Helden werden im Kampf geboren - Nurasulov verliert nach dem Kampf das Bewusstsein


Bis zum Letzten verausgabt, alles gegeben und 4:6 verloren, nach dem Kampf um Bronze bricht Markneukirchens Schwergewichtler Magomedgadzhi Nurasulov zusammen.

Schon beim Einmarsch der Schwergewichtler stand die BOK-Arena in Budapest (HUN) am dritten Kampftag der Europameisterschaft Kopf. Publikumsliebling Daniel Ligeti (HUN) marschierte zum Kampf um Bronze ein, danach Markneukirchens Schwergewichtler im freien Stil Magomedgadzhi Nurasulov, der international für Serbien antritt. Beide schenkten sich nichts, Ligeti setzte seinen Gewichtsvorteil gut ein und punktete zunächst.

Doch der AVG-Ringer gab nicht auf, griff immer wieder an, doch mehr als das 4:6 kam nicht heraus. Beide Kontrahenten fielen beim Schlossgong erschöpft zu Boden, waren völlig ausgepumpt. Während Ligeti wieder auf die Beine kam, blieb Nurasulov am Boden liegen und verlor für einige Augenblicke gar das Bewusstsein.

„Das war Wahnsinn, die haben sich nichts geschenkt“, so Markneukirchens Vorstandsmitglied Markus Müller zufrieden mit der Leistung des AVG-Schwergewichtlers, der mit einem guten 5. Platz nach Hause fährt.


In der Vorrunde hatte Magomedgadzhi Nurasulov den Österreicher Johannes Ludescher mit 7:2 bezwungen, dann im Viertelfinale aber am späteren Europameister Taha Akgul (TUR) mit 0:5 gescheitert. Der Türkische Olympia-Dritte von Tokio 2021 und WM-Dritte 2021 rückte ins Finale, Nurasulov in den Bronzekampf.

Nach Bronze durch Münir Aktas (65 kg/Freistil) nun ein fünfter Platz für Magomedgadzhi Nurasulov, die beide für den AV Germania Markneukirchen in der Bundesliga um Punkte kämpfen. Am Freitag starten die Griechisch-Römisch-Ringer ins EM-Turnier, im Schwergewicht vertritt Markneukirchens Franz Richter die deutschen Farben.


Jörg Richter


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