AVG-Neuzugang Anton Vieweg vertritt die deutschen Farben bei den Europameisterschaften der Junioren


Dortmund – Markneukirchens Neuzugang Anton Vieweg nimmt Anlauf zu einer internationalen Hürde, der Halbschwergewichtler (97 kg) will am Wochenende bei den Europameisterschaften der Junioren in Dortmund um eine Medaille kämpfen.


Anton Vieweg machte in Lugau /E. seine ersten Schritte auf der Matte, wechselte nach dem Abstieg seines Heimatvereins aus der Regionalliga zum Lokalrivalen RSK Gelenau. Doch der junge Erzgebirger will sich in der Bundesliga beweisen, daher schloss er sich in diesem Jahr dem AV Germania Markneukirchen an.

Anton Vieweg bestritt 2017 bei den Kadetten, der jüngsten, international zugelassenen Altersklasse, seine ersten internationalen Meisterschaften. Bei seinen ersten Titelkämpfen, den Europameisterschaften in Sarajevo (BIH) erzielte er einen guten achten Platz. Im selben Jahr bestritt er auch die Weltmeisterschaften dieser Altersklasse, 2018 sammelte der Lugauer internationale Erfahrungen bei den Europameisterschaften, konnte jedoch nicht in die Kämpfe um die Medaillenränge eingreifen.

Nach langer, wettkampffreier Zeit, sind die Europameisterschaften für die Junioren die erste große Herausforderung. „Wir haben in Trainingslehrgängen hart trainiert und uns gut auf diese Heim-EM vorbereitet“, so Anton Vieweg gegenüber AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann, der wie alle anderen Freunde, Funktionäre und Vereinsmitglieder dem jungen Griechisch-Römisch-Spezialisten die Daumen drückt.

Die Auslosung erfolgte bereits, danach wird Anton Vieweg (97 kg) im Achtelfinale auf Antti Haanpää (FIN) treffen. Sollte er den Finnen besiegen, wartet im Viertelfinale der Sieger aus der Begegnung Vladyslav Lub (UKR) / Roman Balchivschii (BLR) auf den DRB-Ringer.

Richter kämpft derweilen in Litauen

Zeitgleich reist AVG-Schwergewichtler Franz Richter mit seinen Nationalmannschaftskollegen Etinne Kinsinger (63 kg/KSV Köllerbach) und Peter Öhler (97 kg/VfK Mühlenbach) nach Vilnius (LIT) zu einem Internationalen Turnier und einem anschließenden, internationalen Trainingslehrgang. „Franz hat fleißig trainiert, es wird Zeit, das Können auf internationalen Matten zu testen“, so sein Heim-Trainer Artur Dzigasov, der Richter nach Vilnius begleitet. „Die Ringer aus den baltischen Staaten und aus Skandinavien haben eine ordentliche Anzahl an guten Schwergewichtlern, eine gute Möglichkeit für eine Standortbestimmung im Wettkampf, aber auch im sich anschließenden Trainingslehrgang“, bleibt Richter bis zum 14. Juli in Litauen. Bereits am 17./18. Juli wird in Aschaffenburg das Kaderturnier der Freistilringer und Griechisch-Römisch-Spezialisten ausgetragen, dass als Ersatz für die abgesagten Deutschen Meisterschaften gilt und bei dem es bereits um die Nominierung für die Weltmeisterschaften geht, die im Oktober in Oslo (NOR) ausgetragen werden.

Text: Jörg Richter

Foto: Ringerverein Lugau

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