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Deutsche Griechisch-Römisch-Ringer bleiben ohne Medaille bei WM in Astana

vor 8 Minuten
2 Min. Lesezeit

10.000 Zuschauer, in bester Ringkampfstimmung und eine schöne, emotionale Eröffnungsfeier am ersten Tag der Weltmeisterschaft in Astana (Kasachstan) hallten noch nach und auch am zweiten Wettkampftag waren viele Plätze in der 15.000 Besucher Fassenden Barys-Arena besetzt, neben den vielen Kasachen waren auch viele Fans aus aller Welt im weiten Rund der Arena, die mit Fahnen und Plakaten, aber auch mit Fangesängen auf sich aufmerksam machten, darunter auch zahlreiche deutsche Ringkampfanhänger.


Einen starken Eindruck hinterließ der Ex-Markneukirchner Anton Vieweg (97 kg)/RV Lugau, der im Auftaktduell den Inder Nitesh mit einem Kopfhüftwurf zum vorzeitigen 8:0 bezwingen konnte. Im Achtelfinale schaffte Vieweg mit einem 1:1-Sieg, bedingt durch die zuerst vergebene Wertung gegen Roberti Kobliashvili  aus Georgien eine Überraschung. Vieweg setzte den Georgier von Beginn an unter Druck, ließ Kobliashvili gar nicht in den Kampf kommen und zog mit diesem knappen Sieg ins Viertelfinale ein. Dort lieferte der Ringer vom RV Lugau im Erzgebirge gegen Mohammadhadi Saravi (IRI) einen starken Kampf, den er gegen den Olympiasieger 2024 und Weltmeister 2025 ‚nur‘ mit 0:5 verlor. Eine insgesamt sehr starke Turnierleistung des Halbschwergewichtlers, der in der Bundesliga für den KSC Hösbach kämpft und dann doch ausschied, weil Mohammadhadi Saravi das Halbfinalduell gegen Artur Sarsian (RUS) verlor. Damit konnte Anton Vieweg auch nicht mehr in der Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen.



Das gleiche Los traf auch Schwergewichtler Franz Richter (130 kg/AV Germania Markneukirchen), der gegen Mykhailo Vyshnyvetskyi (UKR) einen starken Kampf lieferte, ein 0:3 aufholte und in ein 4:3 umwandelte. Gegen Ende der Begegnung, als der Griechisch-Römisch-Spezialist den Ukrainer im Standkampf klar beherrschte, gab Richter jedoch bei einer Unachtsamkeit am Mattenrand zwei Zähler ab, mit denen der Ukrainer erneut mit 5:4 in Führung ging. Mit einem Kraftakt glich Richter zwar noch zum 5:5 aus, doch das Unentschieden reichte dem Ukrainer aufgrund der Anzahl höherer Wertungen zum Sieg. Vyshnyvetskyi verlor im Achtelfinale gegen den 5-fachen Weltmeister Riza Kayaalp (TUR), damit war der Weg auch für Franz Richter in die Hoffnungsrunde verbaut.



Der Ärger stand Franz Richter ins Gesicht geschrieben, dennoch war es ein Kampf, bei dem er gegen den Ukrainer eine Steigerung vor allem im Standkampf nachgewiesen hat. „Ich wäre gerne noch eine Runde weitergekommen, dann wäre es zum Aufeinandertreffen mit Riza Kayaalp gekommen“, ärgerte sich der Schwergewichtler um so mehr über das frühe Ausscheiden.


Der Blick geht nun in Richtung 2027, wo wichtige Qualifikationswettkämpfe für die Olympischen Spiele anstehen. 


J. Richter





 
 
 

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