guttmann: „Die Kommunikation ist sehr gut, wir sprechen uns genau ab, wer wo kämpft, da auch der RSK, der für das Regionalligateam zuständig ist, um eine Spitzenposition kämpft. Aber die Zusammenarbeit mit Gelenau läuft sehr gut“.
Mit Johannes Adler hat das Team um Trainer Andy Schubert ein starkes Eigengewächs zur Verfügung, das sich ebenfalls stark präsentiert ?
Jörg Guttmann: „Johannes kämpft in ein er sehr starken Gewichtsklasse, gerade beim letzten Kampf gegen Vadim Sacultan, der vom Deutschen Vizemeister SC Kleinostheim nach Lichtenfels wechselte, haben wir gesehen, wie schnell er seine Angriffe vorträgt, doch die Weiterführung wurde vom erfahrenen Neu-Lichtenfelser gekonnt verhindert. Er macht sich vielleicht selbst zuviel Druck, doch man muss auch die internationale Konkurrenz sehen, die hier von den anderen Teams im Limit bis 74 Kilo aufgeboten wird“.
Nach 12 Jahren Markneukirchen hat Roman Walter seine letzten Kämpfe bestritten, ein Abschied mit Gänsehaut ?
Jörg Guttmann: „Auf jeden Fall, sein Abschied von der Matte ist nachvollziehbar, aber stimmt uns schon traurig. Er hat immer alles gegeben, er war glaube ich nie verletzt und ein Vorbild in puncto Kampfgeist“.
Es geht nahtlos mit der Rückrunde weiter, die Stilarten wechseln in den einzelnen Gewichtsklassen, welche Ziele steckt sich das Team in den kommenden Wochen ?
Jörg Guttmann: „Wir stehen in der Rückrunde stärker, vor allem Murazi Mchedlidze kann im schwersten Limit nunmehr im angestammten Freistil kämpfen und auch Patryk Dublinowski rückt ins 86 Kilo-Limit. Insgesamt haben wir eine gute Kaderdecke, wollen den einen oder anderen Gegner ärgern, vor allem die Derbys gegen Greiz und Aue stehen natürlich im Fokus“.
Wie schätzt du das Gesamtniveau in dieser Staffel ein ?
Jörg Guttmann: „Die Staffel Nord ist sehr ausgeglichen besetzt, jeder hat auch ein paar Weltklasseringer verpflichtet. Witten steht sehr kompakt, gegen dieses Team haben wir ebenso wie in Aue den Schlüsselkampf verloren, uns aber auch gegen Greiz gut geschlagen“.
Der Blick liegt auf dem ersten Rückrundenkampf am Samstag in Nürnberg ?
Jörg Guttmann: „Das wird eine gute Standortbestimmung zum Start in die Rückrunde, ich finde der SV Johannis steht zu Unrecht im Tabellenkeller, die haben eine gute Mannschaft, mit Vitali Eriomenco und den Levai-Brüdern Weltspitze in ihren Reihen, aber ich denke, sie sind dennoch schlagbar, wir fahren nicht nach Nürnberg, um zu verlieren“.
Jörg Richter


_ai.png)








Kommentare