Medaillenflut für Vogtländer bei Mitteldeutschen Meisterschaften
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Gleich mehrere Mitteldeutsche Meisterschaften standen zuletzt auf dem Programm der vogtländischen Ringer, die sich in Jena und zuletzt auch in Werdau äußerst erfolgreich präsentierten. In Jena ermittelten knapp 200 Nachwuchsringer der Altersklassen U-20 und U-14 am dortigen Landes-Leistungsstützpunkt die Mitteldeutschen Meister im freien Ringkampf 2026, in Werdau kämpften die Männer im Freistil und griechisch-römischen Ringkampf um Titel und Medaillen der Zweckgemeinschaft Ringen in Mitteldeutschland.
Starke Leistungen boten in Jena die Junioren des AV Germania Markneukirchen, in dieser Altersklasse gingen allein 100 Junioren (U-20) aus 40 Vereinen über die Waage.
Einen regelrechten Turniermarathon bestritten Johannes Adler und Richard Breitenbach, die beide im Limit bis 74 Kilo über die Waage gingen. Johannes Adler startete mit einem Schultersieg über Askhab Shakbulatov (KFC Leipzig) ins Turnier, siegte in seinem zweiten Kampf hauchdünn mit 5:5 gegen Shaban Omarov, bedingt durch die Anzahl der höheren Wertungen und warf anschließend auch Okan Topal (SV Polizei Hamburg) und Fabian Wächter (KSC Motor Jena) aus dem Rennen. Mit einem weiteren, äußerst knappen Erfolg über Mahdi Gulistani (ASV Hof) kämpfte sich Johannes Adler ins Finale, wo er sich gegen Felix Wächter (KSC Motor Jena) die Goldmedaille durch ein 8:7-Punksieg erkämpfte.
Ein Sonderlob holte sich auch Richard Breitenbach ab, der furios ins Turnier startete. Gegen Connor Steger (AC Taucha), Tymur Smishko (RSC Erfurt) und Richard Brandt (RSV Rot. Greiz) gelangen dem Sportschüler vom AV Germania drei Überlegenheitserfolge mit jeweils 10:0 Punkten. Auch gegen Leon Blachut (RV Eichenkranz Lugau) siegte Breitenbach mit 6:3 Zählern, musste sich jedoch im Halbfinale Felix Wächter (KSC Motor Jena) mit 1:3 Punkten beugen. Damit riss der Erfolgsfaden beim Markneukirchner, der dann auch den Kampf um Bronze gegen dessen Bruder Fabian Wächter (ebenfalls KSC Motor Jena) mit 0:3 verlor. „Nach dieser Gesamtleistung hätte ich ihm eine Medaille gegönnt“, ärgerte sich AVG-Trainer Andy Schubert, der dem jungen AVG-Kämpfer ein gutes Zeugnis ausstellte.
Nicht ganz so oft wurde Jimmy Rudau im schwersten Limit bis 125 Kilo zur Matte gerufen, der zwei Kämpfe absolvierte. Im ersten Duell musste sich der Markneukirchner Schwergewichtler gegen den ungarischen Auswahlringer Daniel Szilagyi beugen, gegen Alikhan Arsakaev (KSC Apolda) sicherte sich Jimmy Rudau danach die Silbermedaille.
Eine Woche später war der Schauplatz in Werdau, wo in der Sporthalle des Humbold-Gymnasiums die Männer im die Mitteldeutschen Meisterehren kämpften. Im schwersten Limit des griechisch-römischen Ringkampfs stellte sich Franz Richter (AV Germania Markneukirchen) der Konkurrenz. Gegen Connor Sammet (FC Erzgebirge Aue) , der wie Richter immerhin auch schon einmal Vize-Europameister der Junioren war, erzielte der AVG-Schwergewichtler einen 6:0-Punktsiegt. Im zweiten Kampf hatte Franz Richter gegen Marlon Jahn (AV JC Zella-Mehlis) beim klaren 9:0-Überlegenheitserfolg weit weniger Mühe. Gold und damit der Mitteldeutsche Meistertitel für Franz Richter, der in Heidelberg lebt und am dortigen Olympiastützpunkt trainiert.
Nicht ganz auf das oberste Treppchen reichte es diesmal für Johannes Adler (74 kg), der nach vier Siegen im Finale stand. Auf dem Weg in den Kampf um den Titel traf er allerdings auch auf seinen Markneukirchner Vereinskameraden Richard Breitenbach, den er mit 5:1 bezwang. Im Finale bekam es Johannes Adler mit seinem Dauerkonkurrenten Toni Lehmann vom FC Erzgebirge Aue zu tun, gegen den er nur knapp mit 3:4 das Nachsehen hatte. Nach Gold in Jena, nun Silber in Werdau für den AVG-Ringer.
Richard Breitenbach hatte schon in Jena überzeugt, auch in Werdau verschaffte sich der Sportschüler gute Noten bei AVG-Trainer Andy Schubert. Nach zwei Überlegenheitserfolgen wurde Breitenbach von seinem Vereinskameraden Johannes Adler gebremst, griff nach einem weiteren Sieg jedoch erneut in den Kampf um Bronze ein. Doch gegen Julius Kock aus Hamburg musste der AVG-Ringer eine weitere Niederlage verbuchen, so blieb dem AVG-Ringer der Kampf um Platz 5, den Richard Breitenbach durch Aufgabe seines Gegners Kantemir Sibekov (Lok Altenburg) kampflos erreichte.
"Die letzten Wochen waren vollgepackt mit Training und Wettkämpfen in Unterföhring, Jena und nun auch in Werdau, sodass wir gut gerüstet in Richtung Deutsche Meisterschaft der Männer blicken, die vom 4. bis 6. Juni in Elsenfeld ausgetragen werden", so Andy Schubert zufrieden mit den Vorbereitungen, der sich in Jena auch über den 4. Platz in der Vereinswertung freute.
Jörg Richter
Bild: Die Markneukirchner Delegation bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Werdau, v.l.: Franz Richter, Andy Schubert, Richard Breitenbach und Johannes Adler.


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