Seifert’s feiern ein heimliches Jubiläum


Margit und Steffen Seifert (© Jörg Richter)

Steffen und Margit Seifert feierten in dieser Bundesligasaison des AV Germania Markneukirchen ein stilles Jubiläum. Betritt man die Wettkampfarena des AVG, dann wird man von einem Ehepaar empfangen, dass aus dem Umfeld des Vereins eigentlich gar nicht wegzudenken ist. „Seit 25 Jahren sitzen wir hier nun schon am Einlass, kassieren den Eintritt der Besucher, weisen die Dauerkartenbesitzer zu ihren Plätzen“, erzählt Steffen Seifert fast nebenbei. Doch für den Vorsitzenden des AVG Jens Berndt sind diese ehrenamtlichen Helfer Gold wert, kann sich gar nicht entsinnen, dass sie einmal gefehlt hätten.

Zum Ringkampf kam der aus Klingenthal stammende Steffen Seifert wie die ‚Jungfrau zum Kind‘. „Ich habe mit Ralf Gütter zusammen bei einem Markneukirchner Klempnerbetrieb gelernt, der war damals ein guter Ringer und hat mich mit zum Training genommen. Der damalige Trainer Werner Geske war begeistert, suchte man doch damals gerade große, kräftige Jungs“, musste man Steffen Seifert nicht lange bitten, der Lehrling schloss sich der Sektion Ringen der damaligen BSG Motor Markneukirchen an und blieb den Ringern bis heute treu.


„Zu eigenen, sportlichen Erfolgen reichte es nicht, aber die Übungsleitertätigkeit hat es mir damals schon angetan“, blickt Steffen Seifert zurück, denn auch Töchterchen Linda hatte es der Ringkampfsport angetan. „So haben wir ihr Hobby gefördert“, holte Steffen Seifert eine weibliche Trainingsgruppe um Linda zusammen, die sehr erfolgreich die blaugelben Farben des AV Germania vertraten. Titel und Medaillen gewann nicht nur Linda Seifert auf nationaler Ebene, sondern viele weitere Markneukirchner Ringerinnen wie Renata Weller und nicht zuletzt Bettina Krupke, die gar internationale Erfolge feierte.


Steffen Seifert hatte schließlich Abschied vom aktiven Tun auf- und an der Matte genommen, wollte aber dennoch dem Verein zur Seite stehen. „Dann war es vor 25 Jahren, wir begannen am Einlass bei Punktkämpfen und Turnieren zu helfen, wobei meine Frau besonderen Anteil an der Arbeit hat, da sie dann noch die gesamte Abrechnung beim Verein vornimmt“, so der Schwergewichtler, dessen eindrucksvolle Erscheinung kein Vordrängeln, oder Streitigkeiten am Einlass duldet. „Wir möchten damit dem Verein helfen“, gibt sich das Ehepaar Seifert bescheiden, wollte die Tätigkeit eigentlich gar nicht sonderlich hervorheben. „Aber 25 Jahre sind eben eine lange Zeit und wir als Verein sind einfach nur dankbar über so viel Zuverlässigkeit und Engagement“, zollt Jens Berndt den beiden Ehrenamtlern Margit und Steffen Seifert Respekt.


Jörg Richter


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