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AVG-Ringer haben dem Staffelsieger alles abverlangt


Anerkennung von Athleten, Trainern und Fans für die Leistungen des aus Pausa stammenden Maximilian Schwabe, der in den Reihen des AC Lichtenfels seine letzte Bundesligasaison kämpfte und in Markneukirchen mit einer knappen 1:1-Niederlage gegen Luca Dariozzi einen emotionalen Schlusspunkt setzte. Foto: Leonie Affeldt
Anerkennung von Athleten, Trainern und Fans für die Leistungen des aus Pausa stammenden Maximilian Schwabe, der in den Reihen des AC Lichtenfels seine letzte Bundesligasaison kämpfte und in Markneukirchen mit einer knappen 1:1-Niederlage gegen Luca Dariozzi einen emotionalen Schlusspunkt setzte. Foto: Leonie Affeldt

Nach dem letzten Zweitligaduell der WKG Markneukirchen/Gelenau  waren sich alle einig, auch wenn die Begegnung gegen den als Staffelsieger schon lange feststehenden AC Lichtenfels mit 13:17 verloren ging, so war es einmal mehr ein Ringerfest, mit vielen spannenden Auseinandersetzungen.


Nur zwei Kämpfe fielen aus dem insgesamt sportlich fairen Kampfabend heraus, an dem auch der Lichtenfelser Anhang seinen Anteil hatte, der mit einem Sonderbus angereist war. So war es einmal mehr der WM-Fünfte Muhammet Cakir (61 kg/GR), der in den meisten Begegnungen unter den Erwartungen blieb und im ersten Duell des Abends auch gegen ACL-Federgewichtler Marlan Mukashev chancenlos war. Der Kasache in Diensten des ACL schickte den WKG-Ringer mit 16:0 Punkten vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit von der Matte. Der Markneukirchner Anhang war von dieser Leistung enttäuscht. Das Duell vor Tolgahan Önder (71 kg/GR) gegen den an der Grenze der Fairness kämpfenden Ilir Sefai ließ die Emotionen unter den Markneukirchner Fans hochkochen, womit der Lichtenfelser aus dem sonst sehr fairen Kampfabend etwas herausfiel.


Murazi Mchedlidze (130 kg/FR) entledigte sich kurz vorher seiner Aufgabe gegen Daryus Mayek mit einem 15:0-Abbruchsieg durch technische Überlegenheit und auch Mihail Bradu (98 kg/GR) hatte mit dem 15 Kilo schwereren Tobias Wagner beim 15:0 nach nur 49 Sekunden keine Probleme. Dagegen stand Tim Krasnickij (66 kg/FR) gegen den türkischen Weltklasseringer Ahmet Duman beim 0:16 vor allem im Bodenkampf auf verlorenem Posten, kämpfte sich jedoch bis in die zweite Runde der Begegnung. Damit stand es nach den ersten fünf Begegnungen 8:9 für die Gäste, was auch für den zweiten Teil des Kampfabends großartige Stimmung garantierte.


Und die zweite ‚Halbzeit’ startete gleich mit einem Duell zwischen Patryk Dublinowski (86 kg/FR) gegen Tariel Gaphrindashvili, das es in sich hatte und an Spannung kaum zu überbieten war. Dublinowski drehte mit 3:5 in Rückstand liegend in den Schlussminuten noch einmal auf, angefeuert vom großen Anhang, doch der ACL-Ringer verteidigte seinen knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Der georgische Weltklasseringer Gaphrindashvili, für den es ungewohnt war, über die komplette Kampfzeit gehen zu müssen, strich nur einen Mannschaftspunkt zum 10:8 für den ACL ein. Für diesen aufopferungsvollen Kampfgeist wurde Patryk Dublinowski nach der Begegnung zum Ringer des Tages gewählt.


Doch dann zeigte sich die kompakte Mannschaftsstärke der Gäste, die in der nun vergangenen Saison nur eine Niederlage kassierten, als sie in der Hinrunde ersatzgeschwächt am KSV Witten scheiterten. Vadim Sacultan (75 kg/FR), der im Vorjahr noch beim Deutschen Vizemeister SC Kleinostheim kämpfte, nutzte einen Fehler von WKG-Weltergewichtler Johannes Adler zum Schultersieg. Die Franken bauten ihre Führung auf 14:8 aus, doch die WKG gab sich nicht geschlagen.


Luca Dariozzi (80 kg/GR) vermieste dem Pausaer Maximilian Schwabe den Abschied aus dem Bundesligageschehen, der seinen Abschied vom ACL beim letzten Heimkampf verkündet hatte. Nach dem knappen Punkterfolg trug Dariozzi seinen Gegner auf den Schultern eine Ehrenrunde unter dem Applaus beider Fanblöcke.


Dann wurde es noch einmal richtig laut in der Schrott-Stark-Arena, als Sedar Durmus (75 kg/GR) seinen vom AV JC Zella-Mehlis stammenden Gegner Raphael Dietze Punkt für Punkt zum 15:0-Überlegenheitserfolg abknöpfte. Auf einmal war die WKG Markneukirchen/Gelenau beim 13:14 vor dem letzten Duell wieder dran am ACL. Hier standen sich mit Dennis Aleksandryuk (80 kg/FR) und Daniel Sartakov zwei Berliner Ringer gegenüber. Im Duell des jungen WKG-Ringers, der nach einem Auslandsjahr in den USA seinen ersten Saisonkampf für die WKG bestritt, gegen 11 Jahre älteren Routinier in Diensten des AC Lichtenfels, setzte sich die Routine mit 10:0 durch, Sartakov stellt damit den 17:13-Endstand für die Gäste her.


Nach der Verabschiedung beider Teams feierten die Fans aus Markneukirchen und Lichtenfels gemeinsam das Ende der Saison, die Gäste als Staffelsieger, die WKG Markneukirchen/Gelenau auf einem sicheren 5. Platz im Mittelfeld der Tabelle, jenseits von ‚Gut und Böse‘.


„Ich bin gespannt, wie die Strukturen in der kommenden Saison aussehen werden, die Lokalduelle gegen Markneukirchen, Greiz und Aue sind sehr wichtig für uns“, so ACL-Trainer Ali Hadidi auch in Richtung der Fans, die sich gemeinsam beim ‚Bierchen‘ über das gerade Erlebte austauschten.


„Ich bin zufrieden mit der Gesamtleistung meiner Mannschaft, auch gegen Lichtenfels haben wir uns ordentlich verkauft“, setzte WKG-Trainer Andy Schubert den Schlusspunkt hinter den letzten Kampfabend der Saison.


Jörg Richter


ree




 
 
 

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