Herzschlagfinale - WKG rettet einen knappen 16:15-Sieg im letzten Duell

Was für ein Kampfabend ! Das Vogtland-Derby in der Regionalliga Mitteldeutschland, zwischen der WKG Markneukirchen/Gelenau und der WKG Pausa/Plauen war nichts für schwache Nerven, am Ende stand ein 16:15 für die Gastgeber auf der Anzeigetafel.
Die WKG Markneukirchen/Gelenau galt in dieser Begegnung als Favorit, von der Papierform her hatte die Wettkampfgemeinschaft aus dem oberen Vogtland und dem Erzgebirge die Nase knapp vorn und bis zur Halbzeit wurde der Gastgeber dem Status auch gerecht, die Mannschaft des Trainergespanns Andy Schubert und Rico Richter führte nach fünf von zehn Duellen mit 11:6 Mannschaftspunkten.
Robert Krause (75 kg/FR) drehte in einem vorgezogenem Kampf Eryk Maj einen 2:3-Rückstand in einen 11:3-Erfolg. Ein Punktverlust, der sich für die Gäste am Ende noch schmerzhaft auswirken sollte. Noorollah Ahmadi (61 kg/FR) holte gegen seinen Berliner Verbandskollegen Malik Yalcin ein 7:0 für die WKG Pausa/Plauen. „Mit einer Differenz von acht Punkten, hätten wir einen Mannschaftszähler mehr auf dem Konto gehabt, resümierte Pausa’s Trainer Kevin Drehmann auf der Suche nach dem verlorenem Punkt zum Unentschieden.
Doch dann überschlugen sich die Ereignisse auf der Matte, in den beiden schwersten Gewichtsklassen gab es Schultersiege für die WKG Markneukirchen/Gelenau durch Gerhard Kurniczak (130 kg/GR), der den jungen Konrad Schütz auf die Schultern beförderte und auch Kamil Wojciechowski (98 kg/FR) drehte den Kampf nach einem 0:6-Rückstand gegen seinen Kontrahenten Isa Alkhanov noch zum 8:6 und drückte dann den reaktivierten Freistilringer von der WKG Pausa/Plauen noch auf beide Schultern. Zwischenzeitlich sorgte Patryk Krobski (66 kg/GR) für vier Zähler auf dem Gästekonto, die er schon auf der Waage einstrich, da sein Kontrahent Henry Schmidt, der kurzfristig eingesetzt werden musste, das vorgeschriebene Gewichtslimit nicht einhielt. Im Freundschaftskampf schenkten sich beide nichts, Krobski schulterte das Gelenauer Eigengewächs gegen Ende der Begegnung beim Stand von 8:7, nachdem Henry Schmidt zur Pause bereits mit 7:0 geführt hatte.
Zum Beginn des zweiten Abschnittes des Kampfabends legte die WKG Pausa/Plauen gleich noch einmal nach, Carl Hocke (71 kg/FR) sorgte im Duell zweier Griechisch-Römisch-Spezialisten, die sich im ungewohnten freien Ringkampf gegenüberstanden, gegen Kyryl Noskov mit einem Schultersieg für den 10:11-Anschluss. Im Limit bis 86 Kilo sorgte Marten Scheel in seinem Debüt für die WKG Markneukirchen/Gelenau für einen 3:1-Erfolg über David Adler, doch Max Schmalfuß stellte mit einem 8:6-Sieg gegen Tolgahan Önder den alten Abstand wieder her. Hannes Thiesler (80 kg/FR) ließ die gut besetzte Fanecke der WKG Pausa/Plauen jubeln, als er Johannes Adler nach einer Unaufmerksamkeit des Markneukirchners auf beide Schultern drückte. Plötzlich führten die Gäste mit 15:12 vor dem letzten Duell.
Doch da hatte das Trainergespann der gastgebenden WKG Markneukirchen/Gelenau mit Andy Schubert und Rico Richter noch ein Ass im Ärmel, und der polnische Auswahlringer Kamil Cernecki (80 kg/GR) packte gegen Sid Wetzel ordentlich zu und holte noch in der ersten Runde des Kampfes das 16:0 und damit den Abbruchsieg durch technische Überlegenheit. Vier Mannschaftspunkte sorgten für den knappen 16:15-Sieg der WKG Markneukirchen/Gelenau in dieser an Spannung kaum zu überbietenden Regionalligabegegnung.
„Das Unentschieden, oder auch einen möglichen Sieg haben wir in den Duellen von Eryk Maj und Isa Alkhanov vergeben, schade, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, so das Trainergespann der WKG Pausa/Plauen mit Kevin Drehmann und Dirk Wagner.
Andy Schubert, der die Mannschaft der WKG Markneukirchen/Gelenau von Seiten des AV Germania her betreut atmete tief durch; „… der erste Kampf vor heimischer Kulisse in Markneukirchen konnte spannender nicht sein, eine Werbung für unseren Sport“. Nach der Begegnung ging es mit dem Knoblauchfest rings um die Arena und im Festzelt weiter, wo die Fans beim Bierchen die Stimmbänder kühlten und zahlreiche Gäste mit den Ringern feierten.
Jörg Richter












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